Anker-Torschütze Guilherme Lima (r.), im Zweikampf mit dem Schweriner Spieler Artem Cygankov. Anker-Torschütze Guilherme Lima (r.), im Zweikampf mit dem Schweriner Spieler Artem Cygankov. © Dietmar Albrecht
Anker-Torschütze Guilherme Lima (r.), im Zweikampf mit dem Schweriner Spieler Artem Cygankov.

4:0 im Landesderby: FC Anker zündet Feuerwerk in Schwerin

Wismarer Oberligist düpiert FC Mecklenburg auf eigenem Platz

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Schwerin. Bei strömendem Nieselregen zündete Fußball-Oberligist FC Anker Wismar am Freitagabend unter Flutlicht im Sportpark Lankow in Schwerin ein wahres Feuerwerk. Die Schützlinge von Trainer Christiano Dinalo Adigo besiegten vor bemerkenswerten 650 Zuschauern den FC Mecklenburg Schwerin mit 4:0. Bereits zur Pause führten die Wismarer mit 2:0. Auf der Tribüne schauten die Zuschauer ungläubig und konnten es gar nicht fassen, wie überlegen die Gäste schon in den ersten 45 Spielminuten auftrumpfte.

Anker-Torwart Mauritz Mißner war praktisch „arbeitslos“. Das Spiel fand fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber statt. Die Spieler von FCM-Trainer Enrico Neitzel fanden kein Gegenmittel, um den Druck der Wismarer zu entschärfen. „Das war auch unsere taktische Marschroute, den Gegner frühzeitig zu attackieren und so für Druck in dessen Hälfte zu sorgen. Somit erspielten wir uns auch die Chancen, die letztlich zu Toren führten“, sagte Anker-Mannschaftskapitän und -Abwehrchef Philipp Unversucht mit einem Lächeln im Gesicht nach dem Schlusspfiff des gut amtierenden Schiedsrichters Florian Strübing (Röbel/Müritz).

Zwei Chancen nutzte Sebastian Schiewe: In der 15. Minute köpfte er den Ball nach einer Flanke von Ivanir Rodrigues unhaltbar für den Schweriner Torwart Florian Thomas Kirsch. Das 2:0 erzielte Schiewe nach einer Vorlage von Guilherme Lima, der mit einem Sprint die FCM-Abwehr förmlich stehen ließ.

In der Halbzeitpause hatte Enrico Neitzel seine Jungs ein wenig wachrütteln können. Denn die Schweriner versteckten sich danach nicht mehr, sondern machten richtig Druck. Doch vor dem Tor waren die Stürmer zu harmlos. Und mit Mauritz Mißner hatte der FC Anker einen Keeper im Gehäuse, der die wenigen Möglichkeiten der Gastgeber auch entschärfen konnte.

So rappelten sich die Wismarer wieder auf und verschärften den Druck. Nach einem tollen Zusammenspiel mit Kevin Mbengani erhöhte Lima in der 79. Minute auf 3:0 für sein Team. Vor Freude machte er danach einen Salto auf dem Rasen und erntete dafür den Beifall der Zuschauer. Den Deckel drauf machte Björn Weisenborn (86.). Nach einem Freistoß von Rodrigues landete der Ball bei Schiewe, der leitete ihn weiter zu Rath und der bediente Weisenborn, der eiskalt zum 4:0 vollendete.

Einen Schreck für beide Mannschaften gab es zuvor in der 17. Minute. Niels Laumann (FCM) und Ivanir Rodrigues prallten bei einem Kopfballduell so unglücklich zusammen, dass sie benommen liegen blieben. Doch beide konnten die Partie fortsetzen, Laumann bis zur 74. Minute mit einem Turban, Rodrigues sogar bis zum umjubelten Schlusspfiff. „Der Sieg hat den Schmerz vergessen gemacht“, lachte Rodrigues, als er mit seinen Mitspielern eine Ehrenrunde auf dem Platz drehte.

„Einen ganz großen Glückwunsch an mein Team, dass auf dieser tollen Anlage ein starkes Spiel geboten hat. Obwohl wir wussten, dass es in Schwerin immer schwer ist zu gewinnen, sind wir mit der festen Siegesabsicht angereist und haben das dann auch erreicht. Jetzt werden wir uns konzentriert auf die nächste Heimpartie gegen Altlüdersdorf vorbereiten“, freute sich Trainer Christiano Dinalo Adigo nach dem Abpfiff über den klaren Erfolg.

FC Anker Wismar: Mißner – Bode, Unversucht, Ostrowitzki – Abdulai, Vierling – Lima (82. Rath), Wahab (69. Ottenbreit), Rodrigues – Schiewe, Mbengani (78. Weisenborn).
FC Mecklenburg Schwerin: Kirsch - Kaminski, Bohmann, Pataman, Harada, Laumann (74. Maas), Studier, Cygankov, Leu (66. Michalski), Wittkowski, Schilling.
Tore: 0:1, 0:2 Schiewe (15., 26.), 0:3 Lima (79.), 0:4 Weisenborn (86.).
Gelbe Karte: Christoph Kaminski (Schwerin).
Schiedsrichter: Strübing, Schwager, Frericks.
Zuschauer: 650.

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