Der 1. FC Wunstorf blickt (vorsichtig) nach oben in Richtung Regionalliga. Der 1. FC Wunstorf blickt (vorsichtig) nach oben in Richtung Regionalliga. ©
Der 1. FC Wunstorf blickt (vorsichtig) nach oben in Richtung Regionalliga.

1. FC Wunstorf plant Regionalliga-Antrag – will aber noch zwei Spiele abwarten

Der 1. FC Wunstorf hat den Regionalliga-Antrag bereits ausgefüllt. Bevor die Unterlagen an den Norddeutschen Fußball-Verband gehen, will der derzeit Zweitplatzierte der Oberliga aber noch die kommenden zwei Spiele abwarten.

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Der 1. FC Wunstorf ist mit einem Sieg und zwei Niederlagen nicht gut aus den Startlöchern in der Oberliga gekommen. Dennoch verlief die bisherige Saison für die Barnestädter gut, sie liegen nur einen Punkt hinter dem FC Eintracht Northeim auf Rang zwei – dieser Platz würde die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga berechtigen. Und beim FC plant man, die Unterlagen für die Regionalliga einzureichen. "Das war eine sehr aufwändige Arbeit. Wir haben die Unterlagen schon ausgefüllt – bevor wir sie an den Norddeutschen Fußball-Verband abschicken, warten wir aber noch zwei Spiele ab", sagt FC-Sprecher Andreas Schmitz.

Bis zum 31. März muss dem Verband die Wunstorfer Bewerbung vorliegen. Der Grund, warum man beim FC noch abwartet, hängt natürlich mit der sportlichen Entwicklung zusammen. "Wir hoffen, dass wir aus den kommenden zwei Spielen sechs Punkte holen, um sicher zu gehen, dass sich die Bewerbung lohnt", sagt Schmitz. Ob es sich lohnt – das hat sogar eine doppelte Bedeutung. Denn wenn der FC seine Unterlagen offiziell einreicht und damit am Lizenzierungsverfahren teilnimmt, werden sofort Kosten von 3.500 Euro fällig, sagt Schmitz. Im Zweifelsfall würde man ansonsten an den Niedersächsischen Fußball-Verband die Unterlagen für eine weitere Oberliga-Saison versenden.

In der Regionalliga würden weitere Kosten fällig

Sollte sich der FC in einer Aufstiegsrunde mit vier Mannschaften, die zwei Aufsteiger ermitteln, für die Regionalliga sportlich qualifizieren, würden in der neuen Spielklasse weitere Kosten fällig werden. In der Regionalliga müsste der Verein für Gästefans einen eigenen Eingangsbereich inklusive separaten Toiletten und Getränkestand einrichten. Immerhin: Die Barne-Arena soll ohnehin aufgewertet, der Kabinentrakt im nächsten Jahr erneuert werden. "Da greift uns die Stadt Wunstorf toll unter die Arme", sagt Schmitz.

In den kommenden Spielen wird sich zeigen, ob die Mannschaft den Aufstieg auch will. "Ich hatte zuletzt das Gefühl, dass die Spieler verkrampfen – weil sie wissen, was nach oben möglich ist und viel zu viel rechnen", sagt FC-Trainer Jens Ullmann, dem eine leichte Skepsis zum Thema Regionalliga anzumerken ist. "Wichtig ist, dass das von Vereinsseite getragen und gewollt wird. Andererseits bin ich kein Freund davon, Geld aus dem Fenster zu werfen."

Denn Ullmann weiß auch: Eine Klasse höher wird der Aufwand größer, als er jetzt schon ist. Und in diesem Zuge ist es überraschend, dass Betreuer Heiko Langreder sein Amt niedergelegt hat – nach sieben Jahren verlässlicher Arbeit. "Zeitlich habe ich es nicht mehr alles unter einen Hut bringen können", sagt Langreder. Dass es zwischen ihm und Jens Ullmann, die seit rund 40 Jahren befreundet sind, atmosphärisch ein wenig geknirscht hat, ist dennoch offensichtlich – auch wegen des Statements vom Coach. "Ich werde mich dazu nicht äußern", sagt Ullmann und verweist darauf, dass er die Freundschaft erhalten wolle. "Wenn ein wenig Zeit vergangenen ist und sich alles wieder beruhigt hat, dann werde ich Heiko anrufen und mit ihm beim gemeinsamen Essen alles bereden."

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