11. Dezember 2017 / 07:41 Uhr

2:0 - FC Eilenburg schlägt wieder zu

2:0 - FC Eilenburg schlägt wieder zu

Susann Stephan
Fast immer einen Schritt schneller: Der Eilenburger Maximilian Röhrborn (rechts) setzt sich gegen Nils Oliver Göres vom FSV Barleben durch.
Fast immer einen Schritt schneller: Der Eilenburger Maximilian Röhrborn (rechts) setzt sich gegen Nils Oliver Göres vom FSV Barleben durch. © Alexander Prautzsch
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Knaubel-Elf verabschiedet sich mit Erfolg gegen Barleben in die Oberliga-Pause

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Eilenburg. Es war ein Spiel, das nur Sieger hatte: Beim 2:0 (1:0)-Erfolg des FC Eilenburg am Freitagabend gegen den FSV Barleben herrschte danach gemeinschaftliche Freude. Die FCE-Kicker jubelten über das elfte Spiel ohne Niederlage in Folge, gehen mit 29 Punkten als Oberliga-Vierter in die Winterpause. Auch bei Barleben hielt sich der Frust in Grenzen und ein Spieler vom Gäste-Team wirkte glückselig: Torsten Kühnast genoss das Wiedersehen mit vielen alten Freunden, allen voran mit Eilenburgs Coach Nico Knaubel.

Beide standen beim ersten Oberliga-Aufstieg 2004 noch gemeinsam für den FCE auf dem Platz. Jetzt ist Knaubel (38) Trainer, Kühnast (fast 37) spielt immer noch in der Oberliga, ist aber vom knallharten Linksverteidiger in den Sturm gewechselt und muss selbst über seine Rückkehr nach Eilenburg schmunzeln: „Eigentlich spiele ich Zweite. Wir haben aber so viele Verletzte, da musste ich ran. Schön, mal wieder hier zu sein.“ Der Mann mit der Nummer 2 – die trägt er immer noch – spielte vier Jahre lang in Eilenburg, ehe er 2006 vom Halleschen FC abgeworben worden war und dafür seinen Job bei den Eilenburger Stadtwerken aufgab. Nach einem kurzen, aber nicht so erfolgreichen Intermezzo als Profi fand er sein Glück in Barleben. Frau, Kind und Haus lassen zwar die Zeit für den Fußball schwinden, aber am Ball kann er es immer noch und auch körperlich ist mit „Küh“ nicht gut Kirschen essen.

Sein Gegenspieler Christof Bartlog bekam das im Nahkontakt nicht nur einmal zu spüren. 66 Minuten durfte Kühnast kicken, danach war Zeit für die Dusche und eine „Verlängerung.“ Denn Kühnast blieb in der alten Heimat. Wenn man schon mal wieder da ist … Zu erzählen gab es reichlich und Lob kam als erstes vom Eilenburger Trainer. „Die ersten 20 Minuten hat Barleben das richtig gut gemacht“, sagte Knaubel. Die Gäste wirkten bei widrigen Bedingungen auf dem Kunstrasenplatz im Sparkassen-Nachwuchszentrum griffiger und zielstrebiger. Zwei gute Chancen versandeten aber. Kühnast: „Uns fehlte auch etwas das Glück.“

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Das hatte Eilenburg. Aus leicht abseitsverdächtiger Position erzielte Philipp Sauer, dem momentan fast alles gelingt, die Führung. Der Dribbelkünstler tankte sich auf der linken Seite durch und vollendete nach einem Pass in die Tiefe von Paul Stöbe cool ins lange Eck (23.). Der Treffer war der Dosenöffner. Plötzlich war Eilenburg drin und Barleben irgendwie raus. Den Gästen gelangen kaum noch durchdachte Angriffe, Eilenburg hätte vor der Pause erhöhen müssen. Stöbe scheiterte allerdings aus bester Position. So blieb es spannend.

Bis zu 56. Minute. Nach einer Freistoßeingabe des eingewechselten Hendrik Jochmann verlängerte Toni Majetschak per Kopf zum 2:0. „Endlich hat es geklappt“, sagte der Innenverteidiger, der letzte Saison zum Kopfball-Ungeheuer mutierte, in dieser Spielzeit aber noch nicht per Kopf getroffen hatte. Eilenburg blieb dominant, aber im Abschluss zu überhastet und ungenau. Spielentscheidend war das nicht. Die Partie war durch und Eilenburg damit im Freudenrausch. Leider fast allein. Nur knapp 100 Zuschauer waren da, der komplette Fan-Club fehlte wegen einer Weihnachtsfeier und wurde stimmungstechnisch schmerzlich vermisst.

In Sachen Fans ist auf jeden Fall Luft nach oben. Verdient hätten es die Kicker, die eine großartige Halbserie hingelegt haben. Zu seinen ersten und vorerst letzten Oberliga-Minuten kam Felix Zehrfeld. Der gebürtige Naundorfer, der seit der D-Jugend beim FCE kickt, wechselt in der Winterpause zum FA Wurzen und wurde in der Pause verabschiedet.

FCE: Thomas; Sauer (46. Jochmann), Majetschak, Hofmann, Vogel, Bartlog (70. Kummer), Klemm, Stöbe, Heidel, Röhrborn, Stelmak (80. Zehrfeld).

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