Ralph & Ralf: Trainer Hasenhüttl und Sportdirektor Rangnick haben sich gesucht und gefunden.  Ralph Hasenhüttl und Ralf Rangnick sind sich einig: „Wir machen nicht die Aufbauarbeit, dass wir dann anderen Vereinen gute Spieler liefern.“ © Picture Point
Ralph & Ralf: Trainer Hasenhüttl und Sportdirektor Rangnick haben sich gesucht und gefunden. 

Ab Donnerstag alle dabei: Auf den RB-Kader wartet harte Arbeit

Vorbereitungswoche drei: RB Leipzig startet am Donnerstag ins Trainingslager. Von Urlaub im malerischen Seefeld wird keine Rede sein können. Es wird hart. Es werden erstmals alle Spieler dabei sein.

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Leipzig. Jetzt wird es ernst für den Kader von RB Leipzig. „Das Trainingslager muss wahrscheinlich der wichtigste Part der Vorbereitung werden“, kündigt Trainer Ralph Hasenhüttl an. Vom kommenden Donnerstag an bis zum Abflug am 28. Juli wird er seine Mannschaft im österreichischen Seefeld auf die Aufgaben der neuen Saison in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League vorbereiten. „Ich wünsche mir nur, dass alle verletzungsfrei bleiben“, sagt Hasenhüttl.

Vor der Abreise geht es am Dienstag noch zum zweiten Testspiel beim Viertligisten ZFC Meuselwitz (18.30 Uhr). „Da wird noch der eine oder andere dazu kommen, der beim Test in Dessau noch gefehlt hat. Forsberg und Keita können da vielleicht schon dabei sein. Dann gehts weiter Schlag auf Schlag“, sagte Hasenhüttl, der auch klar Stellung zu den Wechselspekulationen um die Mittelfeld-Asse Naby Keita und Emils Forsberg bezog. „Nächstes Jahr haben wir sportlich alles zu bieten, was wir bieten können. Mehr geht nicht und deshalb glaube ich, sollen sie froh sein, dass sie bei uns spielen dürfen.“

RB Leipzig hatte einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge ein Angebot über 65 Millionen Euro vom FC Liverpool für Mittelfeld-Motor Keita abgelehnt. Top-Vorlagengeber Forsberg war durch seinen Berater immer wieder mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht worden. Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick hatte immer wieder betont, keinen Leistungsträger ziehen zu lassen.

RB Leipzig – Mehr geht nicht

Diese Haltung begrüßt Hasenhüttl. „Wir machen ja hier nicht die Aufbauarbeit, dass wir dann anderen Vereinen gute Spieler liefern. Wir holen nicht junge Spieler, um sie nach zwei Jahren irgendjemandem weiterzureichen, damit der große Freude hat“, sagte Hasenhüttl, der mit dem 7:0 beim Sechstligisten SV Dessau 05 den ersten Testspielsieg feierte.

Da gab Verteidiger Lukas Klostermann nach seinem Kreuzbandriss im September vergangenen Jahres sein Comeback. „Auch wenn es nur ein Testspiel war, war es für mich ein absolutes Glücksgefühl, wieder auf dem Platz stehen zu können. Ich freue mich auf die nächsten Spiele“, sagte Klostermann. Die gibt es dann im Trainingslager in Österreich.

Am Wohlfühlfaktor in seinem Heimatland hat Hasenhüttl keine Zweifel. Die Luft sei gut, das Essen auch, sagt er und lacht. Für die Spieler dürfte die Luft manchmal knapp werden, das Essen zugeschnitten auf die körperlichen Anforderungen.

In der insgesamt dritten Vorbereitungswoche wird der RB-Coach erstmals alle Spieler zur Verfügung haben. Als letzter Akteur stößt Timo Werner zum Trainingslagerstart dazu. Der beste deutsche Liga-Torschütze der vergangenen Saison hatte erst nach dem Gewinn des Confed Cups mit der deutschen Nationalmannschaft seinen Sommerurlaub antreten können.

Sechs Neue sollen dem Kader den nötigen Halt geben

Werner, Keita, Forsberg - das für jeden Gegner hoch gefährliche offensive RB-Dreieck. Dazu nun auch noch der offensiv ausgerichtete Konrad Laimer, der von RB Salzburg nach Leipzig wechselte – er war zum Spieler der vergangenen Saison in Österreich gewählt worden. Übrigens als Nachfolger von Keita, der vor einem Jahr via Salzburg in Leipzig gelandet war.

Laimer, dazu Stürmer Jean-Kévin Augustin, der sich mit einem Hattrick beim 7:0 in Dessau bereits von seiner starken Seite präsentiert hatte. Bruma, Ibrahima Konaté und die beiden Torhüter Yvon Mvogo und Philipp Köhn – sechs Neuzugänge sollen dem Kader den nötigen Halt für die neue Dreifach-Belastung geben, vor allem aber auch den Konkurrenz-Kampf anheizen. Zudem geben sie Hasenhüttl auch die Möglichkeiten zu rochieren, wenn Mitte September die Gruppenphase der Champions League ansteht.

Einen kleinen Vorgeschmack auch auf die Trips innerhalb Europas bekommen die Leipziger Spieler unmittelbar nach dem Trainingscamp, in dem sie am 25. Juli den ersten echten Härtetest gegen den türkischen Pokalsieger Konyasport bestreiten. Von Seefeld geht es nach London zum Emirates Cup, tags darauf steht eine Partie gegen den FC Sevilla an, weitere 24 Stunden später ein Match gegen Benfica Lissabon. „Dann können wir die Jungs auf Herz und Nieren prüfen, vor allem auch die neuen Spieler“, sagt Hasenhüttl, auf dessen Team am 5. August in der Red Bull Arena mit dem Premier-League-Club Stoke City die Generalprobe gegen einen weiteren internationalen Gegner wartet.

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