neuzugänge Bovenden Die BSV-Neuzugänge: Trainer Gerd Müller & Thomas Rusch, Manuel Jerzyk, Julien Hain, Jesse Bredemeier, Janis Bach, Daniel Vollbrecht (hinten); Antohny Mutanda, Jonas Böhmann, Maximilian Nagels, Matin Rafiq, Maximilian Bieker (vorn). © Jelinek
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Andere müssen beim BSV jetzt Verantwortung übernehmen

Trainingsauftakt beim Bezirksligisten ohne Kaplan / Acht Neue im Kader

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Die Sommerpause ist beendet. Bezirksligist Bovender SV hat das Training aufgenommen. Mit Gerd Müller und Thomas Rusch haben zwei neue Trainer die Arbeit aufgenommen – als gleichberechtigtes Team. Sie müssen den Abgang von Goalgetter Gerbi Kaplan verkraften, haben aber acht neue Spieler im jungen Kader.

Jemand der wie Kaplan 30 Tore in der vergangenen Saison geschossen hat, sei nicht einfach zu ersetzen, sagt Thomas Rusch und ergänzt: „Jetzt sind andere Spieler gefordert. Sie können sich nicht mehr verstecken.“

Neu im Kader sind Janis Bach (vorher SCW Göttingen II), Jonas Böhmann (SV Hansa Friesoythe), Jesse Bredemeier (VfL Hiddesen), Julien Hain (TSV Hollenstedt), Manuel Jerzyk (SC Hainberg), Matin Rafiq (SCW II), Anthony Mutanda (1. SC Göttingen 05) und Maximilian Nagels (1. SC Göttingen 05). Wobei Keeper Nagels bereits zum Ende der vergangenen Saison beim BSV eingesetzt wurde. 24 Spieler konnte der Bovender SV halten, sechs Abgänge muss das Team verkraften. 32 Spielernamen umfasst die Kaderliste, hinzu kommen fünf A-Jugendliche, die mittelfristig ins Team eingebaut werden sollen. Ein aufgeblähter Kader? Die Verantwortlichen wiegeln ab. Da seien einige dabei, die in zwei Monaten weg seien, weil ihr Studium beendet sei, anderer kämen erst in zwei Monaten. Und die A-Jugendlichen seien nicht fest im Kader und sollen tatsächlich erst behutsam ans Team herangeführt werden.

Vorwiegend mit einem 4-4-2-System soll das Team nach Wunsch der Trainer spielen. Der Plan: „Wir wollen nach vorne spielen und uns was zutrauen“, sagt Rusch. Und Müller ergänzt: „Wir wollen den Ball schon in der gegnerischen Hälfte erobern.“ Große Hoffnungen setzt das Trainerteam auf Hain. Rusch und Müller wollen den 19-Jährigen „langsam, aber sicher aufbauen“. Beide halten Hain „für ein ganz großes Talent“.

Als Ziel am Ende der Saison gibt Trainer Rusch aus: „Erst mal einen Nichtabstiegsplatz.“ Er hält die Bezirksliga 2017/18 für „extrem stark“. Und Müller meint: „Es wird extrem schwer, aber wir gehen davon aus, dass wir die Klasse halten.“Der Kader, den sie zusammengestellt haben, sei extrem jung, erklärt Rusch, „das Durchschnittsalter liegt bei 22 Jahren“. Ein Problem? „Dafür sind wir beide gekommen“, erklärt Müller, „das ist unsere Philosophie“.

Ohne zu zögern erklären beide Trainer, dass sie den 1. SC 05 am Ende der Saison ganz vorne erwarten. „Wer so einen Kader hat, muss das schaffen“, sagt Müller, „alles andere wäre ein Versagen“. Rusch und Müller waren beide schon Cheftrainer im Jugendbereich. Sie verfolgten die gleiche Spielphilosophie, erklären sie übereinstimmend. Und sie halten das Modell des Trainerteams für sinnvoll. „Das ist die Zukunft“, sagt Müller. Künftig würden immer mehr Trainerteams antreten und weniger einzelne Cheftrainer. Und er ergänzt: „Wenn man sich versteht, wenn man sich abspricht, klappt das auch.“ Einen weiteren Vorteil dieser Konstruktion führt er ins Feld. Rusch arbeitet beim Telekom-Geschäftskunden-Vertrieb, Müller als Krankenpfleger. „Wenn einer beruflich verhindert ist, kann der andere übernehmen.“

Von Peter Krüger-Lenz

Region/Göttingen-Eichsfeld

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