08. August 2018 / 22:39 Uhr

Ahmet Arslan ist wieder da!

Ahmet Arslan ist wieder da!

Jürgen Rönnau
Heimkehrer Ahmet Arslan beim ersten Training gegen Marvin Thiel und Dennis Hoins.
Heimkehrer Ahmet Arslan beim ersten Training gegen Marvin Thiel und Dennis Hoins. © CHRISTIAN SCHAFFRATH/54°
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VfB Lübeck landet Coup auf dem Transfermarkt: Ur-Grün–Weißer über HSV und VfL Osnabrück zurück an der Lohmühle.

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Um 15.30 Uhr wurde beim VfB Lübeck eine Unterschrift geleistet, die Signalwirkung haben dürfte. Ahmet Arslan, als grün-weißes Supertalent 2014 über den HSV in den Profifußball gestartet, kehrt nach vier Jahren in Hamburg und beim VfL Osnabrück zurück zur Lohmühle. Der 24-Jährige unterzeichnete einen Zweijahresvertrag. Der VfB schickt damit ein Zeichen an die Konkurrenz im Titelkampf. Und Trainer Rolf Landerl sagt: „Das ist für uns eine kolossale Verstärkung, ich bin dem Verein dankbar, dass er diesen Transfer möglich gemacht hat.“

Es war ein komplizierter Weg, bis der Deal unter Dach und Fach war. Seit einigen Monaten schon gibt es Kontakte, aber der Berater von Arslan, Ex-HSV- Star Jürgen Milewski und sein Partner Michael Koch (Ex-VfBer) waren bemüht, ihren Mandanten nach Vertragsende bei Drittligist Osnabrück im gehobeneren Profibereich unterzubringen. Vier Wochen präsentierte sich Arslan bei zwei türkischen Zweitligisten – am Ende gab es kein tatsächlich seriöses Angebot. Der VfB aber blieb hartnäckig am Ball. Arslan hielt sich danach mit einem Personal-Trainer zusammen mit seinem Ex-HSV-Kollegen Ashton Götz (ebenfalls noch ohne neuen Klub) fit – und er näherte sich dem VfB mehr und mehr an. „Sie haben sich unglaublich um mich bemüht,“ sagt er. „Das hat mich sehr beeindruckt. Und ich habe sie jetzt zweimal gesehen, gerade gegen Jeddeloh – das war stark.“

Ahmet Arslan: "Ich bin Lübecker. Der VfB ist mein Verein.“

Und dann waren da die Gespräche mit den Verantwortlichen. Mit dem Trainer, mit Sportvorstand Michael Hopp, dem größten Arslan-Fan und -Förderer, der den begnadeten Kicker 2011 vom TSV Siems in die A-Jugend des VfB holte, mit Sportdirektor Stefan Schnoor. „Da war dann dieses VfB-Feeling, das ich nie verloren habe, wieder voll da“ , sagt Arslan, „das ist schon emotional, das ist, wie nach Hause zu kommen.“ Er weiß aber auch: „Die Erwartungen sind natürlich hoch. Ich habe beim HSV sehr erfolgreich in der Regionalliga gespielt, da viele Tore geschossen. Ich war mehrfach im Bundesligakader, durfte im Nordderby gegen Werder sogar spielen. Und ich war Stammspieler in der 3. Liga in Osnabrück. Daran werde ich gemessen werden – aber dem stelle ich mich. Ich weiß, was ich kann und das stelle ich dem Team bedingungslos zur Verfügung – von mir aus gern schon am Freitag beim Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg II. Ich habe Ziele mit dem VfB, sonst wäre ich nicht gekommen - und warum sollten aus den jetzt erstmal festgeschriebenen zwei Jahren nicht mehr werden? Wenn’s super läuft, gern fünf oder zehn Jahre. Ich bin Lübecker. Der VfB ist mein Verein.“

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Am Nachmittag hatte Arslan seine erste Trainingseinheit auf der Lohmühle seit vier Jahren, von den alten Kollegen waren nur noch Stefan Richter (der für Arslan den Spitznamen „Achim“ erfand), Marvin Thiel und Aleksandar Nogovic dabei (Fabio Parduhn fehlte verletzt). Der VfB-Vorstand war auf der Tribüne mit Thomas Schikorra, Michael Hopp und Florian Möller, dazu Sportchef Stefan Schnoor, sehr angetan von den ersten Arslan-Darbietungen. Im Abschlussspiel erhielt der „Neue“ bereits das weiße Signal-Trikot als Dreh- und Angelpunkt. Denn dafür ist er geholt worden. Mit einem Traumtor - trotz Gegenwehr - in den rechten Winkel und einigen exzellenten Zuspielen in den torgefährlichen Bereich, setzte Arslan diverse Ausrufezeichen. Da hat der VfB wohl einen wirklichen guten Fang gemacht.

Das erste Training von Ahmet Arslan

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