04. November 2018 / 20:10 Uhr

Anker Wismar: Okafor hat Siegtreffer auf dem Fuß – Torwart hält

Anker Wismar: Okafor hat Siegtreffer auf dem Fuß – Torwart hält

Peter Preuß
Anker-Spieler Christian Okafor (am Ball) hatte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff die Riesenchance, den Führungstreffer zu erzielen. 
Anker-Spieler Christian Okafor (am Ball) hatte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff die Riesenchance, den Führungstreffer zu erzielen.  © Daniel Koch
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Gegen den SC Staaken springt nicht mehr als ein 0:0 heraus. Wismarer Oberligist im Torabschluss zu harmlos.

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Wismar. Zehn Minuten vor Spielende hatten sich die 147 zahlenden Zuschauer bereits damit abgefunden, dass die Fußball-Oberligapartie zwischen dem FC Anker Wismar und dem SC Staaken torlos enden würde. Doch plötzlich setzte sich Anker-Spieler Ignacio Sanchez-Contador auf der linken Seite durch und flankte mustergültig in den Strafraum auf den völlig freistehenden Christian Okafor, der den Ball direkt auf das gegnerische Gehäuse hämmerte. Reflexartig bugsierte der Gäste-Torwart zum Entsetzen der Wismarer die Kugel ins Seiten-Aus. Auch die anschließende Ecke blieb in der Abwehr der Berliner hängen. So blieb es beim 0:0.

„Der Ball kam ein bisschen gehoppelt und ich erwischte ihn auch mit der Innenseite. Doch der Torwart hielt die Kugel unglaublich gut“, sagte Okafor nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters Tino Stein (Potsdam). „Natürlich wollte ich das Spiel mit diesem Schuss entscheiden, aber ausgerechnet bei diesem Schuss vollbringt der Keeper die beste Leistung. Das ist für mich persönlich und die Mannschaft bitter“, fügte der Mittelfeldspieler noch hinzu.

Am Ende waren die Teams und ihre Trainer mit diesem Remis nicht unzufrieden, denn am vergangenen Wochenende mussten beide Kontrahenten eine Klatsche hinnehmen. Der SC Staaken verlor im eigenen Stadion gegen Tabellenführer Lichtenberg 47 mit 1:5, Anker wurde im wahrsten Sinne des Wortes beim SV Blau-Weiß Berlin mit 0:6 versenkt. Dass diese Pleiten bei beiden Teams noch in den Köpfen umherschwirrten, war während der 90 Spielminuten nicht zu übersehen.

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Keiner wollte den entscheidenden Fehler machen. Allerdings hatten die Gäste aus dem Berliner Bezirk Spandau spielerisch zunächst die besseren Karten in der Hand, waren im Abschluss aber ebenso harmlos wie die Wismarer. Bereits in der sechsten Minute hätten die Berliner den Führungstreffer erzielen können. Marcel Ottenbreit verlor im Zweikampf den Ball, der Schuss von Marcel Bremer ging einen Meter am Wismarer Tor vorbei. Auch in der 12. Minute hatten die Gastgeber Glück, als Abwehrchef Philipp Unversucht die Situation im Strafraum noch vor Torwart Pavel Galac entschärfen konnte.

Die Hansestädter hatten vor allem in der ersten Halbzeit Mühe, sich aus der eigenen Hälfte zu befreien. Meistens landete der Ball nach dem zweiten Kontakt wieder beim Gegner. Philipp Unversucht wollte mit langen Bällen seine Vorderleute ins Spiel bringen, doch zwischen Mittelfeld und Angriff klaffte eine große Lücke.

Das änderte sich erst nach der Pause. Da ließen die Kräfte bei den Berlinern nach. So kamen die Hansestädter zu einigen Chancen, die aber allesamt kläglich vergeben oder vom Gäste-Torwart Sebastian Paul vereitelt wurden. Die Einwechslungen – 46. Minute Queckenstedt für Plawan, 55. Rodrigues für Ottenbreit und 68. Oliveira für Pratsler – von Anker-Trainer Chris­tiano Dinalo Adigo brachten zwar ein wenig mehr Schwung ins Spiel, aber keine Resultatsveränderung.

„Wir haben überhaupt nicht die Bindung zum Spiel gefunden. Keines der beiden Teams hat den Sieg verdient. Im Sturm haben wir keinen, der mal die Bälle binden oder den Pass in die Tiefe spielen kann“, war Anker-Vizepräsident Reinhart Kny unzufrieden. In der anschließenden Pressekonferenz bestätigten beide Trainer die Worte von Kny. „Das Unentschieden kann man so hinnehmen. Wir wollten einen Punkt mitnehmen, das haben wir auch geschafft“, sagte der Gäste-Trainer Jeffrey Seitz. Anker-Coach Adigo entschuldigte sich vorab bei den Zuschauern: „Das war keine schöne Partie – es war ein Kampfspiel. Die Gäste standen kompakt. In der zweiten Halbzeit haben wir unser ganzes Wechselkontingent genutzt, um Druck zu erzeugen. Dementsprechend hatten wir dann auch zwei Torchancen, von denen eine zur Kategorie gehört: muss man machen. Somit geht das Unentschieden in Ordnung.“

FC Anker Wismar: Galac - Bode, Ottenbreit (55. Rodrigues), Sanchez-Contador, Okafor, Ostrowitzki, Pratsler (68. Oliveira), Schiewe, Plawan (46. Queckenstedt), Unversucht, Ney.
SC Staaken: Paul - Lampert, J. Wartchow, Bahceci (82. Selman), Mielke, Anner, Bremer, Koschnik, Küffner (70. Eder), Binting, D. Wartchow
Tore: keine.
Schiedsrichter: Tino Stein (Potsdam).
Zuschauer: 147

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