Mirco Boltjes kann wieder jubeln. Der 1. FC Burg wird auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielen. © Christian Kosak

1. FC Burg bleibt Landesligist

Der Blumenthaler SV II muss aber noch um den Verbleib in Bezirksliga bangen

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Drei Wochen lang hatte Celestin Zurek detailliert für die Bezirksliga geplant. Jetzt muss der Trainer des 1. FC Burg umdenken. Die Burger bleiben der Fußball-Landesliga nämlich definitiv erhalten und brauchen nicht abzusteigen. Das hat Vereinsvorsitzender Matthias Schmit aus „erster Hand“ vom zuständigen Staffelleiter des Bremer Fußball-Verbandes (BFV), Joachim Heitmann, erfahren.

Grund für das unverhoffte Glück des 1. FC Burg ist der Rückzug des TSV Wulsdorf aus der Landesliga. Weil der Bremerhavener Verein nach Differenzen zwischen dem Trainerteam und der ersten Herren nicht genügen konkurrenzfähige Spieler für die zweithöchste Bremer Spielklasse engagieren konnte, schickte Fußball-Abteilungsleiter Lutz Stürcken dem Verband die Verzichtserklärung.

Damit ist der TSV Wulsdorf offiziell erster Absteiger und der 1. FC Burg darf als Drittletzter der Saison 2015/16 ein weiteres Jahr in der Landesliga kicken. Das allerdings werde kein Zuckerschlecken, macht sich Zurek keine Illusionen. Nach dem vermeintlichen Abstieg haben mit Ercan Yilmaz, Denis Schumann, Joschua Zurek, Kontantinos Katsanos, Anil Altur, Thorben Nordhoff und Joeffroy Ekoue Nouwossou gleich sieben leistungsstarke Spieler dem 1. FC Burg den Rücken gekehrt. Immerhin sind Zurek zwölf Akteure aus dem bisherigen Kader geblieben.

Unter ihnen Mirco Boltjes und Marco Boes. Als Zugänge vermelden die Nordbremer Sebastian Kuhn, Patrick Nadolski, Rahel Ali Aref und Libero Ciuffrede von DJK Germania Blumenthal sowie Kai Lilienthal, Kai Michaelis und Norman Zurek vom SV Grohn. Zudem rücken Marcel Böttcher und Pascal Meyer aus der zweiten Herren in die erste Formation – Patrick Musiol soll reaktiviert werden. Darüber hinaus ist Zurek noch mit einigen weiteren Spielern im Gespräch.

Neuer Co-Trainer beim 1. FC Burg wird Andy Boachie, der seine aktive Laufbahn nach mehreren Verletzungen beendet hat und Thomas Lange ersetzt. Welche Rolle die neu formierte Burger Mannschaft in der Landesliga spielen kann, vermag Celestin Zurek nach dem Trainingsauftakt am vergangenen Montag noch nicht einzuschätzen. Während der Teilnahme an der Ritterhuder Sportwoche (23. bis 30. Juli) hofft er auf konkrete Erkenntnisse über die Leistungsstärke seines Teams.

Während die Burger nun konkret für die Landesliga planen können, muss der Blumenthaler SV II noch um den Verbleib in der Bezirksliga bangen. Nach einer schwierigen Saison mit vielen Verletzten belegte das Team von Thomas Schindler als Tabellenvierzehnter den ersten von fünf Abstiegsrängen. Sven Landwehr, der die Burgwall-Reserve jetzt zusammen mit Thomas Schindler coacht: „Wir haben uns mit einem Kader von rund 20 Spielern eigentlich auf die Stadtliga Bremen eingestellt, sind aber auch für die Bezirksliga gerüstet.“ Dafür sprechen Verstärkungen wie Frank Schulken aus der Ü32 oder Daniel Rosenfeldt vom Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack.

Eintracht Aumund II hofft noch

Nach den Worten von BFV-Pressesprecher Oliver Baumgart soll in Kürze feststehen, wie sich der Verzicht des TSV Wulsdorf auf die unteren Spielklassen auswirkt. Baumgart: „Der Verbandsspielausschuss klärt zurzeit zusammen mit dem Satzungsausschuss verschiedene Dinge wie Aus- und Abstiegsregelungen und Mindeststaffelstärke.“ Von dem Ergebnis hängt auch ab, ob der SV Eintracht Aumund II als Tabellenletzter die Kreisliga C verlassen muss.

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