RB Leipzig zu Hause gegen Hertha BSC Berlin (18) (Imago) Im Hinspiel schaffte Hertha mit einem Mann weniger den Sieg gegen RB Leipzig. © Imago
RB Leipzig zu Hause gegen Hertha BSC Berlin (18) (Imago)

Alles oder nichts für RB Leipzig beim Saisonfinale in Berlin

Mentaler Druck, eine große Chance, emotionale Erinnerungen: Für RB Leipzig sollen sich gegen Hertha BSC im Berliner Olympiastadion nach einem Jahr die Europa-Feierlichkeiten wiederholen. Coach Hasenhüttl sprach am Donnerstag auch über seinen Urlaub und die Rückendeckung des Sportdirektors.

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Leipzig. Spannung und Anspannung vor dem Finale bei RB Leipzig. Champions League, Europa League oder gar eine Saison ohne internationalen Wettbewerb? Trainer Ralph Hasenhüttl meint vor dem Endspiel gegen Hertha BSC, für die es am letzten Spieltag als Tabellenzehnter um nichts mehr geht: „Es ist eine sehr interessante Konstellation. 33 Spieltage vorher bedeuten nichts mehr. Es zeigt, wie eng die Liga war. Wir sind bereit, werden eine sehr leidenschaftliche Vorstellung in Berlin vor den zahlreich mitreisenden Fans abliefern.“ Etwa 7500 RB-Anhänger wollen am Samstag nach einem Sieg, mit dem ihr Team definitiv die Europa-League-Qualifikation sicher hätte, feiern. Wie vor einem Jahr, als sich die Leipziger im Olympiastadion die Teilnahme an der Champions League sicherten.

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Es ist das Ende der ersten internationalen Saison – die nicht nur europäischen Glanz sondern auch viele Herausforderungen mit sich gebracht hat. Monatelange körperliche und mentale Doppelbelastung, einzelne Spieler stellten ihre Interessen plötzlich über die der Mannschaft. Die Aufritte in Europa weckten Begehrlichkeiten. „Wir haben dadurch eine enorme Wertsteigerung von jedem einzelnen Spieler erfahren. Nicht umsonst hat es der ein oder andere jetzt schon geschafft, international auf sich aufmerksam zu machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir da wieder dabei sind“, sagte der Coach. Heißt im Umkehrschluss: Der Verein benötigt den europäischen Wettbewerb, um seine Leistungsträger zu halten, nicht nur bei Laune.

Hasenhüttl bedankt sich für Rangnicks Rückendeckung

Auch Hasenhüttl benötigt die internationale Qualifikation, um als Trainer weitere Argumente für eine Vertragsverlängerung zu haben. Seinen Sommerurlaub hat er, entgegen anders lautender Medienberichte, übrigens nicht abgesagt: „Für die Spieler ist ab Sonntag Urlaub. Beim Trainer ist es in der Regel anders. Ich war auch letztes Jahr mit Ralf Rangnick noch eine Woche unterwegs, um den ein oder anderen Spieler zu uns zu holen und mich mit ihm auszutauschen. Danach, wahrscheinlich eine Woche später, wird in den Urlaub gefahren“, erklärte der 50-Jährige.

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Dass es nach zwei Jahren die letzte Partie für den Österreicher auf der Trainerbank der Leipziger sein könnte, klingt bei Sätzen wie diesen unwahrscheinlich: „Ich bin vor allem für eines sehr dankbar: Das ich hier einen Verein gefunden habe, mit einer Mannschaft und ein Trainerteam, mit dem es unglaublich viel Spaß macht zu arbeiten. Und mit Ralf Rangnick einen Sportdirektor zu haben, der einem ganz genau das gibt, was man braucht als Trainer. Nämlich die Rückendeckung im richtigen Moment und das offene Wort. Das schätze ich sehr an ihm.“

Ob sich Coach und Sportdirektor am Samstag wie vor einem Jahr in der Hauptstadt wieder freudetrunken in den Armen liegen hängt auch davon ab, ob die junge Mannschaft dem Siegesdruck mental Stand hält. „Wir hatten diese Saison viele brisante Situationen, in denen wir in KO-Spielen bestehen mussten. Wir können damit umgehen. Wir sind uns bewusst, was das für eine Chance ist und wir werden sie mit beiden Händen ergreifen“, sagt Hasenhüttl. Wie die Clubs vor und hinter dem Tabellensechsten am Samstag spielen, interessiert den Trainer während der Partie wenig: „Wir brauchen in unserer Situation nicht so viel auf andere Vereine schauen. Wenn wir unser Spiel gewinnen, sind wir international dabei.“

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Obacht vor Ex-Leipziger Selke

Die Leipziger müssen diesmal verhindern, das Davie Selke erneut das Zünglein an der Waage ist. Vor einem Jahr erzielte der Stürmer noch im RB-Trikot die zwei entscheidenden Treffer beim 4:1-Sieg in Berlin. Im Hinspiel in Leipzig avancierte er ebenfalls mit zwei Toren beim 3:2-Erfolg der Hertha zum großen Matchwinner.

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Personell besitzt Hasenhüttl beim Endspiel mehr Optionen als zuletzt: Konrad Laimer hat seinen ersten Kurzeinsatz gegen Wolfsburg nach seinem Muskelriss gut verkraftet. Willi Orban und Naby Keita kehren nach ihren Sperren zurück. „Naby ist sehr erpicht darauf, sich so positiv wie möglich zu verabschieden. Es hat ihm sehr wehgetan, dass er im letzten Heimspiel nicht dabei sein konnte. Er wird sehr motiviert sein am Samstag“, meint sein Trainer vor dem letzten Auftritt des Guineers, der im Sommer zum Champions-League-Finalisten FC Liverpool wechselt.

Previously in Berlin... 🔴⚪

Last time we played in Berlin, we qualified for the UEFA Champions League... 🔴⚪ #BSCRBL #Bundesliga

Gepostet von RB Leipzig am Mittwoch, 9. Mai 2018
Region/Leipzig Hertha BSC-RB Leipzig (12/05/2018 15:30) Hertha BSC (Herren) RB Leipzig (Herren) Hertha BSC RB Leipzig Bundesliga

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