06. Juni 2018 / 17:20 Uhr

1. FC Lok Leipzig: Kein „Aufstiegsdruck", aber gestiegene Ambitionen

1. FC Lok Leipzig: Kein „Aufstiegsdruck", aber gestiegene Ambitionen

Fabian Held
Lok-Präsident Thomas Löwe
Lok-Präsident Thomas Löwe © Udo Zagrodnik
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Die Kaderplanung beim 1. FC Lok Leipzig ist abgeschlossen. Lok-Präsident Löwe will oben mitspielen.

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Leipzig. Die Kicker sind ausgeflogen und auch das Trainergespann Rüdiger Hoppe und Heiko Scholz kann derzeit im Pool planschen – was beim fußballverrückten Naturell der beiden eher unwahrscheinlich ist. Kurzum: Es ist Sommerpause in Probstheida. Unter anderem auch deshalb, weil der 1. FC Lokomotive Leipzig seine Hausaufgaben früh erledigt hat. Der Kader wurde mit neun externen Neuzugängen verstärkt, von denen sieben gestandene Profi-Fußballer sind. Mit allen wurden Verträge über zwei Jahre geschlossen. Lok will seine "Mission 2020" nun mit aller Macht und professionellen Bedingungen umsetzen.

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"Es gibt keinen Aufstiegsdruck", sagt Präsident Thomas Löwe im Gespräch. Allerdings sind die Ambitionen in Probstheida gewachsen. "Wir haben nicht so viel Geld in die Hand genommen, um am Ende ein guter Fünfter zu werden. Wir wollen oben mitspielen", gibt der Präsident die Richtung vor.

Vor allem Hauptsponsor ETL macht den Angriff auf die 3. Liga möglich. Ein Aufstieg auf Pump, so ist aus dem Verein zu hören, ist aber nicht geplant. Dafür steckt die Angst vor einer erneuten Insolvenz zu sehr in den Knochen der Gremien-Mitglieder, heißt es. Dennoch: Der Verein möchte sich klar weiterentwickeln. Das gilt für die Infrastruktur, das gilt aber auch im Besonderen für die erste Mannschaft.

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"Über die Rückkehr von Nicky Adler und die Verlängerung von Markus Krug habe ich mich ganz besonders gefreut", erzählt Löwe. Beide sind im Bruno-Plache-Stadion fest verwurzelt und sollen nicht nur gegen den Ball treten, sondern als Mentalitäts- und Führungsspieler vorangehen. Dazu stiften sie Identität für die Fans. Die sollen wieder zahlreicher ins Stadion kommen. "Ich würde mir wünschen, dass die Fans sehen und würdigen, was wir für einen riesen Aufwand betreiben", sagt Löwe. Denn während die Sportler Pause haben, wird im Verein im Hintergrund fleißig weitergearbeitet. Aktuell werden Organisationsstrukturen entflochten und neu sortiert. Ziel ist, dass der Verein künftig schneller und handlungsfähiger wird.

Für mehr Fans im Stadion braucht es aber auch einen attraktiveren Fußball. Den erhofft sich Löwe von den teils namhaften Neuzugängen. Lovro Sindik hat immerhin schon 144 Regionalliga-Spiele auf dem Buckel und soll für Kreativität im Mittelfeld sorgen. Kemal Atici hat in der abgelaufenen Saison für Fürstenwalde in 32 Spielen 15 Tore geschossen und sieben vorbereitet. Matthias Steinborn hat in den vergangenen drei Jahren beständig seine Buden gemacht. Alles gute Kicker. Aber reicht es schon für den Aufstieg?

Das wird auch wesentlich davon abhängen, wie schnell die Mannschaft zusammenwächst. Schließlich war der Kaderumbruch groß. Auffällig dabei: Fünf der Neuzugänge werden vom Spielerberater Karl M. Herzog beraten. Nach Sportbuzzer-Informationen hat das praktische Gründe: Die Zusammenarbeit sei gut, die Transfers schnell abgewickelt. Ein zu hoher Einfluss des Spielerberaters wird bestritten.

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