10. August 2018 / 10:58 Uhr

Ansteigende Form: Neue Waffen und alte Krieger bei RB Leipzig

Ansteigende Form: Neue Waffen und alte Krieger bei RB Leipzig

Anne Grimm
Yussuf Poulsen und Matheus Cunha bejubeln das dritte Leipziger Tor.
Yussuf Poulsen und Matheus Cunha bejubeln das dritte Leipziger Tor. © Getty Images
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Zwei eigene Standardtreffer in einem Spiel: RB Leipzig baut gegen tief stehende Kontrahenten auf neue Mittel. Die alten Hasen im jungen Team sorgen wieder für den Unterschied.   

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Leipzig. Es deutete sich an: Die zahlreichen Ecken von RB Leipzigs Kevin Kampl fanden gegen Universitatea Craiova ungewohnt häufig die frei stehenden Mitspieler. In der 25. Minute köpfte Ibrahima Konate die Kugel unhaltbar ins Netz der Rumänen zur 1:0-Führung. Trainer Ralf Rangnick nahm den ersten Treffer seines 1,93 Meter großen Verteidigers für den Verein amüsiert zur Kenntnis, erklärte nach der Partie: „Ich habe Ibu vor dem Spiel gesagt, dass er heute nach einer Ecke oder einem Freistoß ein Tor machen wird. Das ist dann passiert.“

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Ruhende Bälle – vergangene Saison noch die Achillesferse der Mannschaft – in diesem Jahr sollen sie „zu einer richtigen Waffe bei uns werden“, fordert Rangnick. Seit dem Trainingsauftakt vor fünf Wochen feilen die Leipziger fleißig an Varianten. Inzwischen sind die ersten Fortschritte sichtbar. Beim 3:1-Sieg gegen Craiova, fielen sogar zwei der drei Treffer nach Standards. Dem 3:0 durch Yussuf Poulsen ging ein starker Freistoß von Emil Forsberg voraus, der Däne schob den Abpraller dankend ein.

Als in der Mitte der zweiten Halbzeit der Zug zum Tor abhandenkam, nutzte der Coach die prominent besetzte Bank. Der 60-Jährige brachte mit einem Doppelwechsel den frisch gebackenen Papa Forsberg und Marcel Sabitzer, der sein Pflichtspielcomeback seit mehr als vier Monaten feierte. „Man hat gemerkt, dass mit Sabi und Emil unsere Automatismen zurückgekommen sind. Gerade, weil sie sich unheimlich stark auf den Halbpositionen schwimmend aufhalten. Du musst nur die Bälle zu ihnen bringen, die wissen immer was sie machen“, erklärte Kapitän Willi Orban.

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Chancenverwertung ausbaufähig

Für die entscheidenden Momente sorgte nach der letzten Einwechslung Dänenblitz Poulsen mit einer Vorlage sowie einem Treffer. „Es ist dann schon ein Luxusproblem, wenn du beim dritten Wechsel überlegst, ob du Poulsen oder Werner bringst. Wir haben uns für Poulsen entschieden, weil wir geglaubt haben, dass er in so einem Fall gegen einen tief stehenden Gegner der etwas bessere Einwechselspieler ist. Das hat sich auch bewahrheitet“, so der Coach.

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Zwei Makel gab es gegen einen schwachen Kontrahenten: Das späte und unnötige Gegentor in der Nachspielzeit sowie die fahrige Chancenverwertung, bei 23:2 Torschüssen. Trotzdem sparte der Trainer des Kontrahenten bei der Bewertung der Leipziger Leistung nicht an Lob: „Man kann das Kaliber das Leipzig hat, durchaus mit dem Team vergleichen, gegen das wir letztes Jahr in der Qualifikationsrunde ausgeschieden sind“, sagte der Italiener Devis Mangia nach der Partie. Vor einem Jahr flog Craiova gegen einen der erfolgreichsten Vereine der Welt, den AC Mailand, aus dem Wettbewerb.

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RB-Coach Rangnick ist sich sicher: „Wenn wir genauso seriös auftreten, dann mache ich mir unabhängig davon, ob das Tor gefallen ist oder nicht, über das Rückspiel keine allzu großen Sorgen.“ Wohin die Reise in den Play-offs der Europa-League-Qualifikation, also der letzten Runde vor dem Erreichen der Gruppenphase für RB Leipzig gehen könnte, bleibt offen. Im Duell der potentiellen Gegner trennten sich Sorja Luhansk und Sporting Braga beim Hinspiel in der Ukraine mit 1:1.

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