26. Januar 2018 / 10:49 Uhr

Acht Mannschaften kämpfen um den Sparkassen Hallenmasters Pokal

Acht Mannschaften kämpfen um den Sparkassen Hallenmasters Pokal

Uwe Kläfker
Die Hallenspezialisten des VfR Evesen wollen Titelverteidiger VfL Bückeburg am Sonntag entthronen.
Die Hallenspezialisten des VfR Evesen wollen Titelverteidiger VfL Bückeburg am Sonntag entthronen. © hga
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VfL Bückeburg will in Obernkirchen den Titel verteidigen

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Es ist angerichtet: Der Höhepunkt der Hallenfußballsaison geht am Sonntag in der Obernkirchener Kreissporthalle über die Bühne. Am 28. Januar kämpfen ab 12.30 Uhr die besten acht Schaumburger Mannschaften um die Hallenkrone. Als Titelverteidiger startet der VfL Bückeburg ins Turnier.

Gruppe A

Das Los wollte es so: In der Gruppe A tummeln sich die Favoriten auf den Masterssieg. Der VfL Bückeburg und der VfR Evesen sind die heißen Titelaspiranten. Vorjahresfinalist FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen und der TSV Algesdorf streben hingegen die Überraschung an.

VfL Bückeburg

Nach den Turniersiegen beim FC Hevesen und beim eigenen EMB-Cup stand die Teilnahme des VfL Bückeburg an der Masters-Endrunde bereits im Dezember fest. „Die Vorbereitung auf die Rückrunde genießt bei uns Priorität“, sagt Trainer Nico Felix. Dennoch freut er sich aufs Masters: „Das ist immer etwas ganz Besonderes. Wir wollen ein gutes Turnier spielen und den Verein repräsentieren.“ Der VfL wird nicht mit einem Mix aus Herren- und Jugendspielern antreten. "Das lässt der Vorbereitungsplan der A-Junioren nicht zu“, so Felix, der mit Blick auf die Rückrunde aber auch kein Risiko eingehen möchte und keine  ungeschlagenen Spieler aufbieten wird. „Dennoch haben wir die Verpflichtung, uns zu zeigen. Das Masters ist ein toller Abschluss.“

VfR Evesen

Beim VfR Evesen wird das Thema Müdigkeit eine große Rolle spielen. Die Hallenkünstler von Trainer Steffen Mitschker spielen bereits am Sonnabend beim 11. Dewezet-Supercup mit. Nur einen Tag später stehen sie in Obernkirchen auf dem Feld. „Wir haben ausreichend Spieler. Alle sind heiß, und alle wollen bei beiden Turnieren dabei sein“, blickt Mitschker voraus. Der VfR-Coach setzt auf die fußballerischen Qualitäten seiner Jungs. Zudem müsse sein Team einen kühlen Kopf bewahren. Auch im vergangenen Jahr ging der VfR als Favorit ins Turnier, kam dann aber nicht in Schwung, sondern ließ viel Energie in Diskussionen mit den Schiedsrichtern. „Das ist total überflüssig, denn damit machen wir uns selbst das Leben schwer“, sagt Mitschker. „Es geht nur um  Fußball, und man muss Entscheidungen auch mal akzeptieren.“

Der TSV Algesdorf (blaues Trikot) hat drei Quali-Turniere gewonnen und geht als Geheimfavorit ins Rennen.
Der TSV Algesdorf (blaues Trikot) hat drei Quali-Turniere gewonnen und geht als Geheimfavorit ins Rennen. © hga
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FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen

Die spielstarke FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen ist immer für eine Überraschung gut. Im Angriff soll es das kongeniale Duo Fabian Nerge und Alexander Wellschmidt richten. Trainer Michael Treichel hat die Auslosung allerdings ein wenig die Sprache verschlagen: „Das ist Wahnsinn.“ Der Coach ist trotzdem zuversichtlich, schließlich hat sein Team beim Matz-Pokal sowohl den VfR Evesen als auch den VfL Bückeburg geschlagen. „Die sind auch nicht froh, dass sie gegen uns spielen müssen“, vermutet Treichel, der sich auf die Endrunde freut. Als einer von zwei Kreisligisten im Teilnehmerfeld ist die FSG auf dem Papier  nur Außenseiter. Das hielt das Treichel-Team im vergangenen Jahr jedoch nicht davon ab, das Finale gegen den VfL Bückeburg zu erreichen.

TSV Algesdorf

Auch der TSV Algesdorf rechnet sich in dieser „Todesgruppe“ eine reelle Außenseiterchance aus. Die Mannschaft von Timo Nottebrock feierte in dieser Hallensaison bereits drei Turniersiege. Das kampfstarke Team gibt keinen Ball verloren und hat zudem einige vorzügliche Hallenkicker in seinen Reihen.  Maximilian Schmidbauer ist ein souveräner Rückhalt und Kevin Bytomski ein zweikampfstarker „Terrier“. Der pfeilschnelle Steffen Sölter ist nur schwer zu toppen, und im Angriff ergänzen sich der treffsichere Sebastian Eiselt und der trickreiche Julian Meyer perfekt. Der Bezirksligist absolviert am morgigen  Sonnabend noch ein Testspiel gegen den Koldinger SV. „Wir wollen Spaß haben und sind krasser Außenseiter“, stapelt Nottebrock vor dem Masters-Finale tief.

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Gruppe B

Die Gruppe B ist auf den ersten Blick die leichtere, aber ebenfalls sehr ausgeglichen besetzt. Hier spielen der FC Stadthagen, der SV Obernkirchen, TuS SW  Enzen und der TSV Hagenburg um den Einzug ins Halbfinale.

FC Stadthagen

Der Bezirksligist hat die Qualifikation für die Endrunde locker geschafft. Das Team von Trainer Oliver Nerge ist die große Unbekannte. Mit voller Kapelle gehören die Blauhemden zum Favoritenkreis – kommt jedoch die zweite Garde, könnte es mit dem Erreichen des Halbfinals eng werden. Das prestigeträchtige Masters wird der FC aber sicher nicht abschenken, sondern eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken. „Wir nehmen das Turnier ernst, haben aber leider nicht alle Spieler zur Verfügung“, bedauert Keeper Ciro Miotti, der wieder im Tor stehen wird und zur Not auch als Torjäger einspringen will. Beim Turnier des TuS Sülbeck glänzte der Altmeister als dreifacher Torschütze.

TuS SW Enzen

Die Schwarz-Weißen sind zum zweiten Mal beim Sparkassen Hallenmasters dabei, die diesjährige Teilnahme ist eher zufällig entstanden. Die Mannschaft wollte nur an zwei Turnieren teilnehmen, ließ sich aber zum Start beim Kiel-Cup in Hagenburg überreden. Dort gelang der 2. Platz, und das Masters-Fieber war entfacht. Beim gut besetzten Paul-Home-Company-Cup in Sülbeck erreichte der Bezirksligist den 3. Platz, das Masters war zum Greifen nah. Gelöst wurde das Ticket mit dem ersten Sieg beim eigenen Toyota-Stelzer-Cup. „Es lief vor allem in Sülbeck unverhofft gut“, fasst Trainer Fabian Stapel die Qualifikationsrunde zusammen. „Da hat uns der Ehrgeiz gepackt.“ Die Enzer Stärke ist ihre Unberechenbarkeit: Spieler wie Leon Horstmann, Lennart Faul, Kevin Wöbbeking und Kevin Gottwald sind immer für ein Tor gut. „Wir freuen uns auf das Masters“, sagt Stapel. „Ich werde unsere besten Hallenspieler nominieren. Hauptsache, es gibt keine weiteren Verletzungen zu beklagen.“

Der TSV Hagenburg hat gute Hallenspieler und will beim Masters-Finale für die ein oder andere Überraschung sorgen.
Der TSV Hagenburg hat gute Hallenspieler und will beim Masters-Finale für die ein oder andere Überraschung sorgen. © hga

SV Obernkirchen

Die Hallenmasters-Endrunde ohne den gastgebenden SV Obernkirchen? Das geht eigentlich nicht – die gute Stimmung in der Halle würde leiden. So haben es die Bergstädter in letzter Minute doch noch geschafft: Der 2. Platz beim Extaler-Cup des SV Engern brachte ihnen das letzte Ticket. Entsprechend groß war die Freude in Reihen der Gelb-Schwarzen. „Natürlich freut man sich, wenn es dann doch noch klappt“, stellt SVO-Trainer Martin Prange klar. „Aber es war nicht unser primäres Ziel.“ Jetzt wolle man es auch genießen, sagt der Coach, der seine Mannschaft in der Außenseiterrolle sieht. „Von den Namen haben wir  vielleicht die etwas leichtere Gruppe erwischt, aber in der Halle kann jeder jeden schlagen.“ Die richtige Einstellung sei wichtig, man müsse als Spieler die Wege mitgehen. Der Spaß stehe aber im Vordergrund, so Prange, der sich über einen Neuzugang freut. Marlo Niemann ist vom Kreisligisten FC Hevesen zum SVO gewechselt. Mit Moritz und Hannes Franke sowie Torben Wehmeyer hat Prange weitere Eisen im Feuer, die aus unterschiedlichen Gründen erst in der Rückrunde richtig eingreifen und folglich quasi als Neuzugänge zu sehen sind. Auch Oguzhan Gök zählt zu dieser Kategorie. „Er will mitmachen und bereitet sich intensiv vor“, sagt Prange und hofft, mit ihm den vermissten Torjäger gefunden zu haben.

TSV Hagenburg

Der TSV Hagenburg war lange nicht mehr beim Masters dabei, hat sich in dieser Hallensaison aber frühzeitig für die Endrunde qualifiziert. Nach dem Erfolg beim eigenen Kiel-Cup genügte der 2. Platz beim Lauenauer Kurt-Levy-Cup für das Endrunden-Ticket. „Es ist sehr erfreulich, dass wir das geschafft haben“, sagt Trainer Felix Dyck. „Geplant war es nicht. Kompliment an die Mannschaft – ich bin sehr zufrieden.“ Überraschend kam der Erfolg aber nicht: „Wir haben gute Hallenspieler im Team“, stellt der Coach fest. Beim Masters sei seine Mannschaft nur Außenseiter. „Aber wir sind als einziger Kreisligist in dieser Vorrundengruppe nicht chancenlos.“ In erster Linie wollen die Seeprovinzler in Obernkirchen Spaß haben. Gegen die ganz großen Kracher im Schaumburger Hallenfußball haben die Hagenburger bei drei überwiegend mit Kreisteams besetzten Turnieren noch nicht gespielt. Das wird eine neue Erfahrung. Dyck hält sich als Coach in der Hallenrunde zurück, lässt die Mannschaft in Eigenregie handeln. „Ich werde aber als Fan dabei sein.“

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