Eintracht-Kapitän Mirko Boland entwischt FSV-Kapitän Marius Homann. Eintracht-Kapitän Mirko Boland entwischt FSV-Kapitän Marius Homann. © Sebastian Preuss
Eintracht-Kapitän Mirko Boland entwischt FSV-Kapitän Marius Homann.

21:1! Eintracht Braunschweig schießt sich im Testspiel gegen FSV Adenbüttel/Rethen warm

Das war mal eine deutliche Angelegenheit: Zweitligist Eintracht Braunschweig gewinnt im Testspiel erwartungsgemäß gegen den Bezirksligisten FSV Adenbüttel/Rethen. Womit wohl nur wenige gerechnet haben: Nach 90 Minuten steht es 21:1 für die Löwen!

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Auch die FSV Adenbüttel/Rethen hat’s geschafft: Wie der MTV Gifhorn am Mittwoch durfte am Freitagabend auch der Fußball-Bezirksligist einen Treffer im Testspiel gegen Eintracht Braunschweig bejubeln, Marc Zimmermann traf. Der Zweitligist hat die Partie vor der Kulisse von über 1000 Zuschauern ansonsten aber komplett im Griff und siegte mit 21:1 (10:1).

Ansonsten mussten sie aber reichlich Gäste-Treffer ansagen, die Braunschweiger schlugen nach dem 7:1 am Mittwoch beim MTV diesmal richtig zu und drängten selbst in der Schlussphase noch auf weitere Tore. FSV-Keeper Lars Burgdorf konnte sich zwar einige Male auszeichnen, musste aber dennoch oft hinter sich greifen. Am erfolgreichsten waren Suleiman Abdullahi, Hendrick Zuck und Phillip Tietz (je vier Tore). Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht war zufrieden, zumal er auch Spielern wie Steve Breitkreutz oder Mirko Boland reichlich Einsatzzeit geben konnte. „Schönes Spiel, schöne Atmosphäre“, lautete das Fazit von Lieberknecht.

Große Freude nach Ehrentreffer

Adenbüttels großer Moment kam in der 43. Minute: Im ersten Versuch scheiterte Zimmermann noch an Eintracht-Keeper Eric Verstappen, doch der Nachschuss war drin – die Stadionsprecher Julian Voges und Klaus Schaper überschlugen sich am Mikrofon fast vor Euphorie.

Für Adenbüttel kam da einiges an Gegentoren zusammen, die gute Laune vermieste das aber niemandem. FSV-Trainer Marvin Homann analysierte: „Ich war ein bisschen schockiert, dass wir nach der ersten Halbzeit schon zehn Dinger drin hatten. Die Eintracht-Spieler gehen aber mit Tempo zwischen die Räume, das kannst du einfach nicht verteidigen.“ Dennoch sagte Homann: „Wir haben die Lehrstunde genossen, das Event stand im Vordergrund – und das war überragend.“

Bilder zum Testspiel zwischen dem FSV Adenbüttel/Rethen und Zweitligist Eintracht Braunschweig

Dazu trug auch die gute Kulisse bei. Der FSV-Vorsitzende Detlev Katenhusen hatte sich schon etwas Sorgen gemacht, da am Mittwoch nur 350 Zuschauer beim MTV waren, doch in Rethen wurden – passend zum Eintracht-Meisterjahr – 1067 Besucher angesagt. „Das ist ein Bombenerfolg“, freute sich Katenhusen. „Es hat Spaß gemacht, es hat sich auch niemand verletzt – der ganze Aufwand hat sich gelohnt.“

Trotz der mehr als deutlichen 1:21-(1:10)-Niederlage gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig konnten die Fußballer der FSV Adenbüttel/Rethen noch lächeln. Das lag auch am goldenen Tor durch Marc Zimmermann.

Der Außenstürmer kam kurz vor der Halbzeit überraschend an den Ball, zockte mit voller Kraft drauf und wurde im zweiten Anlauf per Nachschuss belohnt. Zimmermann jubelte: „Ich habe dann einfach blind draufgehauen, mit links ins lange Eck. Es war eine geile Erfahrung, gegen einen Zweitligisten zu treffen.“ Mit dem Kopf traf außerdem Adenbüttels David Ellmerich – leider ins eigene Tor. FSV-Keeper Manuel Freitag nannte es augenzwinkernd eine „schöne Co-Produktion“, da der Ball entgegen der Laufrichtung zur unhaltbaren Bogenlampe wurde.

Ellmerich, der ein riesiger Eintracht-Fan ist, konnte den Abend dennoch genießen, „auch weil der ganze Verein sich da so hintergehängt hat. Das war schon etwas ganz Besonderes.“ Ähnlich fühlte Rafael Jagodzinski, der wie Dennis Bockmann und Sascha Jäschke sein Abschiedsspiel absolvierte: „Mit dem Tor für uns haben wir das Minimalziel erreicht, das Spiel war insgesamt die Krönung für mich. Das war ein super Abschluss."

Von Malte Schönfeld und Sebastian Schröder

Die Statistik zum Testspiel

FSV: Freitag (46. Jäschke/67. Burgdorf) – Heuer (46. Schmidt), M. Homann (46. Jagodzinski), Ellmerich (67. Lütge), J.-N. Homann (46. Heuser) – Christ (67. Müller), Bruns (67. M. Homann) – M. Zimmermann (46. Filla), Gottschlich (67. Gatzlaff), Gatzlaff (46. Bockmann) – Müller (46. Helms).

Eintracht: Verstappen – Baffo (46. Kijewski), Nkansah (46. Dacaj), Breitkreuz – Hernandez (61. Sauer), Moll (61. Rettig), Samson (61. Schönfeld), Boland – Yildirim (61. Canbaz), Zuck (61. Khelifi) – Abdullahi (61. Tietz).

Schiedsrichter: Dimpker (Braunschweig). – Zuschauer: 1067.

Tore: 0:1 (5.) Abdullahi, 0:2 (12.) Zuck, 0:3 (16.) Yildirim, 0:4 (18.) Zuck, 0:5 (19.) Ellmerich (Eigentor), 0:6 (28.) Abdullahi, 0:7 (32.) Zuck, 0:8 (37.) Abdullahi, 0:9 (39.) Moll, 0:10 (42.) Zuck, 1:10 (43.) M. Zimmermann, 1:11 (56.) Boland, 1:12 (57.) Abdullahi, 1:13 (59.) Yildirim, 1:14 (63.) Tietz, 1:15 (75.) Khelifi, 1:16 (79.) Khelifi, 1:17 (83.) Tietz, 1:18 (86.) Schönfeld, 1:19 (86.) Dacaj, 1:20 (88.) Tietz, 1:21 (89.) Tietz.

Region/Peine Eintracht Braunschweig (Herren) FSV Adenbüttel Rethen (Herren)

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