10. Februar 2019 / 23:56 Uhr

Atemlos an der Pleiße: In Regis-Breitingen geht Mann von Bord

Atemlos an der Pleiße: In Regis-Breitingen geht Mann von Bord

Udo Zagrodnik
Trainer Swen Licht (links) vom SV Regis-Breitingen am Spielfeldrand. USER-BEITRAG
Trainer Swen Licht (links) vom SV Regis-Breitingen am Spielfeldrand. © Udo Zagrodnik
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Beim SV Regis-Breitingen hat Trainer Swen Licht überraschend das Handtuch geworfen.

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Regis-Breitingen. Als Berichterstatter des SVR musste der Autor dieser Zeilen eine Sache aufgreifen, die ihn innerlich wurmt und nach Skandal riecht ... und eine Vorgeschichte hat. Beim Bornaer SV in der Jugend aufgewachsen kam der heutige Kieritzscher Swen Licht in der Gianfranco-Zanirato-Ära als Spieler zum SV Regis-Breitingen. Danach brachte Ronald Werner Bundesligaerfahrung (unter anderem vom VfB Leipzig) mit und war zwei Jahre Trainer an der Pleiße. Nachdem dessen Vertrag nicht verlängert worden war, wurde Swen Licht Spielertrainer ... und es wurden erfolgreiche Jahre. Nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga konnte der Verein zweimal in Folge Kreismeister A im Muldental/Leipziger Land werden. Im ersten Meisterjahr verzichtete der SVR auf den Aufstieg. Nach dem zweiten Meisterjahr kam der Schachzug, dass sich Neukieritzscher Spieler den Pleißestädtern anschlossen. Ihr Verein hatte sich vom Spielbetrieb abgemeldet. Der SVR nahm (im Sommer 2017) das Aufstiegsrecht in Anspruch und spielte nun Kreisoberliga. Daniel Salomon wurde „Lichtis“ rechte Hand. Die Kicker schafften gute Ergebnisse und fuhren im ersten Jahr auf dem fünften Platz ein. Es folgte das zweite Jahr: Daniel Salomon wechselte Anfang Dezember als Nachwuchstrainer zum FC Grimma.

DURCHKLICKEN: User-Bilder zum Testspiel SV Regis-Breitingen gegen FSV Meuselwitz

SV Regis-Breitingen - FSV Meuselwitz 1:1 Zur Galerie
SV Regis-Breitingen - FSV Meuselwitz 1:1 © Udo Zagrodnik
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Inzwischen ist Februar und die Testspiele zur Vorbereitung auf die Rückrunde 2018/2019 laufen. Am Rande des SVR-Heimspiels gegen den FSV Meuselwitz (Die Begegnung der vergebenen Torchancen) stutzte der Autor dieser Zeilen bei einem Trainersatz, witterte einen Skandal und suchte das Gespräch mit dem Vereinschef Werner Heiche. Beide Personen einigten sich erst mal, noch nichts zur Sache zu schreiben.

Aber es kam anders. Am Abend erreichte Udo Zagrodnik eine E-Mail von Daniel Salomon (der war bei dem erwähnten Spiel) zum Abschied von Trainer Swen Licht. Schließlich tauchte auch im Sportbuzzer die Nachricht auf, dass Swen Licht den Verein wechselt. Prompt fragte sich der Autor dieser Zeilen, was gelaufen war, was gespielt worden ist. Zugegeben, Spieler- und Trainerwechsel gibt es vielerorts, es gibt aber auch große Unterschiede. Fest steht: Für die Pleißestädter vom SV Regis-Breitingen ist Swen Licht ein Verlust. Sie wünschen ihm auf seinem weiteren Weg alles Gute und gleichzeitig, dass beim SVR wieder Ruhe einzieht.

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Gestandene Spieler wie die Brüder Sven und Torsten Streitberg, Sebastian Eidner, Michael Kuhrau und andere müssen nun mehr Verantwortung übernehmen, damit alles in geordneten Bahnen bleibt. Und Udo Zagrodnik will – wie in den vergangenen Jahren auch – weiter fair, wenn nötig auch kritisch vom Verein berichten und mitjubeln dürfen. Er wird ebenso einen fairen Umgang zum sportlichen Gegner suchen. Denn ein Denkmal fällt nicht, es wankt nur. Der Ball muss und wird weiter rollen.

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