Patrick Langer (Tresenwald/Mitte) bei der Ballannahme. Patrick Langer (Tresenwald/Mitte) bei der Ballannahme. © Bettina Finke
Patrick Langer (Tresenwald/Mitte) bei der Ballannahme.

Absteiger SV Tresenwald schaffte Klassenerhalt

Saisonrückblick zum SV Tresenwald: Die Teichmann-Truppe spielte in der Kreisoberliga eine durchwachsene Serie.

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Machern. Nach der maßlos enttäuschenden Stippvisite in der Landesklasse in der Saison 2015/16 musste sich der SV Tresenwald als Absteiger in der Kreisoberliga neu orientieren. Viele Leistungsträger verließen den SV Tresenwald. Talente aus dem Nachwuchsfußball gab es nicht. Eine zweite Herrenmannschaft – ebenfalls Fehlanzeige.

Die Verantwortlichen erkannten den bitteren Ernst der Lage. Das aktuelle Saisonziel in der Kreisoberliga konnte nur Klassenerhalt heißen. Die vakante Trainerfrage wurde positiv entschieden. Steffen Teichmann, der sich viele Jahre als Übungsleiter mit dem TSV Burkartshain erfolgreich in der Kreisoberliga behauptete, wurde verpflichtet. Wenigstens zwei Verstärkungen konnte der SV Tresenwald zu Saisonbeginn vermelden. Patrick Langer, ausgestattet mit Landesklasse- und Landesligaerfahrung bei der SG Taucha, kehrte in seine Heimat zurück. Mit ihm kam der dribbelstarke Mittelfeldspieler Martin Seltmann (SG Taucha 99).

Die Punktspielansetzungen besaßen für die Tresenwalder eine glückliche Fügung. Es begann mit einem Heimspiel auf dem Gerichshainer Sportplatz gegen die Traditionsmannschaft Chemie Böhlen. Der Vorjahressechste wurde verdient mit 4:3 bezwungen. Beim nächsten Auswärtsspiel in Waldheim saßen die Konter und die Tresenwalder gewannen mit 3:1. Das folgende Heimspiel gegen TSV Großsteinberg brachte einen wichtigen 1:0-Erfolg. Drei Siege und Tabellenplatz zwei. Die Konkurrenz sprach in Hinblick auf das bescheidene Saisonziel von Tresenwalder Tiefstapelei.

Es begann eine gruselige Spielserie

Die Insider freuten sich über neun wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Sie sollten recht behalten. Es begann eine gruselige Spielserie. Bei der knappen 2:3-Niederlage in Ostrau fehlte die Cleverness. In Burkartshain kamen die Tresenwalder mit 1:5 unter die Räder. Die 1:3-Heimniederlage gegen Meister SV Naunhof war Normalität. Die folgende 0:9-Pleite in Grimma gegen die Landesligareserve gehörte zu den größten Peinlichkeiten in dieser Saison. Nach dieser kraft- und saftlosen Vorstellung war man die Schießbude der Kreisoberliga.

Die Mannen von Trainer Steffen Teichmann gelobten Besserung. Es gab zwei verdiente Heimsiege: 3:0 gegen Fortuna Neukirchen und ein 2:0 gegen den Falkenhainer SV. Dazwischen brachte man beim 0:0 in Deutzen noch einen Auswärtspunkt mit. Wer jetzt glaubte, der SV Tresenwald ist aus dem Gröbsten raus, sah sich getäuscht.

Eine weitere extreme Niederlagenserie folgte. Es gab keinen Sieg in den folgenden zehn Punktspielen. Die Bilanz: acht Niederlagen und zwei Unentschieden. Die Nerven lagen oft blank, zumal völlig unnötige Punktverluste dabei waren. Das Tal der Tränen zog sich von Ende Oktober 2016 bis Ostern 2017.

Die Kicker kamen spät aus dem Gröbsten raus

Tresenwald steckte tief im Abstiegsstrudel, denn zu dieser Zeit hätte es im schlimmsten Fall vier Absteiger aus der Kreisoberliga geben können. Völlig überraschend gelang den Teichmann-Schützlingen ein 4:1-Heimsieg gegen die Spitzenmannschaft FC Grimma II. Die Freude währte nur kurz, denn am folgenden Wochenende standen die Tresenwalder in Neukirchen neben den Schuhen. Im schwächsten Punktspiel des Jahre 2017 kassierte sie gegen Fortuna Neukirchen eine 1:5-Schlappe. Auch im folgenden Heimspiel gegen Deutzen konnte trotz Leistungssteigerung eine 2:4-Heimniederlage nicht verhindert werden. Der Abstieg war fühlbar. Endlich: Der SV Tresenwald erwachte aus seiner Lethargie und zeigte in den verbleibenden sieben Punktspielen sein wahres Leistungsvermögen (fünf Siege und zwei Unentschieden).

Den Anfang machte ein verdienter 2:0-Auswärtssieg in Falkenhain. Das 2:2 Unentschieden daheim gegen die starken Frohburger war keine Enttäuschung. Das Nachholespiel beim TSV Großsteinberg wurde mit 5:0 gewonnen. In Roßwein holte man gegen den späteren Vizemeister beim 1:1 einen Punkt. Die deutliche Überlegenheit gegen Alemannia Geithain spiegelte sich in einem 3:0-Heimsieg wieder. Am neuen Tresenwalder Höhenflug hatte Patrick Langer maßgeblichen Anteil. Nach langer Verletzungsmisere fand er als ehemaliger Landesligaspieler zu seiner Form und schnürte in zehn Tagen zwei Dreierpacks. Am Ende war Patrick Langer Tresenwalds bester Torschütze mit zehn Treffern. Auch in den letzten zwei Punktspielen blieben die Tresenwalder in der Erfolgsspur. Mit effektiver Chancenverwertung schafften man in Bennewitz einen 3:1-Auswärtssieg. Gegen die SG Gnandstein wurde daheim noch ein 2:1-Sieg nachgelegt.

Fazit: Nach Berg- und Talfahrten verhinderte ein Höhenflug den Abstieg.

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