Im Spitzenspiel des 3. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga trennen sich der SC Freiburg und Turbine Potsdam 1:1-unentschieden. Sportlich und beruflich obenauf: Tabea Kemme (2.v.l.) traf in Freiburg und freut sich nun auf das Flutlichtspiel gegen Bremen. © Jan Kuppert
Im Spitzenspiel des 3. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga trennen sich der SC Freiburg und Turbine Potsdam 1:1-unentschieden.

Alles klar, Frau Kommissar? - Tabea Kemme hat den Abschluss in der Tasche und will auch gegen Werder erfolgreich sein 

Frauen-Bundesliga: Turbine-Torjägerin Tabea Kemme hat ihr Polizei-Studium erfolgreich abgeschlossen und geht künftig in Potsdam auf Streife – am Montag kommt aber erstmal Werder Bremen ins „Karli“.

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Einen goldenen Stern mit der Zahl 6 tragen die Fußballerinnen von Turbine Potsdam über dem Vereinslogo auf ihren Trikots. Er steht für die sechs deutschen Meisterschaften, die der Club aus der Landeshauptstadt feierte. Torjägerin Tabea Kemme hat nun ihren ganz eigenen Stern – die 25-jährige Nationalspielerin trägt ihn auf den Schulterstücken ihrer dunkelblauen Dienstuniform. In dieser Woche hat sie ihr Bachelorstudium an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg abgeschlossen und wurde zur Kommissarin ernannt.

Streifendienst in Potsdam

„Ein schönes Gefühl“, bemerkt Tabea Kemme, die gestern in Oberhavels Kreisstadt vereidigt wurde und nun für drei Jahre Beamte auf Probe ist. „Im Oktober absolviere ich noch einmal ein Einsatztraining, ab November werde ich dann zweimal in der Woche Streifendienst in Potsdam leisten“, sagt die Angreiferin, die zuletzt beim 1:1 in Freiburg ihren ersten Saisontreffer erzielte.

Heute fand die Ernennung zur Polizeikommissarin und zum Polizeikommissar statt. Nach dem 5-jährigen Studium in der...

Geplaatst door Tabea Kemme op maandag 25 september 2017

Als Bundesligaspielerin zählt Tabea Kemme auch künftig zur Sportfördergruppe der Brandenburger Landespolizei, deren erster Jahrgang nun das Studium beendete. Sie muss eine verringerte Zahl an Dienststunden verrichten. „Mehr wäre neben dem Fußball nicht möglich“, sagt sie. Schon während des Studiums habe sie die nötigen Praktikumsstunden gerade so erfüllen können, so die Olympiasiegerin von Rio, die auf Herausforderungen steht. „Verkehrsunfälle mit leichtem Sachschaden sind eigentlich gar nicht so mein Ding. Ich mag Fälle, in denen es auch etwas zu ermitteln gibt“, sagt sie schmunzelnd.

Die Ernennung zur Kommissarin sei ein „befreiendes Gefühl“ gewesen. „Jetzt startet das Berufsleben.“ Gerade als Frau sei es wichtig, sich neben dem Profifußball ein zweites berufliches Standbein aufzubauen, findet die Potsdamerin, die nach dem Laufbahnende von Stefanie Draws nun die dienstälteste Turbine-Spielerin ist. „Der Fußball ist nur ein Lebensabschnitt, da sollte man die Nähe zum Berufsalltag nicht verlieren“, sagt sie.

Kemme: "Sind uns selbst etwas schuldig"

Wenn Montagabend (18 Uhr, Sport1) die Flutlichtmasten im Karl-Liebknecht-Stadion hochgefahren werden, tauscht Tabea Kemme die Uniform aber wieder gegen das blau-rote Turbine-Trikot. Aufsteiger Werder Bremen kommt nach Potsdam. „Wir sind uns selbst etwas schuldig“, sagt die Stürmerin mit Blick auf das frühe DFB-Pokal-Aus in der Vorsaison, als der 1. FFC Turbine nach Elfmeterschießen beim damaligen Zweitligisten an der Weser unterlag. „Das darf uns am Montag nicht nochmal passieren“, ist sich die Offensivspielerin sicher. Ganz klar: Das wird ein Fall für Kommissarin Kemme.

Bildergalerie: SC Freiburg - Turbine Potsdam 1:1 (0:0)

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