04. Februar 2019 / 16:02 Uhr

610 Athleten rennen beim 56. Silberseelauf gegen den Frost an

610 Athleten rennen beim 56. Silberseelauf gegen den Frost an

Matthias Abromeit
Läuferschlangen am weißen Silbersee in Langenhagen - diese sind nicht nur im Rennen über 7,8 Kilometer zu bewundern.
Läuferschlangen am weißen Silbersee in Langenhagen - diese sind nicht nur im Rennen über 7,8 Kilometer zu bewundern.
Anzeige

Bernd Müller ist im Rekordfieber gewesen. Bei der 56. Auflage des Silberseelaufes konnte der Vorsitzende von Veranstalter LAC Langenhagen viele neue Bestmarken vermelden. Die Jugend war so zahlreich vertreten wie nie, 70 Nachmeldungen hatten die Zahl erstmals über die 700er-Marke gebracht.

Anzeige

Dass einige Athleten ihre Anmeldung verfallen ließen, störte Müller nicht. „Bei 610 Finishern lagen wir deutlich über der Bestmarke von 574 aus dem Vorjahr“, jubelte er. Bereits beim Nachwuchs hatte Müller seine Freude. Im Bambinilauf gab er den Hasen und geleitete die Jüngsten vom Start die 300 Meter bis zum Ziel. Beim anschließenden Kinderlauf animierte er die jüngsten Athleten zu Aufwärmübungen. Die eine Runde um den See lief er aber nicht mit – er hätte wohl auch Pro­ble­me gehabt, mitzuhalten.

Viole und Langer laufen vorweg

An der Spitze lief Caroline Marie Viole von der SG Bredenbeck-Holtensen. Die anspruchsvolle Strecke mit Sand, vereisten Passage und Matschwegen störte sie nicht. „War schön – bis auf den Sturz“, sagte die Zehnjährige. Doch auch dieses Malheur hielt sie nicht auf. Sie stand auf, stürmte weiter einsam vorweg und gewann in 4:39 Minuten – mit riesigem Vorsprung vor Nila Folgoso-Weigmann (5:13) vom TSV Neustadt Running Team und mit noch größerem Vorsprung vor dem schnellsten Jungen, Tim Lürsen (5:19/TuS Bothfeld).

Eingepackt und mit guter Laune absolvieren die Bambini ihre 300 Meter am Silbersee.
Eingepackt und mit guter Laune absolvieren die Bambini ihre 300 Meter am Silbersee. ©
Anzeige

Fast das gleiche Tempo legte Emma Langer vor – allerdings im Zwei-Runden-Rennen über 2600 Meter. Die 14-jährige Triathletin vom Lehrter SV toppte in 9:49 Minuten nicht nur ihre Vorjahreszeit um fast eine halbe Minute, sie gewann zudem die Frauenwertung vor der sechs Jahre älteren Bundeskaderathletin im Orientierungslauf, Ann-Charlotte Spangenberg (10:03/TG Münden).

Trio treibt sich an

Wenige männliche Vertreter retteten sich vor Langer ins Ziel. Hinter dem hannoverschen Siegerduo Carsten Krüger (7:59) und Christian Giesler (8:18) trieben sich die drei Topjugendlichen aus der Region gegenseitig zu Höchstleistungen an. Leonardo Burlone (Rukeli Trollmann Isernhagen) distanzierte den Barsinghäuser Bjarne Bernstein nach 9:04 Minuten um eine Sekunde. Paul Matthesius (TSV Neustadt Running Team) hatte sie im Spurt am Sandstrand jedoch beide überholt. In 9:00 Minuten gewann er die U16-Wertung, lag in der Männergesamtwertung auf Rang drei.

Drei Runden traute sich Giovanna Burlone (Rukeli Trollmann) zu, und Leonardos kleinere Schwester überraschte viele. Nach 19:23 Minuten gewann die Zehnjährige die U12-Wertung klar, und unter allen Frauen auf der 3900-Meter-Strecke lag sie immerhin auf Rang zehn. Der Sieg bei den Männern ging auch hier an Carsten Krüger. Der Bemeroder holte sich in 12:04 Minuten mit einer Minute Vorsprung den zweiten Erfolg.

246 Läufer machen sich im Hauptlauf am Silbersee auf die 9,6 Kilometer lange Strecke.
246 Läufer machen sich im Hauptlauf am Silbersee auf die 9,6 Kilometer lange Strecke. ©

Krüger feiert Doppelsieg

Zum Höhepunkt wurde das Hauptrennen über sechs Runden – allerdings nicht für Lokalmatador Andreas Solter. Auch in Langenhagen musste das LAC-Aushängeschild mit muskulären Problemen aufgeben. In den Zweikampf um den Sieg der beiden hannoverschen Topläufer Fabian Kuklinski (25:41) und Silas Bergmann (25:43) hätte er aber auch in Topform nicht eingreifen können. Valentino Burlone (28:41) gewann die U18-Wertung und lag im 246-köpfigen Feld immerhin auf Rang 13 der Männer.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden“

Das Bild der fast endlosen Läuferschlangen erfreute nicht nur Organisator Müller. „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, sagte er – zumal noch ein großes Lob hinterherkam. „Solche schönen Läufe haben wir bei uns nicht“, gestand Miriam Paurat. Die Athletin vom MTV Schladen hatte sich in 30:20 Minuten mit riesigem Vorsprung von fast drei Minuten den Frauensieg geholt.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt