06. November 2018 / 10:36 Uhr

Abschlussschwäche beim 1:2 gegen Heide kostet Eutin 08 die Teilnahme am Masters

Abschlussschwäche beim 1:2 gegen Heide kostet Eutin 08 die Teilnahme am Masters

Jan-Philipp Wottge
Mit letztem Einsatz wirft sich Heides Jannik Sierks (vorne) in den Schuss von Tim Gürntke (links) und Rasmus Tobinksi (Mitte). Heides Jonas Hussner (rechts) ist nur Zuschauer.
Mit letztem Einsatz wirft sich Heides Jannik Sierks (vorne) in den Schuss von Tim Gürntke (links) und Rasmus Tobinksi (Mitte). Heides Jonas Hussner (rechts) ist nur Zuschauer. © Jan-Phillip Wottge
Anzeige

Der Traum vom SHFV Lotto Masters ist nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Heider SV ausgeträumt. Eutin 08 bleibt am 5. Januar 2019 in der Kieler Sparkassen-Arena nur die Zuschauerrolle, wenn die acht stärksten Teams Schleswig-Holsteins um die Hallenfußball-Krone kämpfen.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Bei Rasmus Tobinski entlud sich die Enttäuschung nach 79 Minuten, als sich der 08-Torjäger zu einem brutalen Frustfoul an der Seitenlinie gegen Heides Steffen Neelsen hinreißen ließ. „In dieser Aktion kam alles hoch. Die verpasste Masters-Quali und dass er nicht getroffen hatte“, nahm 08-Coach Lars Callsen seinen jungen Angreifer in Schutz. Tobinski hatte vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel gegen den HSV die Motivationsrede im Mannschaftskreis gehalten.

Und es ließ sich gut an. Ungeachtet des bevorstehenden Trainerwechsels von Lars Callsen zu Dennis Jaacks am 1. Januar 2019 legten die Eutiner los wie die Feuerwehr. Erspielten sich drei Großchancen in den ersten zehn Minuten. „Von Unruhe war nichts zu spüren. Wir haben ein starkes Spiel gemacht. Zwei Fehler brechen uns neben unserer Chancenverwertung letztlich das Genick. Wenn wir 5:2 zur Halbzeit führen, kann sich keiner beschweren“, konstatierte 08-Keeper Lennart Weidner. Ins selbe Horn stieß auch Heides Trainer Sönke Beiroth: „Eutin war extrem gut. Legen sie das zweite und dritte Tor nach, geht hier für uns gar nichts mehr.“

Doch es kam anders. Die Nullachter trafen bis zur Halbzeit trotz eines deutlichen Chancenplus nur per Rave-Foulelfmeter (17.). Der HSV machte hingegen aus eineinhalb Chancen zwei Tore. Erst durchbrach Jonah Gieseler (32.) nach einem langen Pass die Eutiner Viererkette, dann nutzte Leif Hahn einen fatalen Schlüter-Fehlpass als Vorlage zum 2:1-Siegtreffer. „Ich gehe auch zu früh runter“, nahm Weidner eine Teilschuld auf sich.

„Wir hätten wohl noch 300 Minuten spielen können und wären ohne weiteres Tor geblieben“, haderte Callsen auch in der zweiten Halbzeit mit der ausbleibenden Effektivität. Nahezu symbolisch landete der Abschluss von Sebastian Witts Sololauf am Innenpfosten und sprang zurück ins Feld (56.). „Wir haben es schlichtweg verpasst, die nötigen Tore zu machen. Das Hallenmasters haben wir nicht heute sondern im September verspielt“, gestand Callsen und ergänzte: „Heide ist jetzt Zweiter, die schlagen 500 Bälle lang nach vorne. Wir sind bei unserem Plan geblieben.“

Ein mittelschweres Nachbeben folgte am Sonntag. Liga-Obmann Martin Wagner trat per Whats-App-Nachricht per sofort von seinem Amt zurück. Zu den Gründen schweigt er sich vorerst aus. Eine Rückkehr schloss er aus. Die Vereinsführung um den kommissarischen Vereinsvorsitzenden Jan Knoop war bezüglich des Trainerwechsels in der Winterpause zu keiner Stellungnahme bereit.

Mehr Fußball aus der Region

Alle bisherigen Helden der Woche findet ihr auf einen Blick in unserer Bildergalerie:

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Kiel
Sport aus aller Welt