Anschlag auf BVB-Bus: Die wichtigsten Fragen - Alle Entwicklungen im Überblick

UPDATE: Am Dienstag hatte es einen Anschlag auf den BVB-Bus gegeben. Der Verdacht gegen zwei Männer hat sich bisher nicht bestätigt. Marc Bartra kann noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

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Der Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB und die weiteren Entwicklungen - der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

Was ist passiert?

Am Dienstagabend sind vor dem Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco drei Bomben am Mannschaftsbus des BVB explodiert. Die Sprengsätze waren hinter einer Hecke versteckt, mit Metallstiften bestückt und hatten eine Sprengwirkung von mehr als 100 Metern. Dortmunds Marc Bartra und ein Polizist wurden bei der Detonation verletzt. Das Spiel in der Champions League wurde am Mittwochabend nachgeholt. Dortmund verlor mit 2:3.

Polizisten sichern eine Straße nach dem Anschlag auf den BVB-Bus. Polizisten sichern eine Straße nach dem Anschlag auf den BVB-Bus. © dpa/Montage

Was steckt hinter dem Anschlag?

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange hatte am Dienstagabend von einem "gezielten Angriff auf die Mannschaft des BVB" gesprochen.

Die Bundesanwaltschaft ermittelte gegen zwei Verdächtige "aus dem islamistischen Spektrum". Gegen einen Mann haben die Ermittler Haftbefehl wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der Terrormiliz "Islamischer Staat" beantragt. Es gebe jedoch keine Beweise, dass der festgenommene Iraker am Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund beteiligt gewesen ist. Auch bei einem 28-jährigen Deutschen aus Fröndenberg im Kreis Unna hat sich der Verdacht nicht erhärtet. Es gebe keine Hinweise, dass der Mann in die Tat verwickelt sei. Die Wohnungen beider Männern waren durchsucht worden.

Am Tatort waren drei textgleiche, vermeintliche Bekennerschreiben gefunden worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Es werde in Richtung Links- und Rechtsextremismus sowie Islamismus ermittelt, sagte der Leiter des Landesverfassungsschutzes, Burkhard Freyer.

Wie geht es Marc Bartra?

Dortmund-Profi Marc Bartra wurde bei der Explosion am BVB-Bus verletzt, brach sich die Speiche im rechten Handgelenk. Er wurde noch in der Nacht erfolgreich operiert. Am Mittwoch meldete sich Bartra mit einem Fotogruß: "Wie Ihr seht, geht es mir schon viel besser", schreibt er. "Ich danke Euch allen für Eure Unterstützung und Eure Nachrichten." Am Tag darauf erklärte sein Vater José beim spanischen TV-Sender Antenna 3: "Marc kann heute noch nicht entlassen werden, die Schmerzen sind noch zu groß." Trainer Thomas Tuchel kündigte an, dass Bartra voraussichtlich in vier Wochen zum Team zurückkehren wird.

Wie reagiert der BVB?

Dortmund-Trainer Thomas Tuchel hat sich nach dem Anschlag unzufrieden mit der frühen Neuansetzung des Champions-League-Viertelfinals gegen Monaco gezeigt: "Wir hätten uns gewünscht, mehr Zeit zu haben, um das zu verarbeiten. Es geht um unseren Traum. Wir wollten in der besten Form und der besten Verfassung antreten und fühlen uns jetzt übergangen." Auch Nuri Sahin fand bewegende Worte.

Wie reagiert die UEFA?

"UEFA war am Mittwoch mit allen Parteien in Kontakt und hat niemals eine Information erhalten, die angedeutet hat, dass eines der Teams nicht spielen wollte", teilte der Kontinentalverband auf Anfrage mit. Die Entscheidung, das Spiel des Bundesligisten gegen AS Monaco am Mittwoch anzupfeifen, sei "in Kooperation und kompletter Zustimmung mit Clubs und Behörden" getroffen worden. BVB-Trainer Tuchel hatte die frühe Neuansetzung kritisiert und gesagt: "Wir wurden überhaupt zu keiner Zeit gefragt."

Borussia Dortmund (Herren) AS Monaco FC (Herren) Champions League

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