Klaus Welzer, Präsident des Grevesmühlener FC. Klaus Welzer, Präsident des Grevesmühlener FC. © Daniel Heidmann
Klaus Welzer, Präsident des Grevesmühlener FC.

Amtlich: Grevesmühlener FC muss in die Kreisliga

Wechselfehler am letzten Spieltag der vergangenen Saison hat Folgen für die Nordwestmecklenburger.

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Grevesmühlen. Jetzt ist es amtlich. Der Grevesmühlener FC ist offiziell aus der Kreisoberliga abgestiegen, spielt damit in der kommenden Saison in der Kreisliga Schwerin-Nordwestmecklenburg. Und das, obwohl der Verein in der Abschlusstabelle der Vorsaison eigentlich auf Platz 4 landete. Ein gravierender Fehler im letzten Punktspiel hat für die Grevesmühlener fatale Folgen.

Am 18. Juni feierte der GFC einen ungefährdeten 5:1-Sieg beim PSV Wismar II. Beim Stand von 0:3 wechselte der Grevesmühlener FC allerdings einen Spieler ein, der vor dem Anpfiff nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Er war erst während des Spiels zum Team gestoßen. Laut Spielordnung des Landesfußballverbandes stellt dies einen unberechtigten Einsatz dar, da Spieler, die vor dem Anpfiff nicht auf dem Boden stehen, nicht eingesetzt werden dürfen. Das Sportgericht annullierte den 5:1-Sieg in eine 0:3-Niederlage. Besonders bitter: Dadurch rutschte der GFC in der Tabelle auf Platz acht ab, punktgleich mit dem Neuburger SV und dem FC Selmsdorf, aber mit dem schlechtesten Torverhältnis der drei Teams. Der sicher geglaubte Klassenerhalt war dahin.

Der GFC legte daraufhin Berufung gegen das Urteil ein, hat sich allerdings offenbar nicht genügend mit der Rechts- und Verfahrensordnung des Landesfußballverbandes beschäftigt, die Rechtstreitigkeiten eindeutig regelt, wie zum Beispiel, dass das Verbandsgericht des Kreisfußballverbandes die Berufungsinstanz ist.

Das Verbandsgericht des KFV Schwerin-Nordwestmecklenburg hat die Berufung der Grevesmühlener abgewiesen. „Zum einen, weil die Berufung trotz zahlreicher Hinwiese erst nach Ablauf der Frist beim Verbandsgericht eingegangen ist, zum anderen hat der Grevesmühlener FC nicht eine der vier Zulassungsvoraussetzungen für eine Berufung erfüllt“, so Wilfried Rohloff, Vorsitzender des Verbandsgerichtes. „Deshalb blieb dem Verbandsgericht gar keine andere Wahl, als die Berufung abzuweisen.“

Der GFC ging sogar noch einen Schritt weiter, beantragte nach der abgewiesenen Berufung beim Verbandsgericht ein Wiederaufnahmeverfahren. Das hat allerdings laut Rechts- und Verfahrensordnung nur Erfolg, wenn neue Beweismittel vorgelegt werden können. „Die gab es von Seiten des GFC nicht. Deshalb musste auch dieser Antrag abgewiesen werden“, erklärt Rohloff.

Klaus Welzer, Präsident des GFC, will nicht viel zum jetzt offiziellen Abstieg aus der Kreisoberliga in die Kreisliga sagen. Auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG erklärte er: „Nach Rücksprache mit meinem Vorstand sind wir der Ansicht, dass wir das Urteil des Verbandsgerichtes hinnehmen, es aber nicht akzeptieren und auch nicht weiter kommentieren.“

Grevesmühlener FC (Herren) Grevesmühlener FC Region/Mecklenburg Vorpommern Kreis Schwerin-Nordwestmecklenburg Kreisliga Kreis Schwerin-Nordwestmeckl. SN - NWM (Herren)

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