27. Januar 2019 / 17:30 Uhr

Hansa-Fehlstart in Braunschweig

Hansa-Fehlstart in Braunschweig

Sönke Fröbe
Maßlos enttäuscht: Die Hansa-Profis gehen mit gesenkten Köpfen vom Feld.
Maßlos enttäuscht: Die Hansa-Profis gehen mit gesenkten Köpfen vom Feld. © Foto: Lutz Bongarts
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Nach fünf Wochen Punktspielpause sind die Rostocker mit einer 0:2-Niederlage beim Tabellenletzten gestartet. Nach einer enttäuschenden Leistung haderten Spieler und Trainer auch mit dem Schiedsrichter. „Wir haben in allen Bereichen Luft nach oben“, urteilte Coach Härtel.

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Braunschweig. Fehlstart ins neue Fußballjahr für Hansa: Im ersten Spiel mit Trainer Jens Härtel verloren die Rostocker gestern mit 0:2 (0:0) beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig. Bitter für die Hanseaten: Vor 21 367 Zuschauern im Eintracht-Stadion kassierte Hansa das vorentscheidende Tor im Anschluss an eine Standardsituation, als Kapitän Oliver Hüsing nach einer Behandlungspause vom Schiedsrichter wieder vom Rasen geschickt wurde. „Das war der Knackpunkt im Spiel. Mit Oliver auf dem Feld wäre das nach der Ecke nicht so einfach gewesen“, urteilte Härtel, sprach aber dennoch von einem leistungsgerechten Ergebnis: „Unter dem Strich war der Sieg für Braunschweig nicht unverdient.“

Viel Druck der Eintracht zu Beginn

Mit einer in der Winterpause runderneuerten Mannschaft startete das Schlusslicht druckvoll. Bereits in der zweiten Minute hatte Bär die Führung auf dem Fuß, seinen Schuss konnten die Rostocker aber zur Ecke abblocken. 120 Sekunden später zielte Nehrig aus 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbei. Weil auch Beckers Kopfball die Präzision fehlte (11.), überstanden die Gäste den ersten Ansturm des Zweitliga-Absteigers schadlos. Doch der Druck blieb zunächst hoch, Hansa konnte in dieser Phase kaum für Entlastung sorgen.

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„Wir haben unfassbar viele Fehler gemacht“, haderte Härtel mit der schwachen Anfangsphase seines Teams, das sich erst nach einer knappen halben Stunde, so der Trainer, „ein bisschen freischwimmen“ konnte. Zwingende Aktionen vor dem Braunschweiger Tor blieben aber auch jetzt selten. Nach einem gescheiterten Pepic-Versuch (39.) hatte Scherff die bis dahin beste Hansa-Möglichkeit – sein Schuss aus dem Strafraum wurde aber geblockt (45.).

Hüsing fehlt bei Gegentor

Der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde für Hansa (47.), die zur Schlüsselszene des Spiels werden sollte: Nachdem Hüsing bei einem Zweikampf das Knie eines Gegenspielers ins Gesicht bekommen hatte, musste er sich minutenlang an der blutenden Nase behandeln lassen, bevor er zunächst wieder auf den Rasen zurückkehrte. Vor einer Ecke für Braunschweig schickte Referee Petersen Hüsing allerdings wieder vom Feld. „Weil ich noch Blut an der Nase und an den Händen hatte“, erklärte der Kapitän nach dem Spiel sichtbar angefressen: „Ich verstehe das absolut nicht, das macht überhaupt keinen Sinn!“

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Ioannis Gelios: Zögerlich und ungenau im Spielaufbau. Gut gehalten gegen Morys (58.). Machtlos beim Gegentor. Note: 3,5 Zur Galerie
Ioannis Gelios: Zögerlich und ungenau im Spielaufbau. Gut gehalten gegen Morys (58.). Machtlos beim Gegentor. Note: 3,5 ©
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Die Gastgeber nutzten die Abwesenheit des kopfballstarken Verteidigers und trafen nach der Ecke durch einen Kopfball von Kessel zur umjubelten Führung (51.). Sehr zum Ärger der Rostocker, bei denen Sportchef Martin Pieckenhagen schon vor dem Treffer wütend in Richtung Schiedsrichter protestiert hatte. „Das war die spielentscheidende Situation“, meinte Torwart Ioannis Gelios „Das Tor fiel von einer Position, auf der ich eingeteilt war“, wetterte auch Hüsing, der sich die Platzwunde tackern ließ und fortan mit einem Pflaster auf der Nase spielte.

Mit den Einwechslungen von Neuzugang Ahlschwede und ­Breier wollte Härtel anschließend das maue Offensivspiel beleben. Und das Duo führte sich gleich gut ein: Bei einem Breier-Kopfball nach Ahlschwede-Flanke verhinderte ein Reflex von Eintracht-Torwart Fejzic den Ausgleich (67.). Kurz vor Schluss wäre Hüsing fast noch das 1:1 gelungen, doch sein Schuss ging haarscharf am Pfosten vorbei. im direkten Gegenzug machte Feigenspan dann den Deckel drauf (88.). „Wir haben in allen Bereichen noch Luft nach oben“, befand Härtel nach seiner missglückten Premiere als Hansa-Trainer.

FC Hansa: Gelios - Wannenwetsch (65. Ahlschwede), Hüsing, Bülow (65. Breier), Riedel, Scherff - Hildebrandt, Biankadi, Pepic (82. Evseev) - Soukou, Königs.
Tore: 1:0 Kessel (51.), 2:0 Feigenspan (88.).

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