03. Dezember 2018 / 15:35 Uhr

1. FC Binz gibt die Rote Laterne ab

1. FC Binz gibt die Rote Laterne ab

Niklas Kunkel
Robert Scheel steht beim 1. FC Binz nicht nur an der Seitenlinie, sondern muss häufiger auch auf dem Feld aushelfen. 
Robert Scheel steht beim 1. FC Binz nicht nur an der Seitenlinie, sondern muss häufiger auch auf dem Feld aushelfen.  © Horst Schreiber
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Team von Trainer Robert Scheel kämpft bereits die gesamte Hinrunde mit der dünnen Personaldecke.

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Binz. Mit einem echten Kraftakt konnten die Fußballer des 1. FC Binz am letzten Spieltag vor der Winterpause noch die Rote Laterne in der Kreisoberliga abgeben. Mit 2:0 gewann die Mannschaft von Trainer Robert Scheel das Auswärtsspiel beim neuen Schlusslicht der Liga, dem SV Rot-Weiß Trinwillershagen II.

Dabei traten die Kicker aus dem Ostseebad nur mit zehn Spielern zur Auswärtspartie an. Zwei Tore von Robert Heyden in der ersten Halbzeit (25. und 41.) reichten am Ende aber für einen Sieg auf Platz zwölf. Damit gelang den Insel-Kickern die Revanche für die Auftaktniederlage am ersten Spieltag. Damals gewann Trins Reserve das Spiel mit 1:0. Zusätzlich war es nach sechs sieglosen Spielen der erste Dreier für den 1. FC Binz. Im Interview spricht Trainer Robert Scheel über die Probleme seiner Mannschaft nach dem Aufstieg und die zu hohen Erwartungen von Außenstehenden.

Herr Scheel, Sie sind in Trinwillershagen mit nur zehn Spielern angereist und standen auch selbst mit auf dem Platz. Wie haben Sie es geschafft, das Spiel zu gewinnen?
Robert Scheel: Wir haben uns mit den zehn Mann zusammengerauft und wollten es einfach schaffen. Es war wichtig, dass wir endlich mal wieder ein Spiel gewinnen konnten.

Wie wichtig ist es, dass Sie durch den Sieg nicht auf dem letzten Tabellenplatz überwintern, sondern die Rote Laterne in letzter Sekunde noch einmal abgeben konnten.
Scheel: Es war sehr, sehr wichtig für den Kopf, dass wir den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen gehalten haben. Mit dem Erfolgserlebnis zum Jahresabschluss können wir mit einem ganz anderen Gefühl in die Winterpause gehen.

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Sie haben schon die gesamte Hinrunde mit Personalproblemen zu kämpfen. War das vor der Saison abzusehen oder sind Sie selbst davon überrascht worden?
Scheel: Ein bisschen von beidem. Zum einen haben einige Spieler eine Ausbildung hier vor Ort gemacht. Sie haben uns aber schon vor der Saison mitgeteilt, dass sie sich weiterentwickeln wollen und den Verein verlassen. Zum anderen sind auch einige Leistungsträger durch Verletzungen ausgefallen. Das konnten wir dann nicht mehr kompensieren.

Erwarten Sie, dass sich die Situation nach der Winterpause entspannt?
Scheel: Die Verletzten kommen jetzt Stück für Stück zurück ins Training. Die Personalsituation entspannt sich also. Zusätzlich hoffe ich noch, dass sich uns neue Spieler anschließen und ich somit für die Rückrunde eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung habe, die besser auf Ausfälle reagieren kann.

Vor der Saison haben einige andere Teams Ihre Mannschaft als Geheimfavoriten für die vorderen Tabellenplätze genannt. Entsprach das auch Ihrer Einschätzung?
Scheel: Das habe ich auch gelesen und konnte es überhaupt nicht nachvollziehen. Nach unserer starken Saison und dem Aufstieg ohne Niederlage ist es klar, dass einige aufmerksam werden, aber unser Ziel war von Anfang an nur, die Klasse zu halten. Mir war klar, dass eine Liga höher eine ganz andere Spielklasse und Spielhärte gefordert sind. Dazu hat sich unser Kader verändert.

Wie sind die Pläne für die Winterpause mit Ihrer Mannschaft? Werden Sie Hallenturniere spielen oder ist die Angst vor erneuten Verletzungen zu groß?
Scheel: Wir werden den Rügenpokal spielen, und ich plane mit noch einem weiteren Hallenturnier. Dabei möchte ich es dann aber auch belassen, weil ich mir einfach nicht erlauben kann, noch weitere Spieler zu verlieren. Ich hoffe, dass wir dann zur Vorbereitung wieder in Bestbesetzung antreten können und eine gute Rückrunde spielen werden.

Welches Team ist für Sie der Favorit auf den Staffelsieg?
Scheel: Die zwei Favoriten sind und bleiben der Grimmener SV II und der SV Kandelin. Ich denke, daran wird sich auch nichts mehr ändern bis zum Ende der Saison.

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