Der 96-Aufsichtsrat: Sebastian Kramer (v. l.), Veronika von Lintel, Valentin Schmidt, Michael Beck und Ralf Nestler. Vereinsaufsichtsrat Ralf Nestler (rechts im Bild) klagt gegen 96-Boss Martin Kind. ©
Der 96-Aufsichtsrat: Sebastian Kramer (v. l.), Veronika von Lintel, Valentin Schmidt, Michael Beck und Ralf Nestler.

50+1 bei Hannover 96: Aufsichtsrat Ralf Nestler klagt gegen Martin Kind 

Ralf Nestler hat eine einstweilige Verfügung beim Landgericht gegen die Übernahme durch Martin Kind sowie der Gesellschafter Dirk Roßmann, Gregor Baum und Matthias Wilkening beantragt.

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Mittlerweile häufen sich juristische Klagen gegen 96-Chef Martin Kind und seine Pläne, die 50+1-Regel bei Hannover 96 zu kippen. Grund für Kinds Pläne: Die 96-Gesellschafter wollen in Zukunft selbst bestimmen, wer Geschätfsführer der Management GmbH ist – ohne Einfluss des Vereins (e.V.). Vertreter des e.V. wollen das verhindern. Und zwar mit aller Macht.

Nestler beantragt einstweilige Verfügung

Am Freitag folgte der nächste juristische Angriff auf Kind, der immer noch Präsident des Vereins ist. Vereins-Aufsichtsrat Ralf Nestler beantragte eine einstweilige Verfügung beim Landgericht gegen die Übernahme durch Kind sowie der Gesellschafter Dirk Roßmann, Gregor Baum und Matthias Wilkening.

Kurios ist der Zusammenhang mit Wilkening. Auch der Geschäftsführer des Klinikums Warendorff hatte geklagt. Aber nach unseren Informationen hat Wilkening keineswegs vor, Kinds Pläne mit der 50+1-Regel zu stoppen. Sein Antrag ans Landgericht, den Kauf der Vereins-Anteile an der Management GmbH zu stoppen, wurde am 10. August abgelehnt.

Der 96-Chef hatte bei der DFL einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt. Eine Antwort könnte schon in den nächsten Wochen erfolgen. Der neue Antrag Nestlers wiederum knallt mitten ins Verfahren.

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Vorwurf der Untreue steht im Raum

Inhalt: Nestler hatte die prämierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly beauftragt, den Wert der Management GmbH zu prüfen. Kind hatte Anteile des Vereins für 12 750 gekauft – nach Sportbuzzer-Informationen ein festgeschriebener Preis. Die Firma Baker Tilly schätzt den Wert aber auf zehn Millionen Euro.

„Man muss die Sache jetzt auch mal auf den Punkt bringen“, erklärte Nestler. Kind sagte: „Ich habe von dem Gutachten gehört, aber ich kenne es nicht. Unsere Einschätzung der Dinge ist klar und betriebswirtschaftlich begründet. Wir haben uns an den Fakten orientiert.“ Der Vorgang zeigt: Die Waffen, mit denen Kinds Gegner um den Erhalt der 50+1-Regel und gegen den 96-Chef kämpfen, werden schärfer und die Gräben tiefer.

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