Weder Niclas Füllkrug, noch Kenan Karaman und Artur Sobiech drängen sich derzeit bei Hannover 96 als Sturm-Alternativen auf. Weder Niclas Füllkrug, noch Kenan Karaman und Artur Sobiech drängen sich derzeit bei Hannover 96 als Sturm-Alternativen auf. ©
Weder Niclas Füllkrug, noch Kenan Karaman und Artur Sobiech drängen sich derzeit bei Hannover 96 als Sturm-Alternativen auf.

96-Offensivabteilung: Wann endet die Ein-Mann-Show?

96-Trainer Stendel ist vor dem Spiel in Dresden auf Partnersuche für Alleinunterhalter Harnik: Karaman, Sobiech oder Füllkrug – aus dem Trio drängt sich derzeit kein Stürmer auf.

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Von einer Krise zu reden ist angesichts von Tabellenplatz zwei natürlich übertrieben. Doch obwohl Fußball-Zweitligist Hannover 96 auf einem Aufstiegsplatz liegt, will derzeit im Umfeld keine Ruhe einkehren. Zu mäßig waren zuletzt die spielerischen Leistungen. „Stabilität und Nachhaltigkeit fehlen“, schimpfte Clubchef Martin Kind in der „Bild“-Zeitung. „Es müssen Antworten gefunden werden, damit der Aufstieg nicht gefährdet wird.“

Dass es in der Defensivarbeit nicht stimmt, wird schon lange thematisiert. Reagiert haben die „Roten“ trotz der offensichtlichen Mängel speziell auf den Außenverteidigerpositionen in der Transferzeit nicht. Stolz war man bisher dagegen auf die Offensivabteilung. Sie ist namhaft besetzt und ist erfolgreich. Die 35 geschossenen Tore, neben dem VfB Stuttgart ist das der Spitzenwert der Liga, unterstreichen das.

Doch der Sturm der „Roten“ verkommt mehr und mehr zu einer Ein-Mann-Show. Ohne Martin Harnik geht gar nichts. Der österreichische Nationalspieler, der im Sommer eher durch einen Zufall zu 96 gekommen ist, weil er ein Engagement in China überraschend nicht angenommen hat, ist derzeit die Lebensversicherung des Clubs. Ohne seine zehn Treffer sähe es auch in der Tabelle finsterer aus für 96.

"Stendel hat alle Optionen getestet"

Trainer Daniel Stendel ist es bisher nicht gelungen, den passenden Nebenspieler für Harnik zu finden. Einen, der mit dem 29-Jährigen harmoniert und selbst torgefährlich ist. „Stendel hat jetzt alle Optionen getestet. Er muss sich für einen entscheiden, um da Ruhe reinzubringen“, sagte Clubchef Kind.

Der 96-Coach hat es mal mit Kenan Karaman probiert, mal mit Niclas Füllkrug und mal mit Artur Sobiech. Es sah selten einmal länger als ein Spiel gut aus – wenn überhaupt –, was die Nebenmänner Harniks veranstalteten.

Schon am Sonntag in der Partie bei Dynamo Dresden (Anpfiff ist um 13.30 Uhr) ist es wichtig, dass Stendel die richtige Wahl trifft. Die wenigen Torchancen, die es da geben dürfte, müssen genutzt werden, sonst könnten die Sachsen plötzlich wieder ein hartnäckiger Aufstiegskonkurrent werden. Doch den Richtigen zu finden, scheint gar nicht so einfach zu sein für Stendel, auch wenn er sagt: „Wir haben eine relativ hohe Konkurrenzsituation.“

Und das sind die drei Kandidaten für den Platz neben Harnik:

  • Artur Sobiech: Der Pole bekam zuletzt beim 2:1 gegen den VfL Bochum seine Chance. Genutzt hat er sie nicht. Er wirkte in vielen Aktionen umständlich und behäbig. Torgefährlichkeit wie zu Anfang der Saison strahlte er überhaupt keine aus. Wenn er auffiel, dann durch eigene Fouls. Er ist jetzt seit fünfeinhalb Jahren bei den „Roten“, seitdem wartet man auf einen endgültigen Durchbruch.

  • Kenan Karaman: Der 22-Jährige ist ein richtig guter Fußballer und auch torgefährlich. Fünf Treffer und fünf Vorlagen sind ein Indiz dafür. Aber man wartet noch vergeblich auf die Initialzündung. Karaman nimmt sich noch allzu oft zurück. Er muss konstanter werden.

  • Niclas Füllkrug: Neben Harnik war der 24-Jährige der Top-Transfer des Sommers, mit 2.2 Millionen Euro Ablöse sogar der teuerste. Zurückgezahlt hat er das bisher nicht. Stendel scheint kein richtiges Vertrauen in die Leistung des Stürmers zu haben und setzt ihn meistens auf die Bank. Bisher hat Füllkrug nicht viel dafür getan, dass es anders wird.

Hannover 96 (Herren) Fussball 2. Bundesliga Region/Hannover

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