Steht in der neuen Saison vor einer schwierigen Aufgabe: Sven Plaumann. © Udo Meissner

Angepeiltes Ziel deutlich verfehlt

Saison-Rückblick: Fußball-Kreisligist TSV Bramstedt schafft es zu selten, seine durchaus vorhandene Qualität in Zählbares umzumünzen

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Von der Qualität des Kaders war beim Fußball-Kreisligisten TSV Bramstedt die ganze Saison über die Rede. Vor der Spielzeit, weil man dem Team von Trainer Sven Plaumann aufgrund der überraschend guten Saison 2014/2015 einen Platz im oberen Drittel zugetraut hatte. Und auch während der Saison hob Plaumann immer wieder die Qualität seines Kaders hervor. Allerdings glichen diese Hinweise eher Beschwörungen und Durchhalteparolen. Denn die Bramstedter lagen nicht im oberen Drittel, sondern nur ganz knapp vor den Abstiegsrängen. Am Ende schlossen sie auf dem 13. Tabellenplatz ab – mit nur acht Zählern Vorsprung auf den ersten Absteiger.

Und doch waren sie im Vergleich zu den anderen Kellerteams qualitativ so gut besetzt, dass Plaumann zwar des Öfteren ratlos und verärgert wirkte, er aber nie ernsthaft um den Ligaverbleib bangen musste – dafür reichte die Qualität. Gleichwohl ist es kein Geheimnis: Die Bramstedter haben ihr Saisonziel deutlich verfehlt und wissen vor der neuen Saison nicht so richtig, wohin sie sich orientieren sollen. Bei der Suche nach Gründen für die schlechte Platzierung fällt als erstes das Torverhältnis auf. Dass ein Tabellen-13. die drittbeste Verteidigung der Liga stellt, kommt eher selten vor. Mit Michael Harpenau in der Hinrunde und Eike Blome in der Rückrunde standen zudem zwei solide Keeper im Kasten. Da Tiam Finke und Lukas Frese auch aushalfen, setzte Plaumann gleich vier Torhüter ein. Angesichts der guten Defensivbilanz fällt die Offensiv-Schwäche umso eklatanter ins Gewicht. Nur der abgeschlagene Absteiger aus Lessen traf seltener. In der Kritik stand zwischenzeitlich auch der langjährige Topstürmer Iven Lehner, der am Ende aber auf ordentliche 14 Treffer kam – immerhin ein Drittel aller Bramstedter Tore. Immer wieder forderte Plaumann eine effektivere Chancenverwertung. Die Gegner, stellte er während der Saison fest, agierten wesentlich kaltschnäuziger vor dem Tor. Sieben Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied bestätigten seine These. Übrigens: Bei den fünf höchsten Pleiten quittierte der TSV eine Tordifferenz von minus 19.

Dass einige Bramstedter offenbar nicht den Ernst der Lage erkannten, zog sich wie ein roter Faden durch die Saison. Allzu sorglos kickte sich das Team durch die Spielzeit. Repräsentativ waren bereits die ersten sechs Auftritte: Einem Pflichtsieg in Barenburg folgte eine unerklärliche Pleite gegen Holzhausen-Bahrenbostel. Nach dem bemerkenswerten Triumph beim SV Bruchhausen-Vilsen und dem Last-Minute-Erfolg gegen den TSV Weyhe-Lahausen schienen sich die Bramstedter auf Kurs zu befinden. Jedoch ging das Team um Trainer Sven Plaumann bereits wenig später wieder unter: Gegen den SV Dickel setzte es eine herbe, aber völlig gerechtfertigte 2:5-Pleite.

So wechselhaft ging es munter weiter, die Rückspiele gingen oftmals komplett anders aus als die Partien der Hinrunde gegen die gleichen Gegner. Beispiele gefällig? Gegen Dickel gab es bei der zweiten Verabredung ein 5:1, gegen Bruchhausen-Vilsen ein 2:5. Von Platz vier ging es im Herbst binnen vier Wochen auf Rang elf hinab, der zu einer Art Stammplatz der Bramstedter wurde. Zwei Siegen am 25. und 26. Spieltag und der damit endgültigen Rettung folgten ein Remis und drei Niederlagen, darunter ein peinliches 0:1 in Brockum sowie ein desaströses 0:7 zum Abschluss beim Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst.

Region/Bremen TSV Bramstedt (Herren)

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