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„Arnold raus"-Rufe bei Braunschweiger Niederlage gegen Fortuna Köln

Alex Leppert
Trotz Rückkehr des Kapitäns Stephan Fürstner setzte es für die Eintracht die nächste Niederlage. © imago

Wieder kein Sieg und auch spielerisch gab es nur Magerkost. Eintracht Braunschweig ist immer noch nicht so richtig angekommen in der neuen Spielklasse. Im Kellerduell mit Fortuna Köln setzte es eine 0:2-Niederlage, der Unmut bei den Fans wird immer größer.

Au weia! Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig verlor das Kellerduell gegen Fortuna Köln mit 0:2 (0:1) und ist nun sogar Tabellenvorletzter. 17 035 Zuschauer sahen, wie die Zweitliga-Absteiger mitunter vollkommen hilflos war.

Eintrachts Trainer Henrik Pedersen hatte gegenüber dem DFB-Pokal-Spiel gegen Hertha BSC Berlin drei Änderungen vorgenommen: Malte Amundsen (gesperrt), Ivan Franjic und Felix Burmeister raus – Stephan Fürstner, Mergim Fejzullahu und Frederik Tingager rein.

Die Braunschweiger begannen fahrig. Zwar auch etwas Zufall im Spiel, als Kwame Yeboah frei vor Eintracht-Torwart Marcel Engelhardt auftauchte und der per Fußabwehr rettete (3.). Doch auch bei der nachfolgenden Ecke und dem Kopfball von Moritz Hartmann musste Engelhardt sein ganzes Können aufbieten.

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Die Eintracht im Check: Was läuft gut, wo sind die Probleme?

Der Saisonstart war durchwachsen, bei der Eintracht gibt es noch einige Baustellen. Aber auch viele positive Punkte, auf denen aufgebaut werden kann. © imago/Picture Point LE
Spielidee: Trainer Henrik Pedersen setzt auf Aggressivität und Tempo. Nach gut zwei Monaten sieht das bei der neu zusammengestellten Truppe mittlerweile immer besser aus. Wenn's läuft, macht diese richtig Eintracht Spaß. © imago/Picture Point LE
Defensive Stabilität: Vor allem bei Pässen in die Schnittstellen zwischen Innen- und Außenverteidigern ist die Abwehr der Blau-Gelben zu anfällig. Die gefährlichen Ballverluste im Aufbau wurden hingegen bereits reduziert. Zudem ist Torwart Marcel Engelhardt noch nicht der Strafraum-Chef bei hohen Bällen. © imago/Picture Point LE
Frische Gesichter: Mit Ivan Franjic hat Braunschweig schon jetzt den ersten Shooting Star. Der frühere Halberstädter, laut Pedersen ein „Straßenfußballer“, überzeugt durch Unbekümmertheit und Technik. Auch die junge Außenverteidiger David Sauerland und Malte Amundsen sind Bereicherungen. © imago/Picture Point LE
Zu wenig Chancen: Oft fehlt nur ein bisschen, damit ein Angriff mit einer richtigen Chance endet. Zurzeit arbeitet Pedersen zum Beispiel daran, mehr Offensivkräfte in den Strafraum zu bekommen. Von Stürmer Hofmann etwa erwartet er, dass der pro Spiel gut einen Kilometer mehr laufen soll, um mehr Präsenz vor dem Tor zu haben. © imago/Picture Point LE
Führungsspieler: Stephan Fürstner geht ebenso voran wie Felix Burmeister, der seine Formkrise offenbar überwunden hat. Auch die dagebliebenen Philipp Hofmann und Onur Bulut übernehmen jetzt viel mehr Verantwortung. Diese beiden gehören von den Fähigkeiten her zudem zu den besten Offensivspielern der Liga. © imago/Picture Point LE
Bank: Im Kader stehen eigentlich immer dieselben knapp 20 Mann, der Rest scheint ohne Chance zu sein. Aber auch die eingewechselten Reservisten brachten bisher selten einen positiven Effekt – trotz des schönen Tores vor Mergim Fejzullahu gegen Hertha. Vor allem vorn fehlen echte Alternativen. © imago/Picture Point LE
Leandro Putaro: Die Offensiv-Nachverpflichtung zeigte beim Debüt gegen Hertha, dass er eine Verstärkung auf Linksaußen sein kann. Dort spielten zuvor der nicht überzeugende Ahmet Canbaz und Malte Amundsen. Der ist aber „als Linksverteidiger eingeplant“, sagt Pedersen. © imago/Picture Point LE
Punktausbeute: Drei Unentschieden, eine Niederlage – das ist zu wenig. Gegen Köln muss am Sonntag unbedingt ein Sieg her. Egal wie. © imago/Picture Point LE
Stimmung: Nach dem katastophalen Ende der Abstiegssaison bekam die fast komplett neue Truppe Kredit und wird von den Fans lautstark unterstützt – auch wenn es nicht so läuft. Denn jeder erkennt, dass die Einstellung stimmt. Und es gibt mitunter durchaus schönen Fußball zu sehen. © imago/Picture Point LE

Gegentreffer in Unterzahl

Auch wenn die Gastgeber die Partie danach besser in den Griff bekamen: Mehr als zwei Halbchancen durch Leandro Putaro sprangen nicht heraus. In Unterzahl, Tingager wurde rund drei Minuten am Kopf verarztet, fiel dann das 0:1: Michael Eberwein drehte sich um Gustav Valsvik und traf unter Mithilfe des Innenpfostens zur Gäste-Führung (27.).

Bei den Braunschweigern war nicht viel von der Leidenschaft und dem Tempo zu sehen, mit dem sie gegen Hertha aufgehört hatten. Am Ende der ersten Hälfte versuchten sie es sogar immer häufiger mit langen Bälle – ohne die Kölner jedoch ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die Folge war ein Pfeifkonzert zum Pausenpfiff.

Ein Schuss von David Sauerland, der allerdings weit über das Tor ging (47.), und ein Kopfball von Philipp Hofmann (51., ebenfalls drüber) waren erste Zeichen dafür, dass die Blau-Gelben mit mehr Schwung aus der Kabine gekommen waren.

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Unmut bei den Fans wächst

Doch in der 58. Minute folgte die kalte Dusche in Form des 0:2. Sebastian Schieck vollendete eine Rechtsflanke von Eberwein. Statt Pfiffe folgten nun „Arnold raus“-Rufe. Gemeint war der Sportliche Leiter Marc Arnold. Es wird ungemütlich in Braunschweig.

In der Schlussphase wirkten die Blau-Gelben wie auch schon vor der Pause teilweise erschreckend hilflos, obwohl auch die Kölner sich eine Menge Fehler leisteten und keineswegs überragend spielten.

„Insgesamt war das zu wenig. Die Spieler sind enttäuscht, ich bin enttäuscht, die Fans sind enttäuscht“, sagte Trainer Henrik Pedersen und verneinte einen möglichen Kurswechsel: „Man muss nicht etwas verändern, sondern verbessern.“

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