DSC_5343 Szene aus der Partie. © Ingo Moellers
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4:3! Hude dreht Kreisliga-Spitzenspiel

Beim TSV Ippener entscheiden Torben Liebsch und Nils Sudau das Topspiel zu Gunsten des FCH

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Eine Woche nach der ernüchternden 0:4-Klatsche gegen Spitzenreiter TuS Heidkrug hat sich der FC Hude zurückgemeldet. Durch ein rasantes 4:3 (2:3) im Verfolgerduell der Fußball-Kreisliga beim Tabellendritten TSV Ippener verkürzte der Bezirksliga-Absteiger den Rückstand zur Spitze wieder auf zwei Punkte und distanzierte Ippener auf deren fünf. „Nach der schlechten Leistung gegen Heidkrug haben wir uns heute bewusst etwas zurückgenommen, um Ippener weniger Raum zum Kontern zu geben“, erklärte FCH-Coach Lars Möhlenbrock den Plan. Diese defensivere Ausrichtung mündete jedoch nicht in ein abwartendes Spiel, das Gegenteil war der Fall.

Die 120 Zuschauer wurden von den Akteuren auf eine 90-minütige Achterbahnfahrt mitgenommen, die mit wechselnder Führung, vielen Zweikämpfen und Torchancen sowie kniffligen Entscheidungen alles bot. Besonders zum Ende der ersten Halbzeit kam Unruhe unter den zahlreichen Gästefans auf, als Schiedsrichter Dominik Wiltfang (TuS Heidkrug) auf indirekten Freistoß für Ippener entschied, nachdem Hudes Torwart Christopher Schnake einen Querschläger seines Linksverteidigers Sirus Timouri aufgenommen hatte. Zudem hatte Ippener zuvor einen Handelfmeter bekommen und Hude in ähnlicher Situation nicht. „Ich habe meiner Mannschaft in der Pause gesagt, dass sie diese Entscheidungen akzeptieren und den Kopf nicht verlieren soll. Das haben wir danach sehr gut gemacht“, erklärte Möhlenbrock. Auch der Unparteiische trug ansonsten mit guter Spielleitung dazu bei, dass die zweite Hälfte trotz großem Einsatz sehr fair blieb.

DSC_5359 DSC_5359 © Ingo Moellers

Hude hatte zu Beginn Ippeners Taktik mit schnellem Umschalten und langen Bällen adaptiert. Zudem profitierten die Gäste beim Freistoßtreffer von Aaron Lepthien (3.) aus nahezu 40 Metern von einem Fangfehler des Ippener Schlussmanns Jens Dekarski. Die aufgrund ihrer Torgefahr gefürchtete Ippener Vorderleute produzierten zunächst keinerlei Angriffe, stattdessen hatte Christian Lehr das 2:0 für Hude auf dem Kopf (23.). Drei Minuten später bekam Hudes Abwehrchef Torben Hellemann im Zweikampf mit Alexander Rautenhaus den Ball an den Arm. Wiltfang zeigte auf den Punkt, und Hayri Sevimli verwandelte zum 1:1 (26.). Hude war kurzzeitig unsortiert und ließ sich vom im Abseits stehenden Zinar Sevimli irritieren, der aber Hayri den Ball überließ. Dessen Flanke knallte Bassel Ibrahim zum 2:1 ins lange Eck (28.).

Der Schock bei den Gästen währte nur zehn Minuten, dann drückte Alexander Giehl eine Hereingabe von Nils Sandau zum 2:2 ins Netz (36.). Danach war der TSV wieder am Zug, Zinar Sevimli verpasste aus acht Metern die erneute Führung (44., Außenpfosten). Bassel Ibrahims 3:2 (45.+2) war der bereits erwähnte umstrittene indirekte Freistoß aus sechs Metern, anschließend verschenkte erneut Zinar Sevimli aus zwei Metern freistehend eine höhere Führung. „Zinar hat zweimal das Tor nicht getroffen. Wenn wir das 4:2 oder 5:2 gemacht hätten, wäre Hude tot gewesen“, ärgerte sich Ippeners Trainer Chawkat El Hourani.

DSC_5348 (1) DSC_5348 (1) © Ingo Moellers

Die zweiten 45 Minuten ging Hude mit der Umstellung von Dreier- auf Viererkette kontrollierter an und wurde bald belohnt. Yannik Osterloh hatte den Ball von links an die Latte gesetzt, Sandau verwertete den Abpraller zum Ausgleich (62.). Ippeners Antwort war die Einwechslung von Torjäger Zana Ibrahim, der für viel Wirbel sorgte und mehrfach knapp an seinem 22. Saisontor scheiterte. Das letzte Wort hatte somit Torben Liebsch, der einen starken Pass von Sandau zum 4:3 über Dekarski ins Netz hob. Nils Sandau wurde dadurch mit einem Treffer und zwei Vorlagen zum Matchwinner, hätte allerdings in der 85. Minute noch einen draufsetzen müssen.

Möhlenbrock musste so noch etwas länger zittern, jubelte dann aber umso befreiter auf. „Wir haben trotz der Hektik immer versucht, Fußball zu spielen und haben als Team gut funktioniert“, stellte er zufrieden fest. Sein Kollege El Hourani war bedient: „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben. Vorne hätten wir 5:2 führen können und hinten waren alle vier Gegentore vermeidbar.“ Das gilt es am kommenden Sonntag beim verlustpunktfreien Tabellenführer in Heidkrug zu verbessern, um die Liga noch spannender zu machen. Hude hat gegen Harpstedt eine nicht minder schwierige Aufgabe zu lösen.

Region/Bremen Bezirk Weser-Ems Kreisliga Kreis Oldenburg-L./Delmenhorst IV Oldenburg-Land/Delmenhorst/WES (Herren) SVG Berne-FC Huntlosen (02/10/2016 17:00) TSV Ippener (Herren) FC Hude (Herren)

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