Admira-Trainer Stefan Eggert sah eine denkwürdige Partie seiner Mannschaft © Oliver Schwandt

Admira-Trainer Stefan Eggert: "Wer in der Halbzeit ging, der hat was verpasst"

Kreisoberliga Dahme/Fläming: Nach dem 5:4 Sieg spricht Stefan Eggert über die Aufholjagd seiner Mannschaft gegen den SV Fichte Baruth.

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Es war die wohl denkwürdigste Partie der noch so jungen Saison der Kreisoberliga Dahme/Fläming. Der FSV Admira 2016 liegt zur Pause mit 0:4 gegen Aufsteiger Fichte Baruth zurück. Was dann im zweiten Abschnitt folgte, war eine Dramaturgie die seines gleichen suchte.

MAZ Sportbuzzer: Hallo Stefan, Du kannst Dir wahrscheinlich denken, warum wir Dich für ein Interview an Dein Handy zerren?

Stefan Eggert: (lacht): Ja, klar!

Sportbuzzer: Was war denn in der ersten Halbzeit mit Euch los?

Stefan Eggert: Es steht nach knapp 20 Minuten 0:4. Es lief nichts zusammen, keine Zweikampfführung, viele Pässe kamen nicht an und der Gegner nutzte auch jede Chance eiskalt aus. Das muss man auch einfach so klar sagen. Ihnen gelang einfach alles, so wie der Sonntag-Schuss zum 0:2.

Sportbuzzer: Wie war Deine Gemütslage und die Stimmung in der Kabine nach dem Halbzeitpfiff?

Stefan Eggert: (nachdenklich) Bescheiden...vor allem ist es als Trainer immer eine Herausforderung eine Mannschaft nach so einer Halbzeit aufzubauen. Verbal eindreschen bringt ja auch nichts. Ich habe ihnen gesagt: "Wenn die in 20 Minuten vier Tore schießen können, dann wir wohl auch". Außerdem habe ich taktisch umgestellt.

Sportbuzzer: Viele Zuschauer von Euch werden wohl schon nach Hause gegangen sein, als Ihr im zweiten Durchgang zur Aufholjagd angesetzt habt oder?

Stefan Eggert: Wer in der Halbzeit ging, der hat was verpasst! Aber mal im ernst, die Ampelkarte für die Gäste vor der Pause, das schnelle 1:4 und die Rote Karte nach Foulspiel an Mathias Voro spielte uns total in die Karten. Vielleicht hat Baruth danach begonnen nachzudenken.

Sportbuzzer: Plötzlich schießt Ihr innerhalb von zwölf Minuten mal eben vier Tore! Wie erlebt man das auf der Trainerbank?

Stefan Eggert: In der letzten Spielzeit hätte ich wohl keinen Pfifferling mehr auf uns gesetzt. Aber es können in dieser Saison einfach mehrere Spieler Tore erzielen. Gefühlstechnisch liegen natürlich Welten zwischen beiden Halbzeiten. Als Stefan Sommerfeld das 5:4 erzielte, war das ein sehr emotionaler Moment für die Mannschaft, für das Trainerteam und die Fans die noch da waren. Wir haben dann probiert die Sache mit zwei Mann mehr zu verwalten und haben nicht auf das sechste Tor gespielt. Das hat geklappt.

Sportbuzzer: Gab es ausgelassene Szenen nach der Partie?

Stefan Eggert: Es wurde der ein oder andere "Stiefel" mehr in der Kabine herumgereicht, wir waren einfach stolz auf diese Leistung. Sowas erlebt man ja auch nicht oft in seiner Laufbahn als Fußballer.

Sportbuzzer: Und in der kommenden Woche gegen die Reserve von Eintracht Miersdorf/Zeuthen hoffst Du dann auf eine weniger dramatische Partie?

Stefan Eggert: In Zeuthen müssen wir einfach wieder die komplette Spielzeit Bereitschaft zeigen und das was uns ausmacht auf den Rasen bringen. Wir wollen natürlich auch dort was mitnehmen. Meine Mannschaft könnte das dann auch mal routinierter machen, weil noch so ein Spiel wie gegen Baruth macht mein Herz glaube ich, nicht mehr mit.

Region/Brandenburg Kreis Dahme/Fläming FSV Admira 2016 SV Fichte Baruth Kreisoberliga Kreis Dahme/Fläming Herren Liga

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