12. September 2018 / 08:09 Uhr

96-Neuzugang Genki Haraguchi: Nummer 10 als Druckmittel und Ansporn (mit Video!)

96-Neuzugang Genki Haraguchi: Nummer 10 als Druckmittel und Ansporn (mit Video!)

Redaktion Sportbuzzer
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Genki Haraguchi gut gelaunt in der Presserunde. In Deutschland fühlt er sich wohl. 
Genki Haraguchi gut gelaunt in der Presserunde. In Deutschland fühlt er sich wohl.  © Florian Petrow
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Genki Haraguchi ist noch nicht so recht im Rhythmus, seine Ambition hingegen stimmen. Warum er die Rückennummer 10 wählte und was der ehemalige Spielmacher Hiroshi Kiyotake ihm über Hannover erzählte. Der WM-Japaner im Interview. 

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Als WM-Spieler kam Genki Haraguchi nach Hannover, ein japanischer Wirbelwind für die linke Außenbahn. Als Leihspieler aus Berlin war er mit Düsseldorf in die Bundesliga aufgestiegen, 96 kaufte ihn für 4,5 Millionen Euro von Hertha. Wegen einer leichten Verletzung kam der 27-Jährige in der Liga noch nicht richtig zum Zug, jetzt will er aber angreifen. Im Interview spricht Haraguchi über ...

... den Grund für seinen Wechsel nach Hannover:

 Ich sehe sehr viel Potenzial in dieser Mannschaft. Aber der ausschlaggebende Grund war das Gespräch mit dem Trainer. Er hat mir erzählt, was er fußballerisch vorhat. Daraufhin habe ich mich für Hannover entschieden.

... seine Rolle zuletzt auf der Bank:

 Man hat in den ersten beiden Spielen wirklich gesehen, welche Qualität in dieser Mannschaft steckt. Es gab Gründe (WM-Teilnahme und Verletzung, d. Red.), warum ich nicht dabei war. Aber ich weiß, was ich kann. Nach den beiden ersten Spielen habe ich genau gesehen, welche meiner Stärken ich einsetzen kann.

... seine Wahl der berühmten Rückennummer 10:

 Ich würde mich von der Position her nicht als klassischen Zehner bezeichnen. Der Hintergrund ist: Ich konnte in Berlin nicht die von mir selbst gewünschten Ergebnisse erzielen. Mit der Nummer zehn wollte ich mich auch selbst unter Druck setzen, damit meine persönlichen Zahlen besser werden. Nach der WM habe ich nach einer neuen besonderen Herausforderung gesucht. Dafür habe ich die Rückennummer genutzt, als Motivation für mich selbst.

96-Neuzugang Genki Haraguchi in seiner ersten Presserunde

… sein persönliches Saisonziel in Zahlen:

Die Zehn ist schon zusammengenommen in Toren und Assists die Marke, die ich mir als Ziel setze.

… seine Zeit bei Hertha:

Ich hatte vor dem Tor zu wenige Aktionen. Ich war nicht oft genug an Toren beteiligt. Das war nicht zufriedenstellend. Da muss ich mich weiterentwickeln. In Hannover wird anders als in Berlin mehr Fußball gespielt. Die Vorbereitung auf die Spiele ist sehr akribisch.

… seine Stärken:

Ich verstehe mich als Teamplayer. Ich helfe der Mannschaft in der Defensive und in der Offensive. Aber meine Stärke ist schon das Dribbling, ich kann einen oder zwei Gegenspieler hinter mir lassen. Aber Mannschaftsdienlichkeit allein, das ist nicht genug – das wäre dann so wie in Berlin. Ich möchte für mehr Gefahr sorgen und mich mehr an Toren beteiligen.

… die Ex-96er Hiroki Sakai und Hiroshi Kiyotake:

Ich habe Hiroki natürlich gefragt, als die Entscheidung feststand. Er hat mir viel erzählt, über Restaurants, die Stadt und Mitarbeiter bei 96. Ich wohne im selben Block, wo Kiyo und Hiroki auch ge­wohnt haben (im Zoo-Viertel). Kiyo ist in Japan immer noch ein hochkarätiger Fußballer. Wir haben ab und zu Kontakt. Er hat hier eine wichtige Rolle gespielt, und ich würde mir wünschen, dass ich hier eine ähnliche Position einnehmen kann.

NEWS zu Hannover 96

… seine privaten Vorlieben:

Ich liebe meinen Labrador Enna. Ich gehe mit meiner Frau Ruriko sehr gern mit dem Hund spazieren.

… den Kollegen Takuma Asano:

In Berlin war kein anderer Japaner, in Düsseldorf habe ich mit Usami gespielt. Es hilft natürlich, einen Landsmann in der Mannschaft zu haben. Mir ist bewusst, dass wir nicht zu sehr zusammenhocken sollten. Ich spreche viel mit ihm, aber ich achte darauf, dass es nicht zu viel wird.

… die Vorzüge Deutschlands:

Ich genieße die Ruhe. Das Leben ist gemütlicher. Wenn man in Japan vor die Tür geht, wird man ständig auf Selfies angesprochen. Das ist hier nicht so. Ich kann mich frei in der Öffentlichkeit bewegen. Dieses Leben ge­nieße ich sehr. Auch fußballerisch liegt mir die Liga. In Japan wurde mir nachgesagt, dass ich hitzköpfig wäre. Das ist hier nicht so. Alle meine Mitspieler sind heiß und brennen. In dem Umfeld fühle ich mich wirklich wohl.

… sein Fußballdeutsch:

Es gibt manchmal sprachlich Dinge, die sind nicht sofort klar. Aber das können Taku und ich ja dann nachfragen. Glücklicherweise ist es bei uns beiden fast immer so: Wenn einer etwas nicht verstanden hat, hat der andere es verstanden. So helfen wir uns gegenseitig.

von Jonas Szemkus und Dirk Tietenberg

Genki Haraguchi: Stationen seiner Karriere in Bildern

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