05. Januar 2019 / 18:27 Uhr

1. FC Lok Leipzig gewinnt Budenzauber

1. FC Lok Leipzig gewinnt Budenzauber

Redaktion Sportbuzzer
Lok Leipzig hat die Ur-Krostitzer-Masters in Markranstädt gewonnen!
Lok Leipzig hat die Ur-Krostitzer-Masters in Markranstädt gewonnen! © Dirk Knofe - Picturework.eu
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Blau-Gelb siegt bei den Ur-Krostitzer Hallenmasters in Markranstädt

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Früher, in den wilden Neunzigern – die älteren Fußballfreunde werden sich erinnern – war Hallenfußball im Winter eine ziemlich große Nummer. Mit den Hallenmasters gab es sogar den Kampf um die Deutsche Hallenmeisterschaft, bei der auch die großen Bundesligavereine mit allen Stars und Sternchen antraten. Auch in Leipzig war der Budenzauber, zumeist in der alten Messehalle 7, ein Zuschauermagnet, der zigtausend Fans anzog – vor allem, wenn das Stadtderby VfB gegen FC Sachsen anstand, das es in der Liga bis 1998 nicht gab. Von dieser Wichtigkeit ist Hallenfußball mittlerweile weit weg, heutzutage sind die Turniere kleiner: Die Bundesligavereine ziehen Trainingslager im warmen Süden vor, wo man unter besten Bedingungen trainieren kann und die Verletzungsgefahr weitaus geringer ist. So kicken in den – zumeist viel kleineren – Hallen entweder ehemalige Stars oder Teams aus der Region und im Vordergrund steht der Spaß auf und neben dem Feld. Genau das war auch bei den Ur-Krostitzer Masters in Markranstädt wieder das Rezept – und das Gericht schmeckte.

DURCHKLICKEN: Die Bilder von den Krostitzer Hallenmasters

Ur-Krostitzer-Masters am 5. Januar 2019 in Markranstädt. Zur Galerie
Ur-Krostitzer-Masters am 5. Januar 2019 in Markranstädt. ©
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Für die sportliche Hochklassigkeit waren die Regionalligisten vom 1. FC Lok und Rot-Weiß Erfurt dabei, die Nostalgiker konnten sich am Allstar-Team des 1. FC Lok (unter anderem mit Leipzigs Rekordnationalspieler Ronald Kreer, Lok-„Fußballgott“ René Heusel und Elternhilfe-krebskranker-Kinder-Spendensammler Markus Wulftange) und einem Bundeliga-Allstar-Team Ost (unter anderem mit Steffen Heidrich, Ingo Hertzsch und Torwart-Titan Tomislav Piplica) erfreuen und für die lokale Komponente waren der SSV Markranstädt sowie die Leipziger Teams von der SG Olympia, des SV Fortuna und des SV Nord-West vertreten.

In der Gruppenphase zeigten in Gruppe A die älteren Herren der beiden Allstar-Mannschaften, dass es für Gegner auf Kreisliga-Niveau zumeist noch reicht. In Gruppe B hielt der SSV Markranstädt gut mit den beiden Regionalliga-Teams mit, die sich schließlich ein torloses, aber äußerst rassiges Duell lieferten, bei dem die Emotionen auf dem Platz richtig gehend hoch kochten. Im Viertelfinale siegte die Bundesliga- Auswahl ebenso locker wie später Rot-Weiß Erfurt. Der 1. FC Lok quälte sich und seine Fans und zog gegen Fortuna erst im Neunmeterschießen, nach zehn Minuten hatte es 2:2 gestanden, ins Halbfinale ein. Spannend war auch die Partie der Lok-Allstars gegen die Markranstädter, die sich schließlich, ebenfalls im Neunmeterschießen (regulär 1:1), durchsetzten.

Die Lokomotive siegt souverän im Halbfinale

Im ersten Halbfinale trat der 1. FC Lok jetzt wieder souveräner auf – vielleicht war bei den Bundesliga-Allstars mittlerweile auch die Luft etwas knapp – jedenfalls setzten sich die Blau-Gelben deutlich mit 5:1 durch. Dafür patzte jetzt Erfurt. Wie schon in der Gruppenphase, taten sich die Rot-Weißen schwer mit den Hausherren. Die Führung der Erfurter glich der SSV aus und hatte wenige Sekunden vor Schluss die Chance auf den Sieg. Da wollte der Ball noch nicht ins Tor, aber im Neunmeterschießen gelang den Markranstädtern ein Treffer mehr – auch weil Keeper Paul Kruse zweimal glänzend parierte. Trostpflaster für die Blumenstädter war der Sieg im Neunmeterschießen um Platz drei.

Im Finale ging der 1. FC Lok, der erwartungsgemäß von einem Großteil der anwesenden etwa 1.000 Fans unterstützt wurde, schnell durch Sascha Pfeffer, der auch zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde, in Führung. Danach schlief die Partie etwas ein, wobei auch Markrans durch den starken Marcel Nüchtern noch eine gute Möglichkeit hatte, aber es blieb beim 1:0. Die Fans waren zufrieden – nicht nur wegen des Siegers, sondern auch weil es in schöner Atmosphäre über 70 Tore zu sehen gab.

Die Statistik

Gruppe A

1. FC Lok Leipzig Allstars – SV Fortuna Leipzig 02   2:1

Bundesliga-Auswahl East – SG Olympia 1896 Leipzig   1:2

SG Olympia 1896 Leipzig – 1. FC Lok Leipzig Allstars   1:3

Bundesliga-Auswahl East – SV Fortuna Leipzig 02   2:1

1. FC Lok Leipzig Allstars – Bundesliga-Auswahl East   0:2

SG Olympia 1896 Leipzig – SV Fortuna Leipzig 02   0:3

Gruppe B

SSV Markranstädt – 1. FC Lok Leipzig   1:1

Rot-Weiß Erfurt – SV Leipzig Nord-West   5:0

1. FC Lok Leipzig – SV Leipzig Nord-West   5:1

Rot-Weiß Erfurt – SSV Markranstädt   1:1

1. FC Lok Leipzig – Rot-Weiß Erfurt   0:0

SSV Markranstädt - SV Leipzig Nord-West   4:1

Viertelfinale

Bundesliga-Auswahl East – SV Leipzig Nord-West   5:0

1. FC Lok Leipzig – SV Fortuna Leipzig 02   4:3 n.N.

Rot-Weiß Erfurt – SG Olympia 1896 Leipzig   5:0

1. FC Lok Leipzig Allstars – SSV Markranstädt   2:3 n.N

Halbfinale

Bundesliga-Auswahl East – 1. FC Lok Leipzig   1:5

Rot-Weiß Erfurt – SSV Markranstädt   2:3 n.N

Neunmeterschießen um Platz 3

Bundesliga-Auswahl East – Rot-Weiß Erfurt   1:2

Finale

1. FC Lok Leipzig – SSV Markranstädt   1:0

Rainer Kelch

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