Mit 1860 München hat Hasan Ismaik große Ziele. © dpa/Andreas Gebert

1860-Investor Ismaik will in die Champions League

Im Sommer investierte der Jordanier Hasan Ismaik erstmals kräftig auf dem Transfermarkt. Mit neuen Stars soll der Aufstieg erreicht werden - vielleicht auch mehr.

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Mehr als 6 Millionen Euro investierte der einstige Bundesligist TSV 1860 München auf dem Transfermarkt und avancierte mit neuen Stars wie Heimkehrer Stefan Aigner zu einem Anwärter auf den Aufstieg. Nach sieben Spieltagen stehen die "Löwen" mit mageren acht Punkten allerdings auf einem ernüchternden 11. Platz. Den großen Visionen von Investor Hasan Ismaik tut das aber keinen Abbruch.

"Unser aller Traum ist es in die Bundesliga aufzusteigen und eines Tages auch in der Champions League zu spielen", ließ der jordanische Milliardär im Gespräch mit dem "kicker" verlauten und betonte: "Wir sind auf dem richtigen Weg, aus 1860 einen der besten Vereine Europas zu machen."

"Runjaic ist ein kompetenter Trainer"

Der Fehlstart bringt Ismaik nicht aus der Ruhe. Zu den Verantwortlichen Thomas Eichin und Trainer Kosta Runjaic habe der 39-Jährige "vollstes Vertrauen" und erklärte: "Thomas Eichin ist der richtige Mann, um die Probleme im Verein zu lösen. Kosta Runjaic ist ein kompetenter Trainer. Ich hoffe, dass er künftig einer der größten Trainer wird."

Das große Ziel Bundesliga will Ismaik auch mit einem neuen Geschäftsführer erreichen, der das Trainer-Manager-Duo anführen soll. "Er wird von einem der größten Fußballklubs der Welt kommen. Dass wir einen so großen Namen überzeugen konnten, von einem Weltverein zu 1860 zu kommen, macht uns stolz, das war nicht einfach. Aber als er von der Tradition des Klubs erfahren hat, war er sehr begeistert", sagte der Jordanier. Frühestens 2017 soll der neue Geschäftsführer sein Amt antreten. Wer der neue starke Mann ist, wollte der 39-Jährige indes nicht verraten.

"Jetzt kauft 1860 Stars"

Wohl aber, welche Mittel die Führungsriege erhalten könnte. Schon in diesem Sommer war 1860 ungewohnt offensiv auf dem Transfermarkt, künftig dürfte noch deutlich mehr Geld fließen. "Mehr in Spieler zu investieren, war schon immer meine Idee, aber wir hatten nicht die richtigen Personen im Verein, die das umsetzen konnten. Das hat sich jetzt geändert", urteilte Ismaik.

Bestenfalls, so der 39-Jährige, würde er 100, "vielleicht auch 200 Millionen Euro" zur Verfügung stellen. "Dann würde ich zu Thomas Eichin und Kosta Runjaic sagen: Jetzt kauft 1860 Stars." Allerdings steht die 50+1-Regelung dem Investor im Weg - noch. "Ich glaube, dass der Fußball ohne 50+1 gesünder wäre. Diese Regel ist nicht gut für die Klubs und den Fußball", befand der Jordanier.

Auch ohne Ausgaben im neunstelligen Bereich will Ismaik kurz- oder mittelfristig aufsteigen. "Vielleicht klappt der erste Schritt in einem Jahr, vielleicht in zwei oder drei Jahren", so der Geschäftsmann. Danach soll der große Traum Champions League in Angriff genommen werden - vielleicht dann mit neuen Stars.

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