03. Dezember 2018 / 11:38 Uhr

„Alle besser als ich“: VfL-Trainer Labbadia hat sein Tore-Trio gefunden

„Alle besser als ich“: VfL-Trainer Labbadia hat sein Tore-Trio gefunden

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Labbadia hat mit Mehmedi, Ginczek und Weghorst sein Offensiv-Trio gefunden.
Labbadia hat mit Mehmedi, Ginczek und Weghorst sein Offensiv-Trio gefunden. © imago/Jan Huebner
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Mehmedi, Ginczek und Weghorst: Beim VfL-Sieg in Frankfurt stahl Wolfsburgs Offensive dem Trio der Gastgeber die Schau . Doch hinter dem Achtungserfolg steckt nicht nur offensive Stärke: „In Frankfurt haben wir bestätigt, dass wir im Vorwärtsgang sehr gefährlich sind, wenn wir gut verteidigen“, sagte Bruno Labbadia nach der Partie. 

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Vor dem Spiel sprachen alle vom überragenden Frankfurter Offensiv-Trio. Doch in der Partie zwischen der Eintracht und dem VfL standen nicht Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller im Blickpunkt – sondern Admir Mehmedi, Daniel Ginczek und Wout Weghorst.

Das Angriffs-Dreigestirn des VfL stahl dem Überraschungsteam dieser Saison die Schau. VfL-Trainer Bruno Labbadia: „Ich habe ja schon vorher gesagt, dass wir auch einen guten Sturm haben...“

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. ©
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4-4-2: „Dieses System liegt uns“

Mehmedi und Ginczek trafen, Weghorst gehörte zu den Kilometerfressern – und alle drei fühlen sich im 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute sichtbar wohl. „Dieses System liegt uns“, so der offensive Mittelfeld-Mann Mehmedi, „in Frankfurt haben wir bestätigt, dass wir so im Vorwärtsgang sehr gefährlich sind, wenn wir gut verteidigen.“

Gut verteidigen mit Raute – das ist „immer auch ein Risiko“, so Trainer Labbadia, denn gerade auf Außen lässt sich so nur gut verteidigen, wenn die Offensiv-Zauberer mitmachen. Und das machen sie gut. Dass „Daniel Ginczek stark immer wieder die rechte Seite zumacht“, sei eben ein Teil seiner Qualitäten. Ansonsten gelte für die drei da vorn: „Alle haben Torgefahr, das ist das Allerwichtigste.“

„Wout ist ein unfassbarer Arbeiter“

Und dann habe jeder noch „spezielle Eigenschaften“, fügt Labbadia hinzu – und zählt auf: „Wout ist ein unfassbarer Arbeiter und Kämpfer, der auch das Spiel gut versteht, Bälle halten kann. Daniel ist sensationell mit seiner Abschlussstärke und so wie er auch diesmal insgesamt gespielt hat. Admir ist spielstark, kann mehrere Positionen spielen, ist abschlussstark.“

Wolfsburg siegt in Frankfurt: Die Stimmen zum Spiel

Daniel Ginczek: Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg. Zur Galerie
Daniel Ginczek: "Wir haben gesagt, dass wir eine gute Ausgangslage für die Rückrunde schaffen wollen. Wir hatten zwölf Punkte, jetzt haben wir zwei sehr gute Mannschaften geschlagen und 18 Punkte. Das haben wir uns erarbeitet. Natürlich wollen wir aus den letzten vier Spielen jetzt auch einen maximalen Erfolg." ©

Mehmedi - Wolfsburger Freigeist

Vor allem Mehmedi kann in Spielen wie gestern den Unterschied machen. Das erste Tor machte er selbst, bei der Entstehung des zweiten war er beteiligt. Er ist der Freigeist im Wolfsburger Spiel – mit Einschränkungen. Labbadia: „Wenn wir den Ball haben, kann er überall hin, wenn wir nicht den Ball haben, muss er bestimmte Positionen übernehmen.“

Und dann ist er auch noch abschlussstark, seine Coolness vorm Tor erinnert an die Saison, als er zwölfmal für Freiburg traf, in einem anderen Spielsystem zwar, aber auch mit Freiheiten hinter der Spitze. „Ich war vorm Tor nie schlecht“, sagt er, „auch wenn ich vielleicht nicht der geborene Knipser bin.“ Und dass er abgebrüht sein könne, darüber müsse man sich nicht wundern, schließlich „bin ich mittlerweile 27, habe ein paar Bundesliga-Spiele und auch ein paar Länderspiele gemacht...“

Labbadia hat Offensiv-Formation gefunden

Mehmedi, Ginczek, Weghorst – Labbadia, der auch im zehnten Duell als Trainer mit der Frankfurter Eintracht nicht verlor, hat seine Offensiv-Formation gefunden. Und wer von denen erinnert den Coach Labbadia an den einstigen Stürmer Labbadia? Der Ex-Profi muss für die Antwort nicht lange nachdenken: „Die sind alle besser als ich...“

Das sind die Noten für die Spieler des VfL Wolfsburg nach dem Spiel in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt

Koen Casteels. Zur Galerie
Koen Casteels. ©
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