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1. FC Lok Leipzig hat Liga-Fehlstart aufgearbeitet und sinnt gegen Erfurt auf Wiedergutmachung

Matthias Klöppel
Der 1. FC Lok Leipzig will gegen den FC Rot-Weiß Erfurt zeigen, dass sie auch gegen einen Drittliga-Absteiger mithalten können. © Alexander Prautzsch

Lok Leipzigs Angreifer Nicky Adler will zeigen, dass die Loksche auch gegen einen Drittliga-Absteiger mithalten kann.

Leipzig. Sieben Punkte aus sechs Spielen, acht zu neun Tore, Platz 13: Mit der bisherigen Saisonausbeute ist beim ambitionierten Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig niemand zufrieden. Trainer Heiko Scholz spricht offen von einem „Fehlstart“. Um ausgerechnet gegen Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt (Mittwoch 19 Uhr, Bruno-Plache-Stadion) die Wende zu schaffen, wurden in den vergangenen Tagen jede Menge Gespräche geführt – in der Mannschaft, dem Mannschaftsrat, mit der Vereinsführung.

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„Damit wollten wir den Druck aus dem Team herausnehmen“, erläutert Scholz, für den sich die Charakterfrage nicht stellt. Stattdessen würden einige Spieler zu viel darüber nachdenken, wie sie ein gutes Spiel ablieferten, meint der 52-Jährige. Manche kämen auch mit dem Druck nicht klar, den die Umstellung auf Profitum und die damit verbundenen Erwartungen unter den Fans erzeugt hätten. „Dass das ein Problem werden könnte, damit hätte ich nach der Saisonvorbereitung nie gerechnet“, gesteht der Lok-Coach. Mitte Juli etwa hatten die Blau-Gelben den eine Klasse höher spielenden FSV Zwickau in einem überzeugenden Test mit 3:0 nach Hause geschickt.

Interne Diskussionen gab es nach der enttäuschenden 0:1-Pleite beim BFC Dynamo auch innerhalb der Mannschaft, wie Routinier Nicky Adler sagt: „So intensive Gespräche haben wir in dieser Saison noch keine geführt.“ Was genau alles thematisiert wurde, bleibt geheim – ebenso wie der Inhalt der Gespräche zwischen Mannschaftsrat und Vereinsführung.

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Die Zielstellung gegen Erfurt ist indes eindeutig. „Wir wollen unbedingt gewinnen. Um den Anschluss ans obere Tabellendrittel zu halten. Und um zeigen, dass wir auch gegen einen Drittliga-Absteiger mithalten können. Wir wollen Wiedergutmachung leisten“, gibt sich Angreifer Adler kämpferisch. Dass die Begegnung am Abend stattfindet, ist ein weiterer Anreiz. Ein Flutlichtspiel sei immer etwas Besonderes, so der 33-Jährige, erzeuge größere Aufmerksamkeit.

Coach Heiko Scholz sieht das Kräftemessen in einem Paket mit den nächsten Partien in Auerbach und gegen Halberstadt: „Wir müssen gucken, dass wir oben dranbleiben. In den drei Spielen können wir vieles gutmachen.“ Gerade gegen die Thüringer erwartet der gebürtige Görlitzer ein Duell auf Augenhöhe. Erfurt sei ein Spitzenteam mit klangvollem Namen – „eigentlich der richtige Gegner für einen Befreiungsschlag“.

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