14. Februar 2019 / 13:17 Uhr

1. FC Lok Leipzig kooperiert künftig mit St. Elisabeth-Krankenhaus

1. FC Lok Leipzig kooperiert künftig mit St. Elisabeth-Krankenhaus

LVZ
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Der 1. FC Lok Leipzig kooperiert auf medizinischem Gebiet künftig mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus.
Der 1. FC Lok Leipzig kooperiert auf medizinischem Gebiet künftig mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus. © Dirk Knofe
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Im Rahmen der Professionalisierung der Regionalligamannschaft arbeitet der 1. FC Lok Leipzig in Zukunft mit dem St. Elisabeth-Krankenhaus im Leipziger Süden zusammen. Ausschlaggebend dafür ist nicht nur die Nähe zum „Bruno“, sondern in erster Linie der Ruf und die Möglichkeiten des St. Elisabeth.

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Vor Beginn der aktuellen Saison hatte sich der 1. FC Lok Leipzig die Professionalisierung der Regionalligamannschaft auf die Fahnen geschrieben. Im Mittelpunkt stand dabei in erster Linie die Umstellung des Trainingsbetriebs – seither besteht das Team (fast) ausschließlich aus Profifußballern, kann zweimal am Tag geübt werden, kommt auch die Regeneration der zarten Fußballerbeine nicht zu kurz. Investiert wurde zudem die Infrastruktur: Die Renovierung der Ballspielhalle, der (noch nicht vollendete) Bau eines Kunstrasenplatzes, weitere Verbesserung des Kabinentraktes.

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Ein weiteres wichtiges Puzzleteil ist die Weiterentwicklung der medizinischen Betreuung der Lok-Kicker. Was die Spatzen in diesem Zusammenhang längst von den Dächern pfiffen, wurde gestern auch offiziell gemacht: Partner auf diesem Gebiet ist schon seit Beginn der Spielzeit das St. Elisabeth Krankenhaus im Leipziger Süden, wo in den letzten Monaten unter anderem die Lok-Kicker Djamal Ziane, Nicky Adler und Robert Berger gesichtet wurden. Sinn macht die Kooperation nicht nur wegen der regionalen Nähe des Hospitals zum Bruno-Plache-Stadion, sondern natürlich in erster Linie wegen der medizinischen Reputation und Möglichkeiten des St. Elisabeth.

Spieler des 1. FC Lok Leipzig werden umgehend behandelt

Dr. Gotthard Knoll, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, ist eine medizinische Koryphäe mit goldenen Händen und deswegen schon seit Jahren der Arzt, dem viele Profi-Sportler vertrauen, sich von ihm behandeln lassen und wenn nötig unter sein Messer legen. Zudem war Knoll bereits Teamarzt bei den Handballerinnen vom HCL und ist dies aktuell bei den Eishockey-Cracks der EXA IceFighters Leipzig. In der Kooperation mit dem 1. FC Lok sieht sich der Mediziner jedoch eher als „Koordinator eines Teams, der das große Ganze im Blick hat“. Heißt konkret: Bei medizinischen Problemen und Problemchen müssen die Lok-Kicker nicht lange auf einen Termin warten, sondern bekommen umgehend eine ärztliche Konsultation und wenn nötig die entsprechende Behandlung, die im Ernstfall auch Operation und stationäre Aufnahme beinhaltet.

Ein wichtiger Baustein der Kooperation ist zudem die Behandlung rekonvaleszenter Spieler im Ambulanten Rehazentrum des Krankenhauses. Dort herrschen beste Bedingungen für eine schnelle und vollständige Genesung nach schweren Verletzungen. Es gibt unzählige Möglichkeiten und Geräte sowie kompetente Ärzte und Therapeuten, sodass dort neben Otto-Normal-Bürgern aktuell auch SC DHfK-Torwart Jens Vortmann (nach Kreuzbandriss) oder Handball-Nationalspielerin Saskia Lang vom Thüringer HC (Meniskus-Verletzung) fürs Comeback schuften.

Jährliche sportmedizinische Checks und Laktattests

Neben der Behandlung akuter Verletzungen soll zudem Vorsorge betrieben und der Trainingsbetrieb unterstützt werden – so durchlaufen alle Spieler mindestens einmal im Jahr einen sportmedizinischen und internistischen Check-Up und in der Vorbereitung sollen unter anderem Laktat-Tests ermöglicht werden. Langfristig angestrebt wird laut Knoll und Lok-Geschäftsführer Martin Mieth auch, dass bei Spielen ein Mannschaftsarzt anwesend sein soll. Aktuell stehen mit Dr. Sophie Krecke und Dr. Philipp Seifert zwei junge Mediziner als Mannschaftsärzte bei Problemen auf Abruf bereit.

Auch Lok-Teamchef Björn Joppe freut sich über die Kooperation: „Intern ist die Behandlung durch unseren Physiotherapeuten Uwe „Zimbo“ Zimmermann und sein Team schon sehr gut. Dass wir jetzt mit dem St. Elisabeth auch einen starken externen Partner auf diesem Gebiet haben, ist dennoch ein wichtiger Schritt in Richtung Professionalisierung, denn schließlich ist der Körper das Kapital eines Profifußballers.“ Gut für Joppe: Aktuell muss keiner seiner Kicker die Kooperation in Anspruch nehmen, sind alle Mann gesund an Bord und heiß wie Frittenfett, wenn am Sonntag (13:30 Uhr) Union Fürstenwalde zur ersten Regionalligapartie des Jahres im Bruno-Plache-Stadion aufläuft. Laut Geschäftsführer Mieth ist der Rasen in bestem Zustand, wird zu 100 Prozent gespielt und bei gutem Wetter mit mindestens 2.500 Zuschauern gerechnet.

Rainer Kelch

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