03. Februar 2019 / 19:15 Uhr

96-Meinung: Die Lehren aus dem Doll-Debüt

96-Meinung: Die Lehren aus dem Doll-Debüt

Carsten Bergmann
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Erlebt ein frostiges Debüt: 96-Neu-Trainer Thomas Doll.
Erlebt ein frostiges Debüt: 96-Neu-Trainer Thomas Doll. © Verwendung weltweit
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Der Trainerwechsel bei Hannover 96 sollte neue Impulse im Abstiegskampf geben. Stattdessen aber bleiben die alten Bilder. Besorgniserregend: die Schwäche im Angriff und die Minuskulisse im eigentlichen Aufbruchspiel, meint unser Sportchef Carsten Bergmann.

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Die Wünsche für das Doll-Debüt waren bescheiden formuliert, als 96-Zugewandter gibt man sich in diesen Zeiten schließlich mit wenig zufrieden: ein Punkt gegen Leipzig und dann mit einem Sieg gegen Nürnberg zur Aufholjagd durchstarten. Bloß kein Debakel. Bloß nicht das vorsichtig gewachsene Zutrauen durch den Wechsel von Breitenreiter zu Doll gleich wieder beschädigen.

Frost-Landung am Tabellenende der Bundesliga

Was bleibt: eine 0:3-Pleite gegen biedere Bullen, eine Frost-Landung am Tabellenende, eine nach neuesten dollschen Erkenntnissen kraftlose Mannschaft und – als wäre das desaströse 96-Bild nicht schon furchteinflößend genug – bitterböse Zahlen. Seit fünf Heimspielen gelang 96 kein eigenes Tor mehr.

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Das war ein Klassenunterschied: RB Leipzig siegt hochverdient mit 3:0 bei Hannover 96. Zur Galerie
Das war ein Klassenunterschied: RB Leipzig siegt hochverdient mit 3:0 bei Hannover 96. ©
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In ihrem Stadion, ihrem Wohnzimmer, wo sie vergangene Saison die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt holten, kommen die gehemmten Angreifer nicht einmal mehr in die Nähe eines Torschusses gegen Leipzig. Es bedarf nach dieser harmlosen Vorstellung schon viel Fantasie, wie wirklich Gefahr im Strafraum – also in dem des Gegners – entstehen sollte.

Liebesentzug der 96-Anhänger

Dazu kommt der kalte Liebesentzug der 96-Anhänger. Mit etwas über 30 000 Zuschauern kamen so wenige wie nie zuvor in dieser Gruselsaison ins Stadion. Trotz des Trainerwechsels. Trotz der Parolen. Trotz der Appelle. Das ist keine gute Ausgangslage für eine Aufholjagd, wenn jetzt auch noch die Konkurrenz punktet.

Die Einzelkritik zu Hannover 96 gegen RB Leipzig - die Roten in Noten

Michael Esser: Allein in der ersten Halbzeit mit vier ganz starken Paraden. Beim Elfmeter von Halstenberg chancenlos. Beim 0:2 sieht er unglücklich aus, die Hauptschuld trifft aber Albornoz. Wie in Dortmund und gegen Bremen bester 96-Profi. Note 2 Zur Galerie
Michael Esser: Allein in der ersten Halbzeit mit vier ganz starken Paraden. Beim Elfmeter von Halstenberg chancenlos. Beim 0:2 sieht er unglücklich aus, die Hauptschuld trifft aber Albornoz. Wie in Dortmund und gegen Bremen bester 96-Profi. Note 2 ©

Endspiel um den Relegationsplatz gegen Nürnberg

Man kommt nicht drum herum: Nächsten Sonnabend gegen Nürnberg fällt eine Entscheidung. Ein 96-Sieg erhält die Möglichkeit, sich dank dieser schwachen Konkurrenz im Bundesliga-Keller doch noch zumindest auf den Relegationsplatz zu retten. Das ist weit mehr, als man nach elf blamablen Punkten nach 20 Spielen erwarten darf. Eine 96-Pleite im Spiel Letzter gegen Vorletzter, der ultimative Keller-Horror, bedeutet den freien Fall in die Zweitklassigkeit.

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