04. Dezember 2018 / 18:37 Uhr

Anker Wismar im Pech: Negativserie hält auch in Strausberg an

Anker Wismar im Pech: Negativserie hält auch in Strausberg an

Andreas Kirsch
Enttäuscht stehen die Anker-Spieler Philipp Unversucht, Marco Bode, Philipp Ostrowitzki  und Sebastian Schiewe (v. l.) auf dem Rasen in Strausberg und können es nicht begreifen, dass sie diese Partie verloren haben.
Enttäuscht stehen die Anker-Spieler Philipp Unversucht, Marco Bode, Philipp Ostrowitzki und Sebastian Schiewe (v. l.) auf dem Rasen in Strausberg und können es nicht begreifen, dass sie diese Partie verloren haben. © Andreas Kirsch
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Fußball-Oberligist kassiert 1:2-Niederlage beim FC Strausberg. Nach 493 Minuten gelingt dem FCA mal wieder ein Tor.

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Strausberg/Wismar. Dem Oberligisten FC Anker Wismar scheint das Pech an den Stiefeln zu kleben. Trotz 1:0-Führung beim FC Strausberg verlieren die Schützlinge von Trainer Christiano Dinalo Adigo mit 1:2. „Die Chancen hätten für zwei Spiele reichen müssen. Die ­Gastgeber müssen sich die Augen reiben, warum sie gewonnen haben. Und wir müssen uns jetzt drei Monate bis zum Beginn der Rückrunde über diese Niederlage ärgern“, war Anker-Mannschaftskapitän Philipp Unversucht stinksauer.

Eine Vielzahl an eigenen Möglichkeiten wurden wieder vergeben und der Siegtreffer fiel eindeutig durch die „Hand Gottes“. Doch der sächsische Unparteiische zählte den Treffer trotz massiver Proteste der Gäste aus Mecklenburg.

Neben dem langfristig erkrankten Sahid Wahab musste Anker-Trainer Christiano Dinalo Adigo kurzfristig auch auf Tim Queckenstedt verzichten. Dennoch begannen die Wismarer die Partie sehr engagiert. Bereits in der 6. Spielminute nutzte Sebastian Schiewe einen Fehler der Strausberger Hintermannschaft aus und netzte zur umjubelten Führung für die Hansestädter ein. Es war der erste Treffer seit dem 2:0 gegen Malchow – nach 493 Minuten!

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 Dieses schnelle Tor brachte die notwendige Sicherheit in die Reihen der Hansestädter. Ein Angriff nach dem anderen rollte nun auf das Strausberger Tor zu. Kurz nach dem Führungstor misslang Christian Okafor ein Kopfball nach Flanke von Marcel Ottenbreit. In der 10. Minute parierte der FCS-Keeper einen Schuss von Okafor. Schiewe traf in der 24. Minute nach Zuspiel von Okafor den Ball nicht richtig. Nur sechs Minuten später konnten die Hausherren eine gefährliche Eingabe von Lima gerade noch klären. Wieder einmal zeigte es sich, dass die Wismarer reihenweise Chancen vergeben und den Ball einfach nicht im gegnerischen Tor unterbringen können.

Aus der Kabine kamen die Spieler von Strausbergs Trainer Christof Reimann stärker. In der 53. Minute konnte Wismars Torwart Mirco Seide einen Schuss von Sariboga erst im Nachfassen klären. In der 58. Minute verpassen alle Strausberger Spieler eine Freistoßeingabe von Caga Aslan. Doch dann kam wieder das Anker-Team ins Rollen, aber Lima und Ostrowitzki fanden im Strausberger Schlussmann ihren Meister. Als dann Okafor nach einer schönen Kombination den Ball völlig freistehend über das Tor schoss, war die Vorentscheidung verschenkt. Und das sollte sich rächen, denn kurze Zeit später machte Seide seinen ersten Fehler, der zum Ausgleich führte. Und auch beim zweiten Treffer sah der Wismarer Keeper alles andere als gut aus – unabhängig davon, ob das Tor mit der Hand erzielt wurde oder nicht.

„Es war eine sehr spannende Partie. Die Schiedsrichterentscheidungen will ich nicht kommentieren, denn wir haben den Sieg selbst verschenkt, weil wir es versäumt haben, Tore zu schießen“, sagte Anker-Trainer Adigo nach dem Abpfiff. „Wir werden in dieser Woche noch vier Mal trainieren und Probespieler anschauen, die uns in der Rückrunde helfen sollen. Noch ist nichts verloren, es sind noch 42 Punkte zu vergeben“, gibt sich Adigo kämpferisch.

FC Anker: Seide – Bode, Unversucht, Ostrowitzki – Ney, Rodrigues – Ottenbreit, Plawan (84. Oliveira), Lima (80. Serweta) – Schiewe, Okafor.
Tore: 0:1 Schiewe (6.), 1:1/ 2:1 Istvanic (75./ 84.).

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