Mario Gomez will heute den Einzug ins Halbfinale bejubeln. © dpa/imago

11 Gründe, warum wir heute Italien schlagen!

Ein Abo, ein Rekord in Sichtweite, ein Einflüsterer: 
So will die deutsche Nationalelf heute im EM-Viertelfinale ihren Fluch gegen die "Squadra Azzurra" besiegen.

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Acht Turnierduelle, kein Sieg für Deutschland. Das sind die Fakten vor dem EM-Viertelfinale heute (21 Uhr, ARD) zwischen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und Italien. Das Spiel ist geprägt von der Sieglos-Historie zahlreicher DFB-Generationen. „Man spürt eine gewisse Anspannung“, sagte Bundestrainer Joachim Löw gestern.

Aber kein Grund zur Sorge: „Die Mannschaft hat konzentriert trainiert und zwischendurch die nötige Lockerheit gezeigt.“ Mesut Özil fügte hinzu: „Wir müssen jetzt einfach gegen die bestehen!“ Basta così! Es reicht mit der miesen Serie gegen Italien. Deutschland zieht heute in das Halbfinale ein, weil …

… der Sieg im Test eine Rolle spielt! Im März schoss Deutschland Italien mit 4:1 aus der Allianz-Arena. „Der Sieg muss aus dem Gedächtnis gestrichen werden“, sagt DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Weil ein Test eben nur ein Test ist. Aber: Vor der WM 2006, bei der Italien Deutschland im Halbfinale ausschaltete (2:0 n. V.), hatten die Italiener vorher in einem Spiel gegen Deutschland  gesiegt – mit 4:1. Da ist der Spieß also schon mal umgedreht.

… Löw ein Halbfinal-Abo hat! Seit 2006 hat Deutschland bei jedem Turnier das Halbfinale erreicht, dem Aus damals gegen Italien folgten 2008 das EM-Finale, 2010 das WM-Halbfinale, 2012 das EM- Halbfinale (1:2, wieder gegen Italien) und 2014 der WM-Titel. Bedeutet: Seit Löw Chef ist, wurde noch kein Viertelfinale verloren.

… Manuel Neuer einen Rekord knackt! Der Keeper hält den Kasten seit 450 Minuten sauber – und ist damit Jens Lehmann auf den Fersen. Der hatte bis 2008 in 681 Minuten keinen Treffer kassiert. Deutschland muss also heute ohne Gegentor weiterkommen, damit Neuer den Rekord seines Vorgängers brechen kann.

… viele deutsche Spieler wissen, wie man Antonio Conte rauswirft! 2013 hatten Neuer, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos, Mario Gomez und Jérôme Boateng dem heutigen Italien-Coach Antonio Conte mit dem FC Bayern gezeigt, wie es läuft. Sie schalteten den Trainer und seinen damaligen Klub Juventus Turin im Viertelfinale der Champions League aus.

… die Italiener zu viel reden! „Bescheidenheit und Demut ist das Gebot der Stunde“, sagt Löw. In Italien wird dagegen getönt. Fußball-Boss Carlo Tavecchio: „Ich bin überzeugt, dass die Deutschen diejenigen sind, die jetzt zittern.“ Dem Gegner Angst andichten – das ist nicht der Stil von Löw und Co. Bescheidenheit wird heute siegen.

… Löw einen Lauf hat! Während des EM-Halbfinales 2012 hatte sich Löw gegen Italien verzockt. Zuletzt lag er immer richtig: Joshua Kimmich für Benedikt Höwedes (heute vielleicht umgekehrt?), Joker Schweinsteiger (machte das letztlich entscheidende 2:0 gegen die Ukraine im ersten Gruppenspiel), Julian Draxler (ein Tor, eine Vorlage) für Mario Götze im Achtelfinale. Löw wird auch heute keinen Fehler machen.

… der Schreck von 2012 fehlt! Conte hat Mario Balotelli, der einst in Warschau zwei Tore gegen Deutschland erzielt hatte, nicht mitgenommen. Außerdem fehlen den Italienern Thiago Motta (gesperrt) und Antonio Candreva (Adduktorenverletzung). Löw kann dagegen auf alle 23 Spieler zählen.

… Khedira hilft! Sami Khedira, der für Juventus Turin spielt, kennt die Italiener gut, vor allem die Defensive um Keeper Gianluigi Buffon, Andrea Barzagli, Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini – sie sind seine Kollegen bei Juve. Khedira „hat sicher noch Informationen, die ich nicht habe“, sagt Löw – bis heute dürfte ihm der Mittelfeldmann diese normalerweise gesteckt haben.

… Deutschland erholter ist! Die Mannschaft von Löw ist die jüngste im Turnier (Durchschnittsalter: 25,9 Jahre), die Italiens die älteste (29). „Wir müssen topfit und frisch sein“, sagt Löw, um den alten Hasen davonrennen zu können. Gut für das DFB-Team: Es lief im Achtelfinale gegen die Slowakei (3:0) mit 112 Kilometern vier weniger als die Italiener gegen Spanien (2:0). 

… Deutschlands ehemalige Youngsters jetzt eine Weltstar-Achse sind! Boateng, Neuer, Mats Hummels, Höwedes, Khedira und Mesut Özil – sie waren zwar bei der EM-Pleite 2012 dabei, aber jetzt sind sie gereift. Und haben schon einmal Italien ausgeschaltet: Bei der U21 EM 2009: mit 1:0 im Halbfinale.

… Gomez Schlagzeilen macht! Als Gomez in Italien spielte, in Florenz, hagelte es Kritik. „Erdrückt sich vor der Verantwortung, der er nicht standhält“, wurde geschrieben. Will es Gomez den Italienern heute heimzahlen? „Da hege ich keinen Groll“, sagt er. Trotzdem: „Gomez schießt Italien heim!“, würde der 30-Jährige sicher gerne lesen.

DFB-Team: Vorbereitung fürs Viertelfinale gegen Italien

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