02. Dezember 2018 / 17:44 Uhr

2:3 gegen Jeddeloh: Lupo/Martini Wolfsburg gehen die Antworten aus

2:3 gegen Jeddeloh: Lupo/Martini Wolfsburg gehen die Antworten aus

Malte Schönfeld
Wieder vergeblich gestreckt: Lupo (in Blau) unterlag Jeddeloh mit 2:3.
Knapp verloren: Lupo/Martini Wolfsburg (blaue Trikots) unterlag mit 2:3 gegen den SSV Jeddeloh. © Boris Baschin
Anzeige

Fünf Minuten nach dem Start und zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff zeigt sich wieder die Wolfsburger Schlafmützigkeit.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Fünf Minuten nach dem Anpfiff, zwei Minuten nach der Pause: Lupo/Martini Wolfsburg kriegt seine Schlafmützigkeit in der Fußball-Regionalliga einfach nicht in den Griff. Die Tiefschlafphasen, die immer wieder zu Gegentoren führten, waren auch im Duell mit dem SSV Jeddeloh das dominierende Thema. Lupo verlor mit 2:3 (2:2) - und so langsam, aber sicher gehen Trainer Klaus Fricke die Antworten aus.

Lupo/Martini Wolfsburg (in Blau) gegen SSV Jeddeloh.

Lupo/Martini Wolfsburg (in Blau) gegen SSV Jeddeloh. Zur Galerie
Lupo/Martini Wolfsburg (in Blau) gegen SSV Jeddeloh. © Boris Baschin
Anzeige

In der vorigen Woche polterte Fricke mit einer Wutrede los, nachdem seine Spieler beim 1:3 in Oldenburg innerhalb der ersten Minuten zwei Gegentreffer bekommen hatten. Auch deshalb kündigte Lupos Trainer einige Umstellungen an, die sich direkt zu Spielbeginn offenlegten: Die Wolfsburger organisierten sich in einer Fünferkette, um wirklich nichts unversucht zu lassen. Gebracht hatte es aber nichts: Nach fünf Minuten bedankte sich Jeddelohs Julian Bennert für Lupos Passivität mit dem Führungstreffer.

Mehr zu Lupo/Martini Wolfsburg

Die Hausherren schüttelten sich, orientierten sich nach vorne und kamen durch Andrea Rizzo zum schnellen Ausgleich. Also alles wieder auf Null, bloß nicht die Nerven verlieren. Der SSV ging ruppig in die Zweikämpfe, Bennert mähte einmal Dennis Jungk gehörig um, und versuchte, Lupo bei dieser Witterung mit seiner Physis zu beeindrucken. Die Platzverhältnisse wurden dann Wolfsburgs Keeper Marius Sauss zum Verhängnis, der einen aufgetitschten Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte. Doch wieder kamen die Italiener zurück, diesmal dauerte es nur eine Minute, bis Leon Henze nach vorne stürmte, Jeddelohs Michel Hahn ins Leere laufen ließ und in die lange Ecke abschloss - 2:2!

Ab dem 2:2 entwickelte sich eine temporeiche Regenschlacht, bei der man Lupo zugute halten musste, dass es bis auf die beiden Gegentreffer nur einen Freistoß und einen weiteren Fernschuss zuließ. Dennoch: Die Gegentreffer wogen schwer. Vor allem, weil es nach der Pause wieder nur zwei Minuten dauerte, bis Sauss hinter sich greifen musste. Jeddeloh spielte schnell seine Stationen durch, der Ball landete bei Bennert, der nur noch einzuschieben brauchte. Wieder die Führung für den SSV - und auf Seiten Lupos stellte sich vor allem die Frage, wie häufig man einen Rückstand noch ausgleichen könnte.

Wolfsburg setzte alles auf eine Karte, und die hieß Offensive! Ein Schuss von Marcel Kohn landete an der Latte, ein anderer von Jan Neuwirt wurde spät geblockt. Jungk bekam in aussichtsreicher Position kurz vor Schluss den Ball nicht reingestochert, Jan Ademeit köpfte in der letzten Minute etwas zu hoch. Es blieb bei Lupos 13. Saisonniederlage.

Nach der Partie saß Fricke 15 Minuten einsam auf der Trainerbank, während die letzten Regentropfen an ihm vorbeipeitschten. Auch Lupos Trainer stellte sich die offenliegenden Fragen. Warum schon wieder diese beiden Gegentore so kurz nach Beginn und Pause? "Es ist nicht zu erklären. Wenn ich es könnte, würde ich es abstellen. Wir haben mit den Änderungen und Umstellungen versucht, neue Wege zu gehen. Trotzdem haben sie zum gleichen Ergebnis geführt. Es ist nicht das erste Mal, dass wir die Gegentore so bekommen. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass es wie ein Puzzle ist. Es ist eine Frage der Einzelteile und Kleinigkeiten." Wie so häufig ist nun die Detailarbeit gefragt. Fricke: "Der Abstand zum rettenden Ufer wird immer größer, so geht es für uns nach unten. Wir haben alles versucht, auch in Anbetracht der Verletzungen - mehr ging einfach nicht. Man schießt zwei Tore und es reicht dennoch nicht zum Sieg - das ist bitter."

Lupo/Martini Wolfsburg: Sauss - N. Bremer, Jungk, Schlimpert, Kohn (79. Tuccio), Capli (68. Zverotic) - Ademeit, Neuwirt - Henze - Böhm (68. Hallmann), Rizzo.

SSV Jeddeloh: Bohe - von Aschwege, Stütz, Hahn, Tönnies - Ziga, Lindemann, Oltmer (83. Bretgeld) - Samide (90.+1 Wegener), Fredehorst, Bennert (71. Ghawilu).

Tore: 0:1 (5.) Bennert, 1:1 (13.) Rizzo, 1:2 (28.) Oltmer, 2:2 (29.) Henze, 2:3 (47.) Bennert.

Schiedsrichter: Kohn (Nordfriesland).

Zuschauer: 175.

Gelbe Karten: Kohn, Jungk - Bennert, Ghawilu, Hahn, Lindemann.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt