13. Juni 2018 / 22:53 Uhr

Sicherheitsbedenken! ARD-Dopingexperte Seppelt fährt nicht zur WM

Sicherheitsbedenken! ARD-Dopingexperte Seppelt fährt nicht zur WM

Leon Schaefer
Hajo Seppelt wird bei der WM nicht über die Qualität der Dopingkontrolle berichten.
Hajo Seppelt wird bei der WM nicht über die Qualität der Dopingkontrolle berichten. © dpa
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Zunächst drohte der renommierte ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt die Weltmeisterschaft in Russland zu verpassen, weil ihm das Land die Einreise verweigerte. Obwohl er letztlich noch ein Visum bekommen hat, fährt Seppelt nicht nach Russland - es gibt Bedenken um seine Sicherheit.

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ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt wird nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland reisen. Wie die ARD-Tagesthemen am Mittwoch berichteten, sei das Risiko für den 55 Jahre alten TV-Journalisten nach einer Analyse der Bundessicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt (BKA), der Nachrichtendienste und das Landeskriminalamt Berlin (LKA), zu groß. Die Entscheidung sei nach einem Gespräch von ARD-Verantwortlichen mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) getroffen worden.

In der Begründung hieß es, „dass das Auswärtige Amt die Analysen auch der zuständigen Innenbehörden ernst nehmen müsse und mit Blick auf Sicherheitsfragen zu keiner andersgelagerten Einschätzung gelangen könne.“

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Seppelt hatte wesentlich zur Aufklärung des systematischen Sportbetrugs in Russland beigetragen und gilt deshalb in dem WM-Ausrichterland als Staatsfeind. Dem Berliner Journalisten war im Mai das Visum für die WM verweigert worden. Diese Entscheidung war - auch auf internationalen Druck - von Russland wieder zurückgenommen worden. Der Berliner sollte im Falle einer Einreise aber zu den laufenden russischen Ermittlungen gegen den Doping-Kronzeugen Grigori Rodschenkow vernommen werden.

Heftige Drohungen aus Russland

Aus Russland hatte es teils unverhohlene Drohungen gegen Seppelt gegeben. So ließ unter anderem der Chef des russischen Journalistenverbandes gegenüber der Agentur Ria Nowosti verlauten: „Seppelt muss unbedingt ein russisches Visum bekommen, er sollte unsere Weltmeisterschaft besuchen. Allerdings sollte man ihn unbedingt unter Schutz stellen, damit er nicht zufällig von einem Kenner seines „journalistischen Talents“ verprügelt wird."


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