Die Torschützen: André Schürrle traf doppelt, auch Mario Gomez und Thomas Müller waren erfolgreich. Die Torschützen: André Schürrle traf doppelt, auch Mario Gomez und Thomas Müller waren erfolgreich. © dpa
Die Torschützen: André Schürrle traf doppelt, auch Mario Gomez und Thomas Müller waren erfolgreich.

4:1! Doppel-Schürrle schießt Deutschland zum Sieg in Aserbaidschan

Die deutsche Nationalmannschaft nimmt die Hürde in Baku souverän und bleibt trotz Gegentor locker Führender in der Quali.

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Joachim Löw belohnt sich immer wieder selbst. Er lässt zurückzahlen, Vertrauen zurückzahlen. Und so durfte sich der Bundestrainer am Sonntagabend über das 4:1 in der WM-Qualifikation in Aserbaidschan, den fünften Sieg im fünften Bewerbungsspiel für die Endrunde 2018 in Russland. Schöner als der Pflichtsieg in Baku war für Löw, dass mit André Schürrle einer Spieler der Mann des Spiels war, dem er die Treue gehalten hatte trotz dessen schwieriger Zeiten bei Borussia Dortmund.

Der 26-Jährige sorgte nach Pass von Jonas Hector für das 1:0 (19.) und schickte Thomas Müller mit einem feinen Zuspiel vor dem 2:1 auf die Reise (36.). Damit beruhigte Schürrle die Partie wieder, die nach dem Ausgleichstreffer durch Dmitri Nazarov (31.) bedrohlich hätte kippen können. So zog die deutsche Mannschaft ihren Kurs „Klare Kante“ im Rahmen dieser Qualifikation weiter durch. „Konzentriert und seriös“ wolle man spielen hatte Kapitän Sami Khedira angekündigt – bis auf wenige Momente in der Partie gab's keine Probleme gegen die von Trainer Robert Prosinecki und den rund 30.000 enthusiastischen Fans angefeuerten Gastgebern. Den dritten Treffer erzielte – kühl und nüchtern – Mittelstürmer Mario Gomez per Kopf auf Flanke von Joshua Kimmich. Kurz vor dem Pausenpfiff war der Deckel drauf in Bakus Tofiq-Bahramov-Stadion.

Schürrle erstmals seit Herbst 2015 wieder in der Startelf

Schürrle, zuletzt in Dortmund meist nur Kurzarbeiter als Joker und in einem Formloch, stand erstmals seit Herbst 2015 wieder in der DFB-Startformation. Seine zuvor letzten Tore im Nationaltrikot erzielte er im Juni 2015 beim 7:0 gegen Gibraltar. „Beim André habe ich nicht festgestellt, dass er den Kopf hängen lässt“, sagte Löw in Baku. Mit gezielten Worten in einem Einzelgespräch und an die Medien hatte der Bundestrainer seinen zuletzt leidenden Stürmer aufgebaut. „Ich weiß schon, was manche Spieler für Möglichkeiten haben. Und ich bin dann auch bereit, wenn ich von den Fähigkeiten überzeugt bin, dass ich sie eben auch mal durch eine Situation führe, in der sie im Verein ein paar Probleme haben und nicht regelmäßig spielen.“ Das ist Löw.

Das ist der treue Jogi. Frag' nach bei Gomez oder bei Lukas Podolski, der erst am Mittwoch mit dem 1:0 seine Länderspielkarriere samt Siegtor beendet hatte. Schürrles Situation beim BVB nannte Löw „nicht ganz zufriedenstellend“. Also schenkte er ihm Vertrauen, weil er in der Trainingswoche festgestellt habe, dass Schürrle „Dynamik und Torgefährlichkeit“ hat. „Er hat mir auch einen körperlich sehr austrainierten, fitten Eindruck gemacht.“ Obwohl Löw Leroy Sané und Julian Brandt im Kader hatte, stellte er Schürrle auf. Der angeschlagene Mesut Özil kam erst in der zweiten Halbzeit.

Gastgeber feiern trotzdem

Die Fans der Gastgeber, die immer wieder Handys wie Wunderkerzen schwenkten, feierten trotz des 1:4 sich und das Event, dass der Weltmeister am Kaspischen Meer zu Gast war. Von Löw „einer heißblütigen Atmosphäre“ sprach Löw. „Wenn man hier ankommt, sieht man ein unglaubliches Wachstum und eine Entwicklung in der Stadt“, sagte Löw über die 2,2 Millionen-Einwohner-Stadt Baku, „auch der Sport hat einen Boom erlebt.“ In der Tat wächst auch Aserbaidschans Wirtschaft schnell, vor allem dank der Ölindustrie.
In der 81. Minute traf Schürrle noch wuchtig zum 4:1. „Wir wollen bis Sommer, bis die Saison mit dem Spiel im Juni gegen San Marino abgeschlossen ist, die Qualifikation ohne Punktverlust durchziehen“, forderte Löw. Schaut ganz gut aus.

Auswärts ging eine DFB-Elf übrigens in der WM-Qualifikation noch nie als Verlierer vom Platz (33 Siege und 10 Remis). Doch mit dem Gegentreffer, dem ersten seit 679 Minuten ist die Chance dahin, eine komplette Qualifikation ohne Punktverlust und ohne Gegentor zu schaffen. Gibt Schlimmeres.

Fussball WM-Qualifikation (Herren) Deutschland (Herren) Aserbaidschan (Herren) Aserbaidschan-Deutschland (26/03/2017 18:00)

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