Fußball ist kein reiner Männersport: Elisa Guschewski (26) und Patricia Hänel (24) zeigten im letzten Jahr ihr Können (v.l.). Fußball ist kein reiner Männersport: Elisa Guschewski (26) und Patricia Hänel (24) zeigten im letzten Jahr ihr Können (v.l.). © Christian Niemann
Fußball ist kein reiner Männersport: Elisa Guschewski (26) und Patricia Hänel (24) zeigten im letzten Jahr ihr Können (v.l.).

250 Mannschaften beim Finale der Soccer Tour in Prora

Heute wird das Bundesfinale auf dem Gelände der Jugendherberge eröffnet

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Kaum haben die Jugendfeuerwehren ihre Zelte auf dem Gelände der Jugendherberge abgebaut, steht das nächste Highlight für Herbergsleiterin Luisa Eichhorn auf dem Programm. Das Bundesfinale der Sparkassen Fairplay Soccer Tour wird an diesem Wochenende abermals auf Rügen ausgetragen.

Bereits zum sechsten Mal verwandelt sich die Jugendherberge in den größten Streetsoccer Court Deutschlands. Vom 20. bis zum 23. Juli ermittelt die Deutsche Soccer Liga im Rahmen der Sparkassen Fairplay Soccer Tour die neuen Deutschen Meister im Streetsoccer. Über 250 Mannschaften aus allen neuen Bundesländern spielen in Dreier-Teams um den Titel, in dem es vor allem um eines geht:

Fairness. Die Fairplay-Regeln belohnen besonders faires sportliches Verhalten. Bei unsportlichen Gesten gibt es einen Punktabzug. Alle Beteiligten, Spieler, Fans und Betreuer haben ihren Anteil an den Fairplaypunkten. Hinterher wird das Spiel gemeinsam ausgewertet und so gelernt, faires Verhalten anzuerkennen.

Seit März wurden mehr als 20.000 Teilnehmer aller Altersklassen bei den regionalen Vorentscheiden in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gezählt. „Das in ein neuer Rekord“, berichtet René André Bernuth von der Deutsche Soccer Liga.Bei den Vorentscheiden im Juni an verschiedenen Orten in Mecklenburg-Vorpommern traten im Schnitt 95 Teams gegeneinander an. Davon haben sich acht Mannschaften aus Stralsund, elf aus Wismar, acht aus Rostock, sechs aus Neubrandenburg und fünf Mannschaften aus Lübz zum Finale in Prora qualifiziert.

Unter dem Motto „Manege frei für Fairplay und Vielfalt“ ergänzte der Veranstalter, die Deutsche Soccer Liga, die Vorentscheide durch zahlreiche Projekttage und Workshops an Partnerschulen der Austragungsorte. „Dabei steht Fairplay für mehr als das Einhalten von Regeln auf dem Spielfeld. Es ist Ausdruck einer inneren Haltung, aus der heraus Menschen Vielfalt achten und sich die Hände auch außerhalb des Spielfeldes reichen“, beschreibt René André Bernuth den Hintergrund der Soccer Tour.

Im Spiel bedeutet Fairplay beispielsweise „Shake Hands“ vor und nach dem Spiel oder auch ein Foul selbst anzuzeigen. Auch eine Selbsteinschätzung der Teams und der Mitspieler im Gespräch am grünen Tisch nach dem Spiel prägt dieses Fairplay.

Am Ende gibt es dann nicht nur Auszeichnungen für die besten Torergebnisse, sondern auch Fairplay-Punkte. „Hier redet man nicht nur über Integration, sondern bei uns wird sie in die Tat umgesetzt“, kommentiert die Präsidentin der Deutschen Soccer-Liga, Christiane Bernuth.

Die Sparkassen Fairplay Soccer Tour ist im Laufe der Jahre zu einem der größten sportpädagogischen Projekte Deutschlands herangewachsen, das von Beginn an die außerordentlichen Potenziale des Sports nutzt, um Menschen Teilhabe zu ermöglichen und dabei ein demokratisches und vielfaltsbewusstes Miteinander zu fördern.

Neben dem Bundesfinale findet in diesem Jahr zum dritten Mal das Finale der European Soccer Championship statt, an welchem Mannschaften aus 17 europäischen Nationen teilnehmen. Die finalen Spiele beider Turniere finden in diesem Jahr erstmalig in einer extra dafür errichteten Arena statt. Gefolgt werden diese von der Siegerehrung und einem großen Fest mit Lasershow unter freiem Himmel.

Info: www.soccer-tour.de

  • Christian Niemann*
Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Nordvorpommern-Rügen

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