04. Dezember 2018 / 18:10 Uhr

Hansa fehlt die Effizienz eines Spitzenteams

Hansa fehlt die Effizienz eines Spitzenteams

Christian Lüsch/Gert Glaner
Gut gespielt, aber nur einen Punkt geholt: Hansa-Kapitän Oliver Hüsing bewertete das Spiel gegen Osnabrück mit gemischten Gefühlen.
Gut gespielt, aber nur einen Punkt geholt: Hansa-Kapitän Oliver Hüsing bewertete das Spiel gegen Osnabrück mit gemischten Gefühlen. © Foto: L. Bongarts
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Spielerisch war die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev dem Spitzenreiter aus Osnabrück überlegen. Sie machte aber zu wenig aus ihren Chancen. Am Ende waren die Gastgeber mit dem 1:1 nicht zufrieden.

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Oliver Hüsing wusste nicht so recht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. „Wir waren die bessere Mannschaft. Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben“, sagte der Abwehrchef des FC Hansa Rostock am Montagabend nach dem 1:1 (0:0) gegen den VfL Osnabrück.

Es war ein Wechselbad der Gefühle, das den Kapitän der Hanseaten, seine Teamkollegen und die Fans auf den Rängen am Montagabend erlebten. Im Duell mit dem Spitzenreiter der 3. Liga war die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev klar spielbestimmend.

„Mit der Leistung war ich hochzufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Uns fehlte Matchglück“, fasste der Hansa-Coach den unterhaltsamen und spannenden Fußballabend zusammen. Es war auch der Spieltag, an dem die Drittliga-Klubs und ihre Angestellten gegen den DFB protestierten, für den Erhalt der Eingleisigkeit und die Rückkehr zu drei statt vier Absteigern eine Minute lang die Füße stillhielten.

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Die Fans machten mit ihrem Stimmungsboykott für die Abschaffung der Montagsspiele Druck.

Die Gastgeber hatten vor 12 600 Zuschauern im Rostocker Ostseestadtion mehr Ballbesitz. Sie gewannen die meisten Zweikämpfe und hatten deutlich mehr Chancen als der Gegner. Doch eines fehlte: die Effizienz vor dem Tor der Osnabrücker, die weiterhin auswärts ungeschlagen bleiben und der Herbstmeisterschaft ein Stück nähergekommen sind.

„In der ersten Halbzeit müssen wir mindestens mit einem Tor führen, wenn nicht sogar mit zweien. Da haben wir Osnabrück gar keine Luft gelassen. Die hatten nicht eine Torchance“, fasste Hüsing, der mit seinem Treffer zum 1:1 einen Punkt gerettet hatte, treffend zusammen. „Das ist sehr schade“, ärgerte sich auch Merveille Biankadi, der in der ersten Spielhälfte an zwei Rostocker Großchancen beteiligt war. „Normalerweise hätten wir zur Halbzeit schon durch sein müssen. Bei den Aktionen, die ich hatte, müssen Treffer fallen“, erklärte Hansas auffälligster Mittelfeldspieler kleinlaut.

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Der eine Zähler brachte Hüsing & Co. dem erklärten Saisonziel, der Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga nicht näher: Zwei Partien vor dem Abschluss der Hinrunde liegen die Hanseaten auf Platz acht – acht Punkte hinter Liga-Spitzenreiter Osnabrück. Und auch zum zweiten Aufstiegsplatz, den momentan der Karlsruher SC belegt, fehlen Hansa schon sechs Zähler. Das Gerangel um die Spitze setzt sich aktuell bis ins Mittelfeld fort – neben Hansa halten vier weitere Vereine Anschluss zum KFC Uerdingen, der Tabellendritter ist und am Sonnabend (14 Uhr) die Hanseaten empfängt.

Wenngleich noch Wünsche offen sind: Kurz vor der Saison-Halbzeit ist bei Hansa alles im grünen Bereich: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Den Torabschluss müssen wir immer und immer wieder trainieren. Wenn wir so spielen wie gegen Osnabrück, werden wir noch viele Punkte holen“, ist Abwehrchef Hüsing optimistisch.

In ihren Aufstiegshoffnungen bestärkt wurden die Rostocker und ihre Anhänger ausgerechnet vom Trainer des Tabellenführers aus Niedersachsen: „Ich denke, dass Rostock noch kommen wird. Sie werden uns noch bedrängen“, ist Daniel Thioune überzeugt.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Heimspiel gegen Osnabrück geben?

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