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Altersteilzeit für HSV-Profis: Hollerbach schützt seine Oldies 

Der HSV-Coach gönnt seinen alternden Stars mehr Pausen als dem Rest des Kaders. So soll es mit dem Klassenerhalt doch noch klappen. 

Der neue HSV-Coach gilt als harter Hund im Trainerbusiness. Disziplin, mannschaftliche Geschlossenheit und körperliche Fitness sind für Matthias Hollerbach ganz wichtige Basiselemente. Doch Teile des HSV-Kaders genießen offenbar Sonderrechte. Die Ü30-Kicker Sejad Salihovic (33), Mergim Mavraj und Aaron Hunt (beide 31) dürfen weniger trainieren als die restliche Mannschaft.

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„Wenn wir zwei Mal die Woche doppelt trainieren, mache ich es so, dass die Profis, die über 30 Jahre alt sind, frei bekommen. Am Nachmittag müssen sie dann aber stets wieder ran“, erläutert Hollerbach.

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Während die Jungprofis schwitzen dürfen sich die altgedienten Spieler also entspannen. "Ich habe das überall auf meinen Trainerstationen so gehandhabt. Der Körper von älteren Spielern braucht eben länger für die Regeneration. Jüngere Kicker müssen bei uns mehr ran", so der Gisdol-Nachfolger.

Insbesondere der verletzungsanfällige Hunt und Standardschütze Sejad Salihovic braucht der HSV im Abstiegskampf. Der Bosnier kam im Spiel gegen Hannover 96 von der Bank und bereitete gleich den Ausgleichstreffer durch Kostic per Freistoß vor.

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

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Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. © imago/Montage
Ruud van Nistelrooy. Ja, er ist es wirklich – „Van, the Man“! Der legendäre niederländische Stürmer spielte zwischen Januar 2010 und Sommer 2011 für den HSV. Seine Präsentation in Hamburg wurde am 23. Januar 2010 zum Medienereignis. Die Quote von zwölf Toren in 36 Ligaspielen war für den 34-Jährigen fast so stark wie einst bei Manchester United (95 Tore in 150 Premier-League-Spielen). Für die „Red Devils“ ist er bis heute bei Legendenspielen zu sehen.  © Imago
Milan Badelj gilt als Spezialist für lange Bälle. Wohl auch ob dieser Qualitäten holte der HSV den Kroaten 2012 von Dinamo Zagreb an die Elbe. Seinen Dreijahresvertrag erfüllte der Mittelfeldspieler jedoch nicht. 2014 wechselte Badelj zum AC Florenz, wo er noch heute spielt.  © Imago
Jörg Albertz – „The Hammer“. Der schussgewaltige offensive Mittelfeldspieler war in Hamburg ein Publikumsliebling. Zur Legende wurde „Ali“ in seiner Zeit bei den Glasgow Rangers. Ab 2001 machte Albertz noch einmal beim HSV Dampf. Heute organisiert er Fußballcamps rund um seine Heimatstadt Mönchengladbach und ist im Rangers-Traditionsteam am Ball. © Imago
Benny Lauth sitzt nachdenklich auf dem Rasen. Der Stürmer verspielte 2006 mit dem HSV die deutsche Meisterschaft. Die holte er ein Jahr später mit dem VfB Stuttgart. Heute ist Lauth, der seine Karriere bis 2014 bei 1860 ausklingen ließ, Co-Kommentator beim Streamingdienst DAZN. © Imago
Anthony Yeboah jubelt am 27. September 1997 über den 2:1-Heimerfolg des HSV gegen Bochum. Der Stürmerstar aus Ghana war bei den Hamburger Fans genauso beliebt wie zuvor bei den Anhängern von Eintracht Frankfurt. Nach seinem Abschied vom HSV 2001 spielte Yeboah noch eine Saison bei Al-Ittihad in Katar. Heute ist er Hotelier und Berater des ghanaischen Fußballverbandes. © Imago
Mickaël Tavares besitzt die Staatsbürgerschaften Frankreichs, des Senegals und der Kapverdischen Inseln. Während seiner wenig spektakulären Zeit beim HSV wurde er ab 2009 zweimal ausgeliehen. Weder beim 1. FC Nürnberg noch beim FC Middlesbrough konnte er sich etablieren. Da der HSV keinen Interessenten für ihn fand, trainierte er bis zur endgültigen Vertragsauflösung im Sommer 2012 bei den Amateuren mit. Im Januar 2018 wechselte er aus Australien zurück nach Frankreich.
Marcell Jansen: „Cello“ spielte ab 2008 insgesamt sieben Jahre für den Hamburger SV. Nach dem 2015 in letzter Sekunde verhinderten Abstieg beendete der Defensiv-Allrounder und zweifache WM-Teilnehmer im Alter von nur 29 Jahren seine Profi-Karriere. Mit der Kritik von Rudi Völler („Wer so etwas macht, hat den Fußball nie geliebt“) konnte Jansen leben. Er arbeitet heute  unter anderem als Experte beim ZDF.
Michael Mancienne und die HSV-Torhüter wie Jaroslav Drobny (r.) hatten wohl zu oft Probleme in der Kommunikation. Der englische Junioren-Nationalspieler, zuvor bei der Reserve des FC Chelsea, machte zwar ab 2011 insgesamt 49 Ligaspiele für den HSV, blieb aber ohne Tor. Mit dem englischen Zweitligisten Nottingham Forest sorgte er für die erste Sensation im Jahr 2018: 4:2 im FA Cup gegen Titelverteidiger Arsenal. © Imago
Jérôme Boateng – der Weltmeister! 2014 mit der DFB-Elf in Rio einer der Abwehrhelden, machte der gebürtige Berliner seine ersten Karriereschritte bei Hertha BSC und beim HSV. Nach drei Jahren in Hamburg und bei Manchester City holte ihn 2011 der FC Bayern. In München wurde Boateng zum Titelsammler, „Fußballer des Jahres“ 2016 und zu einem der profiliertesten Spieler der Gegenwart. © Imago
Romeo Castelen in nachdenklicher Pose. Der Niederländer ergänzte unter Kulttrainer Huub Stevens ab 2007 die Oranje-Fraktion in Hamburg, war einer von fünf holländischen Profis. Leider aber einer, an den man sich wohl nur aufgrund seiner 617-tägigen Verletzungspause (unter anderem Knie-OP) erinnern wird. Inzwischen spielt Castelen bei VVV-Venlo in seiner Heimat. © Imago
Sergej Barbarez: Im Bild sehen wir nicht nur eines der wichtigsten der 65 Bundesliga-Tore des Bosniers für den HSV, sondern einen Treffer, der in die Ligageschichte einging. Es war sein 1:0 (Endstand: 1:1) gegen den FC Bayern im legendären Saisonfinale 2001. In Hamburg kam Barbarez besser zurecht als zuvor beim BVB. Seine Vertragsverlängerung scheiterte 2006 an 800.000 Euro, die der HSV nicht bereit war, zu zahlen. Vergrätzt wechselte Barbarez zu Bayer 04 Leverkusen, 2009 sah man ihn kurzfristig im HSV-Aufsichtsrat. © Imago
Ivo Ilicevic erwischte beim HSV ab 2011 keinen guten Start. Rotsperre aus seiner Zeit bei Lautern, Muskelfaserriss und nur 18 Spiele in der ersten Saison in Hamburg. Das Verletzungspech blieb dem kroatischen Nationalspieler treu: Bis 2016 verpasste er 61 Pflichtspiele. Der HSV gab ihn schließlich ablösefrei an den russischen Klub Anschi Machatschkala ab. Heute spielt Ilicevic bei Kairat Almaty in Kasachstan. © Imago
Daniel Van Buyten, der Abwehr-Hüne. Für den 1,97 Meter großen Innenverteidiger von Olympique Marseille legte der HSV 2004 eine Ablösesumme von 3,8 Millionen Euro hin. Der Belgier war ein Garant für den Einzug in die Champions League 2006. Im Anschluss wechselte er zum FC Bayern, mit dem er neben vier Meistertiteln 2013 auch die Königsklasse gewann. Der Sohn eines Catchers ist heute Berater bei Standard Lüttich. 
Jacek Dembiński sollte beim HSV ab 1997 die große Tradition polnischer Spieler wie Miroslaw Okonski oder Jan Furtok fortsetzen – und wurde zum Megaflop! In der erfolgreichen Saison 1999/2000 (Platz 3/CL-Quali) wurde er nur siebenmal eingesetzt, bat 2001 um Vertragsauflösung. 2007 klang seine Karriere bei seinem Stammverein Lech Posen aus.  © Imago
Rodolfo Esteban Cardoso: Als Spieler und als Interimstrainer erlangte der Argentinier schnell das Vertrauen der Fans. 1989 über den FC Homburg nach Deutschland gekommen, erlebte der torgefährliche Mittelfeldregisseur seine beste Zeit in Hamburg. 2000 führte er das Team von Trainer Frank Pagelsdorf auf Rang drei und in die Champions League. 17 Tore machte Cardoso in 111 Spielen für den HSV. Bis heute lebt er mit seiner Familie in Hamburg, arbeitete als Jugendtrainer und Scout für seinen Verein. © Imago
Jacopo Sala war einer von fünf Chelsea-Reservespielern, die beim HSV anheuerten. Die „guten Kontakte“ von HSV-Sportchef Frank Arnesen nach London führten den Italiener 2011 nach Hamburg. Hier traf er in 21 Ligaspielen nur einmal – beim 1:1 gegen den FC Bayern am 4. Februar 2012. Zu den Amateuren abgeschoben, wechselte Sala 2013 zu Hellas Verona, das ihn 2016 an Sampdoria Genua verlieh. „Samp“ zog nach einem Jahr die Kaufoption für den Mittelfeldspieler. © Imago
André Breitenreiter: Hättet Ihr ihn erkannt? Der Coach von Hannover 96, DFB-Pokalsieger 1992 mit den „Roten“, machte ab 1994 seinen ersten Karriereschritt in der Bundesliga beim Hamburger SV. Der gebürtige Langenhagener spielte später auch für den VfL Wolfsburg und Holstein Kiel. Als Coach des TSV Havelse empfahl er sich für höhere Aufgaben, führte als Trainer den SC Paderborn und die „Roten“ in die Bundesliga. © Imago
Tomás Rincón konnte sich trotz der beachtlichen Zahl von 106 Bundesliga-Spielen in fünf Jahren beim HSV nie wirklich auf der Doppel-Sechs im Mittelfeld etablieren. Der Nationalspieler Venezuelas strahlte null Torgefahr aus. Nach eigenmächtiger Verlängerung der trainingsfreien Zeit suspendierte ihn der Verein und gab Rincón 2014 an den FC Genua ab. Seit 2017 spielt er auf Leihbasis beim FC Turin.   © Imago
Hans Jörg Butt – der torgefährlichste Torhüter der Bundesliga! Mit den berühmten „Butt, Butt, Butt“-Rufen feuerten die HSV-Fans den Keeper an, der 19-mal vom Elfmeterpunkt traf. Mit Bayer Leverkusen 2002 im Champions-League-Finale, holte sich der Keeper den Henkelpott 2013 als Edelreservist beim FC Bayern. Butt lebt heute in München, unterstützt von dort aus das Logistikunternehmen seiner Familie in Großenkneten bei Oldenburg.  © Imago
Ola John wurde in der Winterpause 2013/2014 von Benfica Lissabon auf Leihbasis geholt. Beim portugiesischen Giganten hatte der Linksaußen aus Liberia zuvor nur acht Spiele absolviert. Auf diese Zahl kam er auch in Hamburg – bei keinem einzigen Punktgewinn oder Torerfolg. Deportivo La Coruña ist seit 2014 seine vierte Leihstation.  © Imago
Rafael van der Vaart: Der „Tulpen-Beckham“ war einer der schillerndsten HSV-Spieler der letzten 25 Jahre! Mit seiner mondänen Ehefrau Sylvie wurde der Niederländer zum Liebling des Boulevards. 2005 überraschend von Ajax Amsterdam geholt, schlug „VdV“ voll ein und führte den HSV 2006 in die Champions League. Nach seinem Abgang zu Real Madrid 2008 und später zu Tottenham Hotspur war van der Vaarts zweites Gastspiel in Hamburg ab 2012 nicht von Erfolg gekrönt. Bis 2016 war der inzwischen für den FC Midtjylland tätige offensive Mittelfeldspieler allerdings teuerster Neueinkauf der HSV-Geschichte.  © Imago
David Rozehnal schien überall gut zu performen – nur nicht in Hamburg. Pokalsieger wurde er in Frankreich mit PSG und Lille sowie in Italien mit Lazio. Der HSV gab den tschechischen Abwehrspieler nach nur einer Saison 2010 wieder ab. Seit 2015 kickt der inzwischen 37-Jährige beim belgischen Erstligaklub KV Oostende. © Imago
Zé Roberto – der große Zé verabschiedete sich im Dezember 2017 bei Palmeiras São Paulo (Foto) nach 23 Profi-Jahren von der Fußballbühne. Der Brasilianer, bürgerlich José Roberto da Silva Júnior, wurde dank seiner unglaublichen Fitness auf fast jeder Profistation zur Legende. Mehr als eine Verpflichtung über zwei Jahre (2009 bis 2011) sprang für die Hanseaten nicht heraus, da sie dem treuen Zé nur einen Kontrakt über ein Jahr anboten. © Imago
Maximilian Beister gehörte zu den größten Talenten im deutschen Fußball. Sein Wechsel zum BVB scheiterte, weil der HSV seinen Ex-Jugendspieler nach Leihende unbedingt zurückhaben wollte. Der Beginn eines langen Missverständnisses: Beister kam an seine beste Zeit im Profifußball in Düsseldorf nie mehr heran. 2012/2013 bei nur acht Startelf-Einsätzen, wurde der Mittelfeldspieler vom Verletzungspech nur so verfolgt, erlitt unter anderem einen Kreuzbandriss. Am Saisonende 2014/2015 war sein Abschied aus Hamburg besiegelt. Seitdem beim 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag, spielte Beister zuletzt 2017 auf Leihbasis bei Melbourne Victory in Australien. © Imago
Ingo Hertzsch startete seine Profikarriere beim Chemnitzer FC. Beim HSV erlebte der Abwehrspieler von 1997 bis 2003 seine erfolgreichste Zeit, unter anderem mit dem Erreichen der Champions League 2000. Bei Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Kaiserslautern hatte Hertzsch weniger Glück, ehe er bei RB Leipzig ab 2009 noch einmal durchstartete und später unter anderem Fan-Beauftragter der „Roten Bullen“ wurde.  © Imago
Michael Gravgaard: Dem Dänen (im Bild links, mit Claudio Pizarro) unterlief im Halbfinal-Rückspiel des Uefa-Pokals am 7. Mai 2009 (2:3) ein Fehler, der ihm zu zweifelhafter Berühmtheit verhalf. Sein Rückpass zu HSV-Keeper Frank Rost wurde von einer auf den Rasen geworfenen Papierkugel abgelenkt. Die folgende Ecke nutzte Bremen zum 1:3. In zwölf Ligaspielen für den HSV blieb Gravgaard ohne Tor. Nach weiteren Stationen beim FC Kopenhagen und FC Nantes ist er seit 2016 Sportdirektor beim dänischen Erstligisten Randers FC.  © Imago
Khalid Boulahrouz: Der Niederländer heuerte 2004 in Hamburg an, wurde zu einem der zuverlässigsten Abwehrspieler in der  Mannschaft von Thomas Doll. Unrühmlich sein Abschied aus Hamburg: Vor dem Champions-League-Quali-Spiel gegen Osasuna meldete sich Boulahrouz verletzt ab, um seinen Wechsel zum FC Chelsea zu ermöglichen. 2008 kehrte er beim VfB Stuttgart in die Bundesliga zurück, letzte Profistation war 2014/2015 Feyenoord Rotterdam. © Imago
Milan Fukal holten die Hamburger im Anschluss an die Euro 2000. Der 19-fache Nationalspieler Tschechiens machte für den HSV und später für Gladbach insgesamt 109 Bundesliga-Spiele, blieb insgesamt solide, war aber nie überragend. Seit 2013 spielt er beim SV Esternberg in Österreichs fünfter Liga. © Imago
Johan Djourou spielte in England fast ein Jahrzehnt für den FC Arsenal, ehe er nach Leihgeschäften bei Birmingham City und Hannover 96 (2013) beim Hamburger SV landete und zum Kapitän und Führungsspieler aufstieg. Nach 94 Spielen zog es den 69-maligen schweizerischen Internationalen im Sommer 2017 zum türkischen Erstligisten Antalyaspor.  © Imago
Boubacar Sanogo – „Bobbycar“, „Bouba“, in seiner Bundesliga-Premierensaison 2005/2006 beim 1. FC Kaiserslautern holte sich der Ivorer einige Spitznamen ab. Beim HSV schaffte er es trotz der Empfehlung von zuvor zehn Toren in 24 Spielen für den FCK nie, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Nach nur einem Jahr wechselte er zu Werder Bremen und wurde zum Wandervogel. Hoffenheim, Energie Cottbus, Saint-Etienne und der indische Erstligist NorthEast United FC waren weitere Stationen.  © Imago
Thomas Gravesen: Die „Humörbombe“ steht beim HSV in der guten Tradition dänischer Profis. Gravesen war mit sechs Toren in 74 Ligaspielen ein Muster an Einsatz und Zuverlässigkeit beim HSV. Nach der Euro 2000 folgte er dem Lockruf der Premier League, spielte für den FC Everton, später für Real Madrid und Celtic Glasgow. Er lebt seit 2013 in Las Vegas. © Imago
Ouasim Bouy (hier mit seinem niederländischen Landsmann Rafael van der Vaart) sehen der Relegation 2014 gegen Fürth mit unterschiedlichen Gefühlslagen entgegen. Von Juventus Turin in der Winterpause 2013/2014 nach Hamburg ausgeliehen, machte der Mittelfeldspieler nur drei Ligaspiele und tingelte danach, unter anderem bei Panathinaikos Athen, Palermo und Leeds United, durch halb Fußball-Europa.  © Imago
Collin Benjamin gehört zu den HSV-Eigengewächsen. Ab 2000 zunächst für die Amateure der Hamburger am Ball, machte der Defensiv-Allrounder von 2001 bis 2011 insgesamt 146 Ligaspiele (13 Tore). Sein Wechsel zu 1860 München brachte dem Nationalspieler Namibias weniger Glück. 2012 beendete Benjamin seine Karriere. In Namibia, wo er auch lebt, baut Benjamin seitdem Fußballschulen auf.  © Imago
Marcus Berg bejubelt mit Schweden die WM-Teilnahme 2018! Der Stürmer wurde beim HSV ab 2009 zum absoluten Missverständnis. Unter Coach Bruno Labbadia saß er die Hälfte seiner 30 Saisonspiele auf der Bank. Fünf Tore in 54 Bundesliga-Einsätzen waren insgesamt bis 2013 zu wenig für den mit 10 Millionen Euro Ablöse an den FC Groningen zu diesem Zeitpunkt teuersten Zugang der HSV-Geschichte. Dass er es vor dem Tor kann, zeigte Berg später bei Panathinaikos Athen – mit 72 Buden in 112 Ligaspielen. Aktuell kickt Berg bei Al-Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten.  © Imago
Nico-Jan Hoogma spielte für den HSV in der Champions League und hatte auch vor Stürmerlegenden wie dem Brasilianer Ronaldo (r., hier 2012 im „Spiel gegen Armut“ in Hamburg) keine Angst. Hoogma wurde mit 13 Toren in 177 Ligaeinsätzen zum Publikumsliebling. Als HSV-Sportdirektor blitzte der inzwischen als Manager bei Heracles Alemelo tätige Niederländer im Oktober 2016 aber ab.  © Imago
Juan Pablo Sorín wird auch heute noch von Reportern umlagert. Der 76-fache Nationalspieler Argentiniens war fast auf allen Stationen, unter anderem bei River Plate, Juventus Turin und PSG, erfolgreich. Für sein Gastspiel in Hamburg nach der WM 2006, als die „Albiceleste“ auch im Volksparkstadion auftrat, gilt dies nicht. Der U20-Weltmeister von 1995 zog sich Mitte 2007 eine Knieverletzung zu und spielte danach nie mehr für den HSV. © Imago
Vincent Kompany: Arsenal wollte ihn, Hamburg holte ihn. Der Belgier vom RSC Anderlecht galt mit 20 Jahren 2006 als das große Abwehrtalent in Europa. Nach nur zwei Jahren beim HSV wurde der Abwehrchef mit einer Ablöse von 8,5 Millionen Euro, die Manchester City für seine Dienste zahlte, zum neuen Rekordabgang. In Manchester ist Kompany längst eine Institution: 2012 holte er mit den „Citizens“ erstmals seit 1968 wieder die englische Meisterschaft. 2014 folgte der zweite Titel in der Premier League. 2018 könnte ein neues Erfolgsjahr für Kompany mit Premier-League-Trophäe und WM-Teilnahme werden.  © Imago
Kerem Demirbay wurde 2017 mit Deutschland Confederations-Cup-Sieger. Zuvor hatte er mit 1899 Hoffenheim die Champions-League-Quali erreicht. Kaum zu glauben, dass er zuvor 2013/2014 im Trikot des HSV nur dreimal auflief. Verletzungen und Abstellung an die U23 sorgten für einen Wechsel zu Lautern (Leihe), der vielen HSV-Beobachtern zu schnell ging. Ihre Meinung: Talent verkannt!  © Imago
Guy Demel: Der Abwehrspieler steht für die letzte erfolgreiche Ära des HSV Mitte der 2000er. Von Borussia Dortmund 2005 geholt, wurde er unter Thomas Doll schnell Stammspieler. Nach Stationen in England bei West Ham und in Schottland bei Dundee United spielt der in Frankreich geborene zweifache WM-Teilnehmer der Elfenbeinküste seit 2017 beim Ligue-2-Klub Red Star Paris. © Imago
Jacques Zoua (r., mit Artjoms Rudnevs) erlebte beim HSV einen Absturz. Mit großen Erwartungen und 14 Treffern in 86 Spielen für den FC Basel geholt, erzielte der Kameruner in 27 Bundesliga-Spielen nur zwei Treffer. Vom französischen Zweitligisten GFC Ajaccio holte ihn Lautern 2016 in die 2. Liga. Nach zwei Monaten ohne Verein spielt der inzwischen 26-jährige Afrika-Cup-Sieger von 2017 nun beim belgischen No-Name-Klub KFCO Beerschot Wilrijk. Glückwunsch!  © Imago
Paolo Guerrero: Mit dem Peruaner verbinden viele HSV-Fans sicher den unrühmlichen Flaschenwurf auf einen Zuschauer im April 2010 gegen Hannover 96. Sein Vertrag in Hamburg wurde dennoch um vier Jahre verlängert. Der Stürmer wechselte dann vor Saisonbeginn 2012/2013 für rund 3 Millionen Euro zu Corinthians São Paulo nach Brasilien und holte mit dem Verein 2012 die Klub-WM sowie 2017 mit seinem aktuellen Arbeitgeber Flamengo die Stadtmeisterschaft von Rio de Janeiro. © Imago
Mohamed Zidan war an einem der kuriosesten Wechsel der jüngeren HSV-Geschichte beteiligt. Im Tausch mit Mladen Petric wechselte er zu Borussia Dortmund und zu seinem früheren Mainzer Mentor Jürgen Klopp (l.). Das Arbeitsprotokoll des ägyptischen Stürmers liest sich nur im BVB-Trikot gut. 13 Treffer in 66 Ligaeinsätzen sowie zwei deutsche Meistertitel stehen 21 Spielen (2 Tore) beim HSV 2007/2008 gegenüber. 2013 wurde er wegen Scheckbetrugs in Ägypten in Abwesenheit zu sechs Jahren Haft verurteilt. © Imago
Heiko Westermann: „HW4“ war beim HSV ab 2010 in insgesamt 159 Bundesliga-Spielen ein Markenzeichen. Der knallharte, selten fehlerlose, aber immer loyale Defensivmann blieb nach dem Ende seiner Zeit in Hamburg und dem abgewendeten Abstieg 2015 nie länger als eine Saison bei einem Verein. Betis Sevilla, Ajax und aktuell Austria Wien waren seitdem seine Stationen.  © Imago
Niclas Kindvall kam 1995 mit der Empfehlung als Torschützenkönig der schwedischen Liga vom IFK Göteborg zu den Hanseaten. In der Bundesliga konnte er zwei Toren zum Auftakt keine weiteren Buden mehr folgen lassen. 1996 verließ er Hamburg in Richtung Malmö FF. Heute arbeitet Kindvall als TV-Experte für TV4 in Schweden. © Imago
Mladen Petric – der Kroate traf mit seinem Pfeil-und-Bogen-Jubel direkt ins Herz der Hamburger Fans. 33 Tore in 99 Bundesliga-Spielen machten den 2008 überraschend und im Tausch mit Mohamed Zidan von Borussia Dortmund verpflichteten Stürmer zum Publikumsliebling in Hamburg. Umso härter traf den damals 31-Jährigen 2012 das Urteil von HSV-Sportchef Frank Arnesen, „auf jüngere Spieler zu setzen“ und Petric’ Vertrag nicht zu verlängern. Nach Gastspielen beim FC Fulham und West Ham United beendete der mit einer Griechin verheiratete Petric 2016 seine Karriere bei Panathinaikos Athen. © Imago
Stig Töfting hatte beim HSV den Status eines Kultspielers. Zunächst im ersten Anlauf 1993 bis 1995 durchgefallen, kehrte der bullige Däne im Januar 1998 in die Bundesliga zurück und erreichte mit dem MSV Duisburg das Pokalfinale. Ab 2000 wurde „Töfte“ beim HSV zum Publikumsliebling, schaffte es mit dem Dino in die Champions League. Sein Fall begann mit einer Kneipenschlägerei 2002 in Kopenhagen, für die er im Gefängnis landete. Danach spielte Töfting in Asien und nochmals bei seinem Stammverein Aarhus GF, wo er ebenfalls nach einer Prügelei gefeuert wurde. © Imago
Valdas Ivanauskas hatte zu oft Verständigungsprobleme mit den HSV-Trainern um Felix Magath (li.). Der unberechenbare Litauer war Liebling und Skandalnudel in einer Person. Seine aufbrausende Art brachte ihm den Beinamen „Ivan der Schreckliche“ ein. Nach vier Jahren beim HSV mit 13 Toren in 91 Bundesliga-Spielen scheiterte sein Engagement beim Aufsteiger Wolfsburg 1997 am „Veto“ seiner Frau. Seit 2017 ist er Coach im russischen Wladiwostok. Brrr! © Imago
Thomas Doll: Der im Bild von HSV-Präsident Jürgen Hunke (l.) verabschiedete HSV-Regisseur sanierte mit seinem Wechsel zu Lazio Rom den Verein 1991 quasi im Alleingang. Umgerechnet 7,5 Millionen Euro blieben bis 2004 die Rekordsumme für einen HSV-Abgang. Nach Stationen in Rom, Frankfurt und Bari kehrte Doll 1998 zum HSV zurück. 2006 führte er seinen Herzensverein als Trainer in die Champions League. Seit 2013 ist er erfolgreicher Coach von Ferencváros Budapest in Ungarn.  © Imago
Waldemar Matysik: Drei norddeutsche Fußballhelden auf einem Bild. Links der stille HSV-Recke Matysik, rechts Abwehrchef Frank „Wuschi“ Rohde, in der Mitte Werder-Legende Wynton Rufer. 94-mal lief der polnische Mittelfeldspieler zwischen 1990 und 1993 für die Hamburger auf. Seine Karriere ließ er 1998 bei Germania Dattenfeld ausklingen. Seit 2013 coacht er den Bezirksligisten Fortuna Bonn. 
Andreas Sassen galt als große Mittelfeldhoffnung bei den Hanseaten. 1993 von Bayer 05 Uerdingen verpflichtet, geriet „Wodka-Andy“, wie der trinkfeste Essener genannt wurde, schnell in die Negativschlagzeilen. Zusammen mit HSV-Teamkollege Harald Spörl verprügelte er einen Taxifahrer. Die Hanseaten trennten sich von Sassen nach 38 Spielen (1 Tor). Bei Dynamo Dresden wurde Sassen ebenso suspendiert, in Wattenscheid sorgte er für einen Skandal im Trainingslager. Andreas Sassen starb am 17. Oktober 2004 in Essen. Anonym, mittellos, nach einem Leben am Rande der Kriminalität. © Imago
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