20. Juli 2018 / 15:31 Uhr

96 Jahre Bruno-Plache-Stadion

96 Jahre Bruno-Plache-Stadion

Udo Zagrodnik
Das Bruno-Plache-Stadion blickt auf eine spannende Vergangenheit zurück. USER-BEITRAG
Das Bruno-Plache-Stadion blickt auf eine spannende Vergangenheit zurück. © Udo Zagrodnik
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Einst drängten bis zu 60.000 Zuschauer zu den Meisterschaftsspielen in das Stadion. Mittlerweile wird hier Regionalliga-Fussball gespielt. Das Bruno-Plache-Stadion von Lok Leipzig hat eine bunte Geschichte.

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Der Verein für Bewegungsspiele Leipzig (VfB, mit den Sportsbrüdern vereint) hat im Jahre 1893 seinen Ursprung. Das „Wohnzimmer“ des Vereins, kann auf eine über 90-jährige Geschichte zurückweisen. Am 05./06.August 1922 wurde es als VfB-Stadion im Südosten unserer Messestadt und nahe dem Völkerschlachtdenkmal geweiht. Jahrzehnte später erhielt es den Namen Bruno-Plache-Stadion. Als Vater des Stadions wird immer wieder Erich Chemnitz genannt. Er erwarb sich große Verdienste am Stadionbau.

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Die uns heutig bekannte Tribüne war ursprünglich kleiner (kürzer). Im Jahre 1932 wurde sie erweitert, anlässlich des Fußball-Länderspiels Deutschland gegen die Schweiz. Unsere Vorfahren feierten Deutsche Meisterschaften und Pokalsiege. In der Anfangszeit drängten 50-60.000 Zuschauer ins Stadion, doch dann wurde es für immer weniger Zuschauer zugelassen. Ein sehr finsteres Kapitel war vieler Orte die Nazizeit. Nach dem 2.Weltkrieg lernte der Fußball wieder das Laufen. Und es gab mehrere Namenswechsel. Seit 1966 spielt man unter dem Namen 1.FC Lokomotive und wurde von der Deutschen Reichsbahn gesponsert.

Der Verein wurde das Fußball-Leistungszentrum im Bezirk Leipzig und war in den DDR-Jahren an die Kinder- und Jugendsportschule angeschlossen. Viele schaften es zum Nationalspieler. Wir sahen große Spiele der Fußball-Oberliga, im FDGB-Pokal (Endspiele vom Verband ab 1975 nach Berlin verlegt) und Europacupspiele. Als 1956 das mit Volkeshand aufgebaute Zentralstadion der 100.000 geweiht wurde, rückte dies bei den Zuschauermagneten in den Mittelpunkt mit Fußball (national, international), Leichtathletik, Friedensfahrt, Turn- und Sportfesten und mehr. Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei uns in Deutschland folgte der kleinere Neubau des Zentralstadions (45.000 Plätze) im Wall des Urspünglichen.

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Zurück zum Probstheidaer Stadion, der blau-gelben Heimstätte, auch liebevoll „Bruno“ genannt. Nach der politischen Wende kamen wieder einige VfB-Jahre. In dieser Zeit wurde das Flutlicht gebaut. In den vergangenen Jahren ist es den Machern um den heutigen Vereinspräsidenten Thomas Löwe und den Insolvenzanwalt Friedbert Striewe gelungen den Verein zu sanieren und das Stadion teilweise zu sanieren. Ein Dankeschön gilt allen Helfern und Sponsoren. Was fehlt sind wohlhabende Gönner, die den Verein beim geplanten Stadionneubau unterstützen, so das ein neuzeitliches Stadion Wirklichkeit wird. Ein Wunsch ist es die historische Tribüne zu erhalten. Hiervon gibt es nur noch wenige in Europa.

Das von mir Genannte kann man in Büchern viel ausführlicher nachlesen:
Tore, Schlachten, Emotionen / Das Bruno-Plache-Stadion in Leipzig-Probstheida / Christian Wolter / OM-Verlag
Bildband: 50 Jahre 1. FC Lokomotive Leipzig – Die Chronik in Bildern / Thomas Franke, Marko Hofmann, Matthias Löffler / MTT Verlag GbR
Ein Jahrhundert Leipziger Fußball / Jens Fuge / Connewitzer Verlagsbuchhandlung /
Band I: 1893-1945 / Band II: 1945-1991
Die beiden Bände von Jens Fuge beinhalten jeweils im Schlussteil alphabetisch Leipziger Spielernamen und die dazugehörigen Vereine.
Hier nun einzelne Namen genannt: Camillo Uci, Henning Frenzel, Wolfram Löwe, Manfred Geißler, Rainer Lisiewicz, Rene´ Müller, Olaf Marschall, Hans-Ulrich Thomale, Dieter Kühn, Jürgen Rische, Bernd Hobsch, Jürgen Sundermann, Heiko Scholz, Rene´ Heusel, Markus Krug und viele weitere.

Legenden des 1. FC Lokomotive Leipzig | MDR.DE, zum Thema eine kleine MDR-Bildergalerie.
Test gegen Queens Park Rangers: Englisches Flair beim 1. FC Lok ..., das ist ein Rückblick auf den Juli des Vorjahres und der Saisoneröffnung 2017/2018 mit Stadionführung, Autogrammstunde, Testspiel gegen QPR und vielem mehr. Aktuell, am kommenden Sonntag (22.07.) wird im Bruno die offizielle Saisoneröffnung 2018/2019 sein, Beginn ab 10 Uhr. Ein Höhepunkt ist ab 14 Uhr das Lok-Testspiel gegen den Halleschen FC.
Siehe auch Loksche Homepage. Und beim 1. FC Lok Leipzig läuft der Verkauf von Saisonfahrkarten und Tageskarten auf Hochtouren.

In diesem Zusammenhang möchte der Autor aus Regis-Breitingen eine kleine Besonderheit erwähnen. Am 06.August 1958 gab es im nahen und geschichtsträchtigen Altenburg einen lauten Schrei. Ein neuer Erdenbürger hatte das Licht der Welt erblickt und wurde danach (ein Leben lang) Einwohner der genannten Pleißestadt. P.S. Und da war doch was mit dem VfB-Stadion. Als nach der politischen Wende (Anfang der Neunziger) die Braunkohlenwerke geschlossen wurde begann für ihn die Zeit mit den Medien (aktuell Sportbuzzer, LVZ für Borna/Geithain), doch es ist bis heute nur ein Hobby mit Volksnähe. Und diese Volksnähe merkt man auf den Straßen und in den Sportstätten. Hierzu einzelne Beispiele eingefügt, beginnend mit den Eisenbahnern:

Starke Saison gekrönt, Lok in Regionalliga eingefahren - Sportbuzzer.de, im Mai 2016 auswärts in Bernburg den Aufstieg perfekt gemacht.
Pleißestädter vom SV Regis-Breitingen zittern sich zum ... - Sportbuzzer,
Pleißestädter vom SV Regis-Breitingen alter und neuer Kreisliga A ...,
und Kreisoberliga: Regis-Breitingen beendet die Saison auf einem starken ...,
Jedem Trikot sein Wappen, ist jüngeren Datums.
Mein Fazit: Die Zukunft wird zeigen wie die Weichen und Signale gestellt sind und wohin die Reise führt. Es wird weiterhin Siege und Niederlagen geben, Sieger und Besiegte. Abschließend eines von vielen Bruno-Videos.

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