3096435-20170210181200 Kampf um den Ball: Das Vorjahres-Finale zwischen Pfeil Broistedt (blau) und Groß Lafferde (mit Leibchen) war spannend. Die klassentiefere Teutonia hatte den Favoriten ins Neunmeterschießen gezwungen, verlor dort aber 1:3. Foto: Isabell Massel © Isabell Massel
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Alle tippen auf den FC Broistedt

Aller guten Dinge sind drei: Die Fußballerinnen des FC Pfeil Broistedt haben in den beiden vergangenen Jahren die Hallen-Kreismeisterschaft um den Volksbank-Cup gewonnen - gibt es nun den dritten Titel in Folge für den Oberligisten? „Broistedt ist wieder Topfavorit“, erklärt Torben Harnagel, Coach des Landesligisten VfB Peine. Das Turnier in der Silberkamphalle mit zehn Teams beginnt am Sonntag um 10 Uhr.

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Welche Ziele sich die zehn Teams am morgigen Sonntag in der Peiner Silberkamphalle (10 Uhr) gesetzt haben, erläuterten sie im Gespräch mit der PAZ.

Gruppe A

VfB Peine: Vor einem Jahr sicherte sich der VfB Rang drei - und auch am Sonntag möchte der Landesligist zumindest das Halbfinale erreichen. „Minimalziel ist, die Gruppenphase zu überstehen“, erklärt Coach Torben Harnagel. „Auch das Endspiel könnte für uns machbar sein, wenn es uns gelingt, an die Leistungen anzuknüpfen, die wir zuletzt beim Turnier in Langenhagen gezeigt haben. Da haben wir gegen starke Teams gut gespielt.“ Lediglich mit der Chancenverwertung war er nicht zufrieden. „Da müssen wir noch zulegen. Schaffen wir das, können wir am Sonntag weit kommen“, sagt Harnagel, der derzeit noch überlegt, wen er nominiert. „Alle wollen unbedingt dabei sein, aber ich kann leider nur zehn Spielerinnen einsetzen. Das bedeutet, dass ich einigen ein bisschen wehtun muss.“

SG Denstorf-Sonnenberg: Mit dem Halbfinal-Einzug und Platz vier war die SG im Vorjahr die große Turnier-Überraschung. „Das wollen wir gerne wiederholen“, betont Trainer Kai Bartak, der seinem Team das auch zutraut. Denn: „Wir haben alle Spielerinnen an Bord.“ Also auch Franziska Grabinski, die mit 15 Treffern überlegen die Torjäger-Liste der 7er-Kreisliga anführt. Auch als Mannschaft überzeugt die SG mit Platz zwei und nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfB Peine II. Wenn es bei der Hallen-Kreismeisterschaft in der Gruppe auch zu Platz zwei reicht, wäre der SG-Coach zufrieden. „Aber dafür müssen wir die Kugel laufen lassen und uns bewegen, denn das ist das Wichtigste in der Halle“, fordert Bartak. Sein Titelfavorit? „Broistedt - das Team ist in diesem Jahr unnahbar.“

SG Schmedenstedt-Dungelbeck: Die Atmosphäre der Endrunde genießen - darauf liegt das Hauptaugenmerk des Kreisliga-Fünften. „Für meine Cousine Franziska Baumgärtner ist es zum Beispiel die erste Hallenkreismeisterschaft überhaupt. Sie ist gerade 17 geworden und kann Erfahrung sammeln“, sagt SG-Spielerin Daniela Wolff. Im Vorjahr holte sie mit ihrem Team zwei Siege in der Gruppe und hielt gut mit. Trotzdem: „Wir wollen vor allem nicht Letzter werden. Wir sind keine Hallenspezialistinnen und haben auch nur bei einem Turnier mitgespielt“, sagt die Spielgestalterin. In Edemissen reichte es aber immerhin zum Finaleinzug. Wolff setzt auch Sonntag auf eine disziplinierte Leistung ihres Teams und die Abschluss-Stärke ihrer Schwester Sabrina und ihrer anderen Cousine Mandy Baumgärtner.

SSV Plockhorst: „Ich gehe davon aus, dass der VfB in unserer Gruppe Erster wird. Unser Ziel ist das Halbfinale“, sagt Trainer Gerald Wiedenroth. Und das sei auch machbar, „weil wir in Bestbesetzung antreten können und zudem über einige gute Hallenspielerinnen verfügen“. Sollte sein Team, das vor einem Jahr Rang drei in der Vorrunde belegte, weiterkommen, „ist alles andere danach ein bisschen Glückssache. Um dann das Endspiel zu erreichen, müssten wir einen sehr guten Tag erwischen“, erläutert Wiedenroth.

SG Solschen: Von der Zusammensetzung des Turnieres nicht angetan ist der Trainer der SG Solschen „Es ist schade, dass bei der Kreismeisterschaft immer die großen Drei aus Broistedt, Peine und Groß Lafferde mitspielen. Denn dadurch haben die anderen Vereine kaum eine Chance auf das Weiterkommen“, konstatiert Thomas Papendorf. „Man muss Glück haben, dass man nur eins von den drei starken Teams in seiner Gruppe hat.“ Und das ist diesmal der Fall. „Deswegen ist unser Ziel auch der Einzug ins Halbfinale. Und meine Mädels sind ehrgeizig, so dass ich glaube, dass wir das auch schaffen können. Voraussetzung ist, dass es ihnen gelingt, ihr Potenzial zu hundert Prozent abzurufen.“

Gruppe B

Teutonia Groß Lafferde: Erst im Neunmeterschießen unterlag der Bezirksligist im Vorjahres-Finale dem großen Turnier-Favoriten Pfeil Broistedt. Neunmeter hat die Teutonia aber deshalb nicht geübt, um sich den Volksbank-Cup nach vielen erfolgreichen Jahren wiederzuholen: „Wir waren nur mal im Soccer-Park, aber als Vorbereitung für draußen. Wir haben 0,0 Ambitionen auf den Titel. Die hatten wir die Jahre davor, aber nun ist Broistedt mit seiner individuellen Klasse zu stark. Wir sind vielleicht Best of the Rest. Unser Ziel ist es, das Halbfinale zu erreichen“, sagt Teutonia-Coach Olaf Pickhardt. Dabei helfen soll eine Comebackerin. Lisa Voss wird nach überstandenem Schienbeinbruch wieder mitmischen.

TSV Hohenhameln: Vor zwölf Monaten überraschte der TSV, als er in der Gruppenphase den VfB Peine mit 1:0 bezwang. „Das kann man aber nicht jedes Jahr erwarten“, sagt Coach Dave Stets, der angesichts der Konstellation in der Gruppe B die Chance auf ein Weiterkommen nur als gering einstuft. „Broistedt wird nicht zu schlagen sein, und gegen Lafferde muss schon alles super passen, um eventuell für eine Überraschung sorgen zu können“, erläutert er. „Wir wollen aber auf jeden Fall eine gute Figur abgeben, schließlich ist es das wichtigste Hallenturnier“, konstatiert Stets. Ziel sei es deshalb, „in unserer Gruppe bester Kreisligist zu werden“.

Arminia Vechelde: Die Vorfreude bei den Vechelderinnen auf die Hallen-Kreismeisterschaft ist groß, „denn es ist unsere Premiere“, sagt Trainer Thorsten Bode, der sein Team jedoch als krassen Außenseiter sieht. „Denn die Mädels sind noch sehr jung und außerdem erst das erste Jahr im Frauenfußball aktiv.“ Entsprechend möchten die Vechelderinnen, die seit der D-Jugend zusammenspielen, das Turnier in erster Linie auch dazu nutzen, „um von den Großen zu lernen - schließlich wollen wir da irgendwann hin“, sagt Bode. Überdies hat sich die Arminia vorgenommen, „sich gut zu verkaufen und ein bisschen Werbung für uns zu machen“, sagt Bode.

TSV Eixe: Die kniffligste Aufgabe hatte Eixes Trainer Ron Clement schon vorm Turnier zu lösen: Sein Kader besteht aus 33 Spielerinnen, aber nur 10 dürfen beim Volksbank-Cup auflaufen. Wer das sein wird, verriet er seinem Team am Freitag bei einem Teamabend, bei dem es zudem noch Tipps und Tricks gab, wie das Schlusslicht in der Gruppe mit Titelverteidiger Broistedt und Vorjahresfinalist Groß Lafferde bestehen kann. „Wir befinden uns gerade im Umbruch. Unser Ziel ist es, jedem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen und vielleicht mal die Größeren etwas zu ärgern. Wenn es am Ende Platz drei oder vier in der Gruppe wird, wäre ich zufrieden“, betont Clement.

FC Pfeil Broistedt: In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Oberligist den Siegerpokal und 500 Euro geholt - und auch am Sonntag geht die Konkurrenz davon aus, dass der FC Kreismeister wird. Das ist auch der Anspruche der Pfeile. „Ganz klar, wir wollen den Titel verteidigen und ihn damit zum dritten Mal in Folge gewinnen. Aber ob das auch klappt, ist eine andere Frage, da einige starke Teams mitspielen“, warnt Coach Börge Warzecha. Ziel ist aber nicht nur Platz eins, „sondern wir möchten auch vernünftigen Hallenfußball zeigen“, betont er. Absolute Priorität hat für ihn aber etwas anderes: Am wichtigsten ist, dass sich niemand verletzt, schließlich beginnt für uns in zwei Wochen die Rückrunde.

Region/Peine

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