04. Januar 2019 / 18:29 Uhr

Alles normal beim TSV Bassum

Alles normal beim TSV Bassum

Karsten Bödeker
Manka Madoun(am Ball) erzielte bislang neun Tore und gehört damit zu den Topscorern der Bassumer.
Manka Madoun(am Ball) erzielte bislang neun Tore und gehört damit zu den Topscorern der Bassumer. © Thorin Mentrup
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Der Bezirksligist überwintert auf Platz zehn, möchte mittelfristig aber weiter nach oben

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Der TSV Bassum ist in den vergangenen Jahrzehnten bekannt für eine eher ruhige Trainerpolitik, für stetige Jugendarbeit und für soliden Fußball irgendwo in der Mitte der Fußball-Bezirksliga. Von daher ist alles normal nach dem bisherigen Saisonverlauf. Das Team mit einigen Youngstern und fast nur Eigengewächsen steht auf Rang zehn. Das Trainergespann Andreas Merdorn (im vierten Jahr) und Torsten Klein (im dritten Jahr) ist einigermaßen zufrieden. „Alles soweit okay, auch wenn wir ein bisschen besser dastehen wollten“, meint Klein.Eine bessere Platzierung wäre möglich gewesen, wenn der Start erfolgreicher verlaufen und die Spätherbstdepression mit vier Niederlagen in Folge etwas später eingetreten wären. Mangelnde Konstanz hat Klein als Bassumer Schwäche ausgemacht. Tatsächlich war der TSV am sechsten Spieltag Letzter und am 15. Spieltag Sechster, ehe vier Pleiten das Team auf Platz zehn einlaufen ließen. Der TSV Bassum hatte einige torreiche Spiele mit Ausschlägen in beide Richtungen: 1:7, 2:7, 7:2, 5:0 lauteten vier auffällige Resultate. „Die Liga ist unberechenbar, das merken wir auch an unserem internen Tippspiel, da gibt es nur wenige richtige Treffer.“

Im Gegensatz zu diesen Torfestivals war der Start beinahe torlos verlaufen. Nach drei Spielen hatten die Bassumer ein Torverhältnis von 1:2, aber schon vier Punkte eingefahren. Dann kam es binnen zwei Wochen zum Sturzflug auf Rang 16. Beim 1:7 in Eilvese fehlten zehn Spieler. Zwischen der 38. und 42. Minute kassierten die Bassumer drei Gegentore und gingen mit 1:4 in die Pause. „Wir waren gegen so einen Gegner chancenlos“, gibt Torsten Klein zu. Die spätere 2:7-Klatsche gegen Drakenburg sei anders gewesen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte brach das Unheil unter anderem mit drei abgefälschten Gegentoren über Bassum herein. Das Spiel war der dritte Heimauftritt binnen neun Tagen, nachdem es Siege gegen Sudweyhe und Estorf-Leeseringen gegeben hatte. In dieser mittleren Saisonphase stabilisierte sich der TSV, startete eine Serie mit zehn Punkten aus vier Spielen. „Das 4:1 im Derby gegen Twistringen war überragend“, erinnert sich Klein. Alexander Pestkowski traf dreimal. Der 21-Jährige war in der Vorsaison mit 17 Treffern zum torgefährlichen Taktgeber geworden. Bisher traf er außer in Twistringen nur noch einmal. „Er war einige Male unglücklich im Abschluss.“ Momentaner Topscorer ist Manka Madun. Der 18-Jährige spielt seit Sommer bei den Herren und war neunmal erfolgreich. Weitere Torschützen mit konstanten Abschlussquoten wünscht sich Klein für die Rückrunde. Sein ebenfalls noch junger Abwehrspieler Nils Schäffer steht übrigens auch zweimal in der Torschützenliste. Allerdings unterliefen dem Neuzugang zwei Eigentore. Das will Klein so nicht stehen lassen: „Er hat sich beide Male in die Schüsse geworfen und die Bälle nicht mehr klären können. Wenn die Schiedsrichter das dann so auflisten, ist das so. Eigentore sind das aber nicht.“ Klein plädiert dafür, im Zweifel die Tore den Stürmern gutzuschreiben. Denn auf der anderen Seite seien Tobias Cordes beim 7:2 zwei Treffer aberkannt und als Eigentore gewertet worden. „Wenn zum Beispiel der Torwart sich einen Schuss ins Tor faustet, ist das kein Eigentor“, meint der ehemalige Bezirkskeeper.

Nach Kirchdorf begann die dritte Bassumer Phase, die dem Team die Bilanz etwas verhagelte. Es begann mit einem Gegentor zum 2:3 in der Nachspielzeit bei der SG Diepholz. Gegen Mühlenfeld und Eilvese gab es Niederlagen, hinzu kam ein erneut klares 0:4 gegen den favorisierten FC Sulingen – das macht null Punkte in der Rückrunde. „Ohne die letzten Spiele wären wir sehr zufrieden“, sagt der Bassumer Coach. Anfang Februar steigt die Mannschaft wieder ins Training ein. Sechs Punkte Vorsprung vor dem Relegationsplatz sollen frühzeitig ausgebaut werden. Zudem wünscht sich Klein möglichst wenig Spielausfälle: Bassum hatte vor neun Monaten einen wahren Nachholmarathon zu bestreiten. Einen bestimmten Tabellenplatz nennt Torsten Klein nicht. In naher Zukunft aber will sich der TSV Bassum im oberen Drittel der Bezirksliga etablieren – das wäre auch eine passende Folge der ruhigen Trainerpolitik und stetiger Jugendarbeit.

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