07. Februar 2018 / 10:37 Uhr

50+1: St.-Pauli-Geschäftsführer Rettig kritisiert 96-Boss Kind – "überrascht sehr"

50+1: St.-Pauli-Geschäftsführer Rettig kritisiert 96-Boss Kind – "überrascht sehr"

Sören Stegner
St.-Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig.
St.-Pauli-Geschäftsführer Andreas Rettig. © Martin Rose/Bongarts/Getty Images
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Andreas Rettig, Geschäftsführer des Zweitligisten FC St. Pauli, hat den 96-Präsidenten Martin Kind kritisiert. Bisher sei Kind bei "50+1" nicht durch Vorschläge außerhalb von Hannover 96 aufgefallen. Dass er dies nun anders darstelle, überrasche Rettig sehr.

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Geschäftsführer Andreas Rettig vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli findet die Äußerungen von Hannovers Präsident Martin Kind wenig glaubwürdig. „Bisher ist Herr Kind bei den Diskussionen um 50+1 nicht durch Vorschläge aufgefallen, die sich außerhalb von Hannover 96 abspielten. Jetzt so zu tun, als wäre es immer nur um die Gestaltung des deutschen Profifußballs gegangen, überrascht sehr“, sagte Rettig dem „Hamburger Abendblatt“ (Mittwoch).

Kind hatte zunächst auf die Übernahme der Mehrheit beim Bundesligisten Hannover 96 verzichtet unter dem Hinweis, „gemeinsame Veränderungen in der Bundesliga“ gestalten zu wollen.

„Diesen Prozess hätte er bereits vor vielen Jahren, als er erstmalig mit Klage gegen 50+1 gedroht hatte, einleiten können“, sagte Rettig. Was jetzt als neuer Prozess verkauft werde, sei bereits vor Jahren unter Führung von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf den Weg gebracht worden. Das Ergebnis sei allen Vereinen im Dezember 2014 vorgestellt und mit 36:0 Stimmen genehmigt worden, sagte Rettig und ergänzte: „Welcher neue Sachstand nun dazu geführt haben soll, diese Regel auf den Prüfstand zu stellen, erschließt sich mir nicht.“

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