17. Januar 2018 / 12:53 Uhr

Potsdamerin "heißeste Athletin der Welt": Wie die Urlaubsfotos von Alica Schmidt um die Welt gehen

Potsdamerin "heißeste Athletin der Welt": Wie die Urlaubsfotos von Alica Schmidt um die Welt gehen

Peter Stein
In Bildern: Alica Schmidt - Deutschlands schönste Leichtathletin
Alica Schmidt steht seit dem 1. Dezember 2017 beim SC Potsdam unter Vertrag. © Bernd Gartenschläger
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Die Sprinterin des SC Potsdam wurde von der "Sun" und "Maxim" zur "heißtesten Athletin der Welt" erkoren.

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Wenn Alica Schmidt die Spikes schnürt, sich in den Startblock kniet und lossprintet, dann wird die Stadionrunde zum 400 Meter langen Laufsteg. Der Neuzugang beim SC Potsdam ist nicht nur auf der Kunststoffpiste schnell, sie startete auch im Netz durch und wurde von der "Sun" und dem Männermagazin "Maxim" sogar schon als "heißeste Athletin der Welt" betitelt.

Reaktionen aus aller Welt

Auf ihrem Instagram-Account ging plötzlich die Post ab, mittlerweile steht sie bei über 150.000 Followern. Und es werden mehr und mehr. „Das hat mich total geschockt, was da abging“, gibt die 19-Jährige zu. Dabei sei alles nur ein Urlaubsspaß gewesen. Ihr Freund, der Potsdamer Kanute Fredi Richter-Mendau habe in Thailand ein paar Fotos gemacht, die sie dann ins Netz stellten. Auf einmal gab es Reaktionen aus der ganzen Welt. Ob Amerika oder Australien oder in britischen Boulevardzeitungen – Alica Schmidt verzauberte alle.

In Bildern: Alica Schmidt - Deutschlands schönste Leichtathletin.

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„So was war nicht geplant“, erzählt sie in einer Trainingspause in der Leichtathletikhalle im Potsdamer Luftschiffhafen. „Auch meine Eltern und Freunde waren ziemlich überrascht, die Reaktionen aber eher positiv.“ Mittlerweile hat sie die ersten professionellen Fotoshootings für ihren neuen Sportausrüster Puma schon hinter sich, weitere für eine Zeitschrift sollen folgen.

"Als Model sehe ich mich nicht"

„Als Model sehe ich mich nicht. Das ist nicht der Wettbewerb, in dem ich die Goldmedaille gewinnen will“, erklärt die Leichtathletin, die schon als Dreijährige kurioserweise wiederum im Urlaub zufällig vom Frauen-Sprintbundestrainer Thomas Kremer quasi entdeckt wurde. „Meine Körperspannung fiel ihm sofort auf. So habe ich dann mit sechs, sieben Jahren mit der Leichtathletik in Ingolstadt begonnen“, berichtet die 1,75 Meter große Blondine von ihren sportlichen Anfängen. In diesem Sommer stand sie in der deutschen 4 x 400-Meter-Staffel, die bei den U20-Europameisterschaften in Grosseto/Italien Silber gewann. Außerdem wurde Alica Schmidt deutsche U20-Vizemeisterin über 400 Meter. Ihre Bestzeit steht bei 54,23 Sekunden.

Warum ausgerechnet die knüppelharte Stadionrunde, die die Sprinter im Ziel reihenweise vor Erschöpfung umfallen lässt? „Früher war ich Mittelstrecklerin“, erzählt die grazile Frau. „Aber es ging nicht voran. 400 Meter finde ich interessanter. Das Training macht Spaß, ist abwechslungsreicher. Ja, es ist eine harte Strecke, das reizt mich.“

Von Bayern nach Preußen

Um noch besser trainieren zu können, wechselte sie vom MTV Ingolstadt in Bayern zum SC Potsdam. Die guten Trainingsbedingungen im Luftschiffhafen seien neben ihrem Freund mit ein Hauptgrund für den Ortswechsel gewesen. Allerdings hat sie nach dem Fachabitur das anvisierte Studium für Sportmanagement erst einmal zurückgestellt. „Da bin ich noch am überlegen, in welche Richtung es gehen soll“, gibt sie zu und nimmt nun ein freiwilliges soziales Jahr beim Leichtathletikverband Brandenburg in Anspruch. „In Ingolstadt hatte ich im Winter nicht mal eine Halle zum Training. Am Wochenende sind wir manchmal nach München gefahren. Das war ein enormer Aufwand“, erzählt Alica Schmidt, die in Potsdam bei Landestrainer Kai-Uwe Meier und Frank Möller trainiert. Letzterer, Ex-400-Meter-läufer, führte vor Jahren bereits Claudia Hoffmann auf der Stadionrunde in die deutsche Staffel und zu EM-Silber 2010.

Meier sagt: „Alica hat hier eine gute Trainingsgruppe. Jetzt geht es erst einmal darum, ihre Grundschnelligkeit auf den kurzen Strecken zu verbessern." Letztes Wochenende schaffte sie bereits Bestzeiten. Alica Schmidt könne sich auch vorstellen, auf die 400-Meter-Hürdenstrecke zu wechseln. „Probieren werden wir es nächstes Jahr bestimmt“, meint die talentierte Läuferin. „Ich will schon Anerkennung durch den Sport schaffen und nicht wegen meines Aussehens“, macht sie noch einmal klar.

A DREAM CAME TRUE!! European Vice Champion 😍🇩🇪💪🏼 I'm so proud of us and I just can't believe it! This shows that hard work really pays off at the end. It was a fantastic week with the most amazing people. Being part of team Germany and representing my country makes me so happy❤ It was definitely one of the best experiences in my entire life! We did it 🏃🏼‍♀Thanks to all my friends and my family who supported me by watching the live stream or came to cheer us on😇❤#sport#trackandfield#nationalteam#grosseto2017#trackgirl#europeanchampionships#relay#italy#400m#health#fit#trainhard#blonde#hair#teamgermany#athletics#running#sprint#tracknation#europeanvicechampion#proud#incredible#cantbelieve#hardworkpaysoff#girlspower#fastgirls

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