22. März 2018 / 13:15 Uhr

"50+1 bleibt": Fans übergeben 30 Meter lange Unterschriftenliste

"50+1 bleibt": Fans übergeben 30 Meter lange Unterschriftenliste

Redaktion Sportbuzzer
Die DFL-Vertreter Reinhard Rauball (links) und Christian Pfennig (Zweiter von rechts) mit den Initiatoren Marius Kanzinger und Manuel Gaber (rechts).
Die DFL-Vertreter Reinhard Rauball (links) und Christian Pfennig (Zweiter von rechts) mit den Initiatoren Marius Kanzinger und Manuel Gaber (rechts).
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Post für Reinhard Rauball: Am Rande der DFL-Mitgliederversammlung haben Vertreter der Faninitiative dem DFL-Präsidenten ihre Erklärung ausgehändigt.

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Update

Mehr als 3000 Fangruppen, Klubs und Verbände unterstützen die Erklärung der Initiative "50 plus 1 bleibt" (hier eine Liste aller Erstunterzeichner). Vor Beginn der DFL-Mitgliederversammlung haben fünf Fans dem DFL eine Erklärung der Initiative übergeben. Das Dokument mit den Namen der Unterstützer ist stolze 30 Meter lang. DFL-Präsident Reinhard Rauball nahm die Erklärung entgegen.

Die Liste mit allen Unterzeichnern ist 30 Meter lang.
Die Liste mit allen Unterzeichnern ist 30 Meter lang. ©
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In der Sitzung beraten Vertreter der Erst- und Zweitligisten über das weitere Prozedere. Eine Entscheidung zu der umstrittenen Regel, die den Vereinsmitgliedern das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen sichert, soll es ausdrücklich nicht geben.

Mehr zu 50+1

Die Erklärung im Wortlaut

Das Präsidium der DFL hat die 50+1-Regel grundsätzlich zur Diskussion gestellt.

Wir, Fangruppen und Fanclubs aus ganz Deutschland, beziehen dazu klar Stellung.

Der Fußball bringt jede Woche hunderttausende unterschiedliche Menschen zusammen. Er gehört keinen Einzelpersonen, Unternehmen oder Investoren. Er gehört uns allen und darf nicht noch mehr zum Spielball einiger Weniger werden.

Der Wegfall oder eine zur Diskussion stehende weitere Lockerung der 50+1-Regel würde den Fußball grundlegend verändern. Der Wettbewerbsdruck würde sich für alle Clubs unweigerlich erhöhen. Die Finanzkraft mancher Eigentümer wäre plötzlich wichtiger als die solide und erfolgreiche Arbeit Anderer.

Am Ende geht es um noch mehr Geld, das an die immergleichen Profiteure durchgereicht wird. Für uns Fans wird der Fußball dadurch nicht besser und seine gesellschaftliche Verantwortung dadurch nicht gestärkt. Im Gegenteil.

Viel wird über die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga diskutiert. Doch möchten wir uns wirklich an wahnsinnigen Summen in Paris und einem verrückt gewordenen Markt in England orientieren?

Anstatt eine Grundsatzdebatte darüber zu starten, dass sich der Profifußball in vielen Aspekten immer mehr von der Lebensrealität der normalen Leute entfernt, wird die 50+1-Regel grundsätzlich in Frage gestellt.

Doch wir lassen uns 50+1 nicht nehmen.

50+1 bleibt!

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