Der 05er Luca-Maurice Bock (am Boden) grätscht Hannovers Jean-Luca van Eupen ab. Der 05er Luca-Maurice Bock (am Boden) grätscht Hannovers Jean-Luca van Eupen ab. © Pförtner
Der 05er Luca-Maurice Bock (am Boden) grätscht Hannovers Jean-Luca van Eupen ab.

A-Junioren des 1. SC Göttingen 05 unterliegen Hannover 96 unglücklich mit 0:3

Da war viel mehr drin! Die A-Junioren des 1. SC Göttingen 05 sind im Viertelfinale des Fußball-Niedersachsenpokals gegen den Bundesligisten Hannover 96 mit 0:3 (0:1) ausgeschieden – dabei war der Oberligist, der zwei Klassen tiefer spielt, über weite Strecken der Partie die bessere Mannschaft.

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„Ich habe keinen Zwei-Klassen-Unterschied gesehen“, sagte ein stolzer 05-Trainer Nils Leunig nach der Begegnung. In der Tat hätten sich die schwach spielenden „Roten“ nicht beschweren dürfen, wenn sie von den Schwarz-Gelben zumindest in ein Elfmeterschießen gezwungen worden wären.

Bereits im vergangenen Dezember hatte sich 05 im Pokal gegen 96 gut geschlagen. Damals war jedoch der Favorit das bessere Team gewesen – diesmal war es umgekehrt.

Wieder war der Kunstrasenplatz am Greitweg der Schauplatz, doch am Dienstag trauten 251 Zuschauer ihren Augen nicht, als 05 von der ersten Minute an am gegnerischen Strafraum attackierte und 96 unter Druck setzte. Und es war kein Strohfeuer, dass die 05er zu Beginn abbrannten, sie folgten vielmehr der mutigen Vorgabe des Trainerteams.

„Ich glaube, damit hat keiner gerechnet, dass wir 96 am gegnerischen Sechzehner verteidigen“, sagte Leunig – und meinte damit nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Akteure aus der Landeshauptstadt. Folge: Bis Ende der ersten Hälfte kam das 96-Spiel kaum zur Entfaltung, und erst in den letzten Minuten des ersten Durchgangs setzten die „Roten“ einige Akzente.

Fußball-Niedersachsenpokal der A-Junioren 2017/18: 1. SC Göttingen 05 - Hannover 96

Zuvor hatten die Schwarz-Gelben für Furore gesorgt, so bei der ersten Chance des Spiels durch von Wallmoden, dessen Volleyschuss von 96-Keeper Rocha Dos Santos gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte gelenkt werden konnte. Der Nachschuss von Zlatoudis wurde abgeblockt (21.).

Die erste 96-Chance war demgegenüber gleichbedeutend mit der Gästeführung: Nach einem Eckball setzte sich Rufidis beim Versuch einer Volleyabnahme auf den Hosenboden, der Ball versprang und gelangte irgendwann in den Strafraum zu Große, der zur glücklichen Pausenführung einschob (41.).

Wer nun gedacht hatte, dass 05 seine Körner in der ersten Hälfte verbrannt hat und der Favorit nach der Pause das Spiel an sich reißt, lag falsch: Zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte nur ein Team, und das hieß 1. SC Göttingen 05. So hatte Kapitän Bock nach Zlatoudis-Freistoß von rechts die Riesenchance zum Ausgleich, er drosch das Spielgerät aber per Vollspann über den Kasten (52.).

Die vom Ex-Profi Christoph Dabrowski trainierten Gäste wirkten nun phasenweise nervös, so etwa bei einem Abstoß, den der aufmerksame Tacke beinahe ersprintete (60.). Die Möglichkeit läutete die beste 05-Phase ein: Kurz danach zielte der eingewechselte Florschütz bei einem Nachschuss links vorbei (61.), und als Sieburg den in der Mitte lauernden Wenzel bediente, war der 96-Keeper gerade noch dazwischen (62.).

Es kam, wie es kommen musste: Ein Kopfball von van den Berg, bei dem 05-Torhüter Jünke nicht rauskam, ging noch links vorbei (68.), doch in der nächsten Szene arbeitete sich Hyer auf rechts durch, und in der Mitte brauchte Dordevic nur noch den Fuß hinzuhalten (70.). Das Trikotzupfen von von Wallmoden gegen Damer und der Treffer von Marusenko (72.) schraubten den Sieg in eine Höhe, die dem Spiel nicht gerecht wurde.

U19-NFV-Pokal: I. SC Göttingen 05 - Hannover 96: Tor zum 0:2

„Ich bin definitiv zufrieden. Es war ein richtig geiles Spiel von uns. Das Team hat gefightet und das umgesetzt, was wir wollten“, sagte Leunig. Einziges Manko: Es habe das Quäntchen Glück gefehlt. Wie lange jedoch sein Team 96 vom Tor fern gehalten habe, habe ihn regelrecht beeindruckt. Wenn seinem Team in puncto Leistungsfußball ähnlich professionelle Möglichkeiten zur Verfügung stünden wie 96, könne man noch näher dran sein. – Tore: 0:1 Große (41.), 0:2 Dordevic (70.), 0:3 Marusenko (72./FE).

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